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Asamkirche (St. Johann Nepomuk)

Es gibt nicht viele Bauwerke als Beispiele für Spätbarock in Süddeutschland. Die Asamkirche ist ein Zeitzeugen-Bau mitten in der Münchner Altstadt, gebaut von den beiden bayerischen Multitalenten: die Brüder Asam. In Oberbayern geboren waren sie Baumeister, Bildhauer, Maler und Stuckateure. ‚Asambarock‘ finden sich in vielen Münchner Kirchen (u.a. Dreifaltigkeitskirche, Damenstiftskirche) sowie in vielen Klosterkirchen in ganz Bayern über Schweiz bis Prag. Die Asamkirche allerdings war ihre private Kirche direkt am Privathaus, genannt Asamhaus.

Asamkirche mit Asamhaus

1729 kauft einer der Brüder – Egid Quirin Asam – ein Haus in der Sendlinger Strasse, welche damals noch Sendlinger Gasse hieß. Ebenfalls 1729 wurde Johann Nepomuk heilig gesprochen, welcher für seine Überzeugung ermordet wurde. Auf dem Kirchenportal fährt der Hl. Johann Nepomuk zum Himmel empor. Im Hochaltar befindet sich das Schaugrab Johann Nepomuks mit darin eingeschlossenen Reliquien. Das szenenreiche Deckengemälde zeigt das Leben und Sterben Nepomuks. Lebensgroße Figuren und Engel stellen Tod, Gericht, Hölle und Himmel dar. Deshalb wird die Asamkirche auch gern als St. Johann Nepomuk-Kirche bezeichnet. Durch die üppige Ausstattung wird hier auch gern geheiratet.

 

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