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Marketing mit Oktoberfest: Vorsicht bei geschützten Begriffen

Jedes Jahr Ende September bis Anfang Oktober feiern nicht nur die Deutschen, sondern inzwischen die ganze Welt das Oktoberfest. Alle schauen diese 14 Tage besonders auf München. Das weltbekannte Ereignis lockte vor der Pandemie Millionen von Touristen an. Traditionell wird extra Wiesn-Bier ausgeschänkt, Weißwurst und Brezen gegessen und auch das Wiesn-Hendl ist weltberühmt. Kein Wunder also, dass etliche Firmen gerne mit dem Oktoberfest werben, denn es stimmt uns auch auf eine herbstliche Jahreszeit an und erinnert uns daran, einmal Spaß haben zu wollen. Welche Lösungen existieren in diesem Segment und worauf sollten Interessenten dabei achten?

Marketing mit Oktoberfest - Die Bavaria thront über die Theresienwiese, wo das Oktoberfest stattfindet. Sie wurde im Auftrag von König Ludwig I. (1786–1868) 1850 eingeweiht.
Die Bavaria thront über die Theresienwiese, wo das Oktoberfest stattfindet. Sie wurde im Auftrag von König Ludwig I. (1786–1868) 1850 eingeweiht.

Vorsicht bei geschützten Begriffen: Die Stadt München informiert interessierte Nutzer

Die Wiesn als Marketingoption zu verwenden, bietet sich an, denn wie jede Festivität im Jahr wird sie gekennzeichnet durch bekanntes Brauchtum und typische Farbmerkmale. Jeder verbindet die blau-weißen Rauten sofort mit Bayern und dem Oktoberfest in München. Auch Elemente der Stadt oder berühmte Speisen lassen sich in die Werbung integrieren. Dennoch sollte aufgepasst werden, denn nicht jede Werbung ist erlaubt. Geschützte Begriffe liegen beim Rechteinhaber und kosten viel Geld, wenn sie unrechtmäßig in Verwendung sind. Wörter, die häufig im Gebrauch sind, gelten bei vielen als Umgangssprache, doch in der Werbung angewendet sorgen sie womöglich für eine Kostenfalle. Besonders geschützte Begriffe, wie Markennamen sind deshalb in Marketingaktionen nicht zu verwenden.

Spezialitäten könnten die Lösung für gutes Marketing zum Thema Oktoberfest sein

Heutzutage haben sich viele Firmen auf das Marketing mit dem Oktoberfest spezialisiert. Dabei sind es längst keine Kugelschreiber und Sticker mehr, die als sogenannte „Giveaways“ neue Kunden anlocken sollen. Stattdessen gilt es, das Flair des Oktoberfestes zu übermitteln. Dies geschieht am besten mit Werbegeschenken, die dem Grundgedanken der Wiesen entspringen. Denkbar ist zum Beispiel die Werbung mit bekannten Biersorten oder mit Brezn, die außen mit Firmenlogos bedruckt sind. Damit ein Produkt den Namen tragen darf, sollten sich Interessenten informieren, ob diese auch nach der verlangten Rezeptur hergestellt wurden, denn nur dann ist ihre korrekte Benennung erlaubt. Erkundigen können sich Personen direkt bei der Stadt München, ob sie die gewünschten Lebensmittel mit den korrekten Begriffen bewerben dürfen.

Lebkuchenherzen oder traditionelle Hüte: Diese Produkte sorgen für begeisterte Kunden

Auf jedem Oktoberfest hängen sie gut sichtbar an Ständen und animieren Gäste zum Kauf: Lebkuchenherzen. Sie sind begehrt und als Werbeartikel einfach produziert. Entweder werden sie bei Fabrikation mit individuellem Zuckerguss ausgestattet oder das Unternehmenslogo erhält seinen Aufdruck auf der schützenden Folie. Lebkuchenherzen zaubern selbst Wiesen-Muffeln ein Lächeln auf ihr Gesicht. Ähnlich verhält es sich auch mit Hüten, die zur Tracht passen und an Traditionen Bayerns erinnern, wie etwa der altbekannte Filzhut. Auch er lässt sich nach individuellen Vorgaben anpassen, etwa mit einem Druck oder einer Stickerei. Der ganz persönliche Bierkrug mit hochwertigem Aufdruck direkt auf dem Glas wird so schnell nicht in den Papierkorb wandern und demnach langfristig für einen Erinnerungswert bei beschenkten Kunden sorgen.

Marketing mit Oktoberfest und Sponsorings

Mit einem eigenen Stand zum Thema Oktoberfest haben Unternehmen die beste Werbung, doch diesen erhält man kaum auf dem offiziellen Gelände. Nebenveranstaltungen in und um München machen die Chance größer, mit Bannern und Reklame Gäste in der Oktoberfest-Zeit vom eigenen Produkt zu überzeugen. Begehrt sind dabei Sponsorings. So können Firmen gewisse Stände finanziell unterstützen und erhalten im Gegenzug die Möglichkeit, Werbung gut sichtbar am Stand oder Festzelt anzubringen.

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