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München ist immer eine Reise wert: Die besten Tipps für ein Wochenende

Mit fast 1,5 Millionen Einwohnern ist München nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Stadt Deutschlands. Dementsprechend bietet Bayerns Hauptstadt viele Freizeitangebote und Möglichkeiten, sich auf spannende Art und Weise in München die Zeit zu vertreiben. Gerade, wenn man vielleicht nur ein Wochenende in der Stadt verbringen kann, möchte man das meiste rausholen. Wie das funktionieren kann, haben wir einmal an einem exemplarischen Wochenende durchgespielt.

München
München Skyline mit Frauentürme, Rathaus, Alte Peter (davor ragt das Türmchen des Stadtmuseums) und links der Turm der Heilig Geist Kirch.

Die Anreise: Der Freitagabend in München

Ankommen in München – Der Hauptbahnhof ist ideal

Grundsätzlich lässt sich München wunderbar mit dem Zug erreichen. Die Metropole an der Isar verfügt über einen riesigen Kopfbahnhof, den täglich fast eine halbe Million Reisende nutzen. Nach Frankfurt rangiert der Bahnhof damit auf Platz 2 in Deutschland. Aus praktischen Gründen – etwa um den Stadtverkehr zu vermeiden – sowie aus Umweltschutzgründen ist es nur sinnvoll, mit dem Zug anzureisen.

Der Hauptbahnhof ist natürlich auch perfekt an den Regionalverkehr angebunden. München bietet ein weitverzweigtes und gut aufeinander abgestimmtes Nahverkehrssystem. Es finden sich darin U-Bahn, Straßenbahn, Metro- und Stadtbus. Tageskarten für den Nahverkehr lohnen sich sowohl für den Samstag als auch den Sonntag.

Der Freitagabend

Nördlich, vor allem aber auch südlich des Hauptbahnhofs ist die Hoteldichte in München mit am größten. Von dort aus geht es entweder mit Tram oder U-Bahn oder zu Fuß in die Altstadt. Denn die ist der perfekte Einstieg in das Wochenende.

Wer Freitag nicht gerade spätabends oder gar nachts anreist und noch ein wenig Zeit sowie wenig Gepäck hat, kann auch gleich nach der Ankunft direkt zu Fuß einen kleinen Abstecher in die Stadt machen. Denn vor der Tür des Hauptbahnhofs liegt direkt der Karlsplatz – auch Stachus genannt. Von dort aus ist die Altstadt nur wenige Gehminuten entfernt. Gibt es kein konkretes Ziel, kann man ganz locker die Frauenkirche aus dem 15. Jahrhundert anpeilen, die sich schon vom Hauptbahnhof sehen lässt. Auf dem Weg dorthin zieht es einen dann vielleicht schon ins ein oder andere Restaurant in einem netten kleinen Straße.

Wer auf den legendären Rathaus-Balkon am Marienplatz sehen kann, ist mitten in der Altstadt von München.
Wer auf den legendären Rathaus-Balkon am Marienplatz sehen kann, ist mitten in der Altstadt von München.

Damit kämen wir auch zum ersten wichtigen Thema, das das Wochenende stets begleiten wird: Der Kulinarik. Vermutlich reicht es Freitagabend gerade noch so, ein Restaurant aufzusuchen und dort einen netten Abend zu verbringen.

Das Thema ist natürlich schwierig knapp zu umreißen. Für konkrete Tipps lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in unsere Kategorie Top Restaurants. Ansonsten kann grundsätzlich gesagt werden, dass München extrem viel Abwechslung bietet. Einige Beispiele und Inspirationen für ein Essen in der Stadt:

  • Im legendären Hofbräuhaus gibt es auf drei Etagen oder im geschützten Innenhof HB-Bier und hausgemachte bayerische Spezialitäten.
  • München ist keine günstige Stadt und wer sich hier auch kulinarisch etwas leisten möchte, kann auch eins der derzeit 11 Sternerestaurants aufsuchen (Stand September 2021). Unter ihnen finden sich mit dem „Atelier“ auch ein Drei-Sterne-Restaurant und mit dem „EssZimmer“, dem „Les Deux“ und dem „Alois“ auch drei Zwei-Sterne-Restaurants. Wichtig natürlich: Am besten schon einige Tage oder gar Wochen vor der Anreise reservieren!
  • Zu den progressivsten Restaurants Münchens gehört sicherlich auch das Ahimsa. Der Name stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Gewaltlosigkeit“. Dienstags bis Sonntags ist der Name Programm, denn es gibt kein totes Tier. Alles ist stattdessen vegan und schmeckt fantastisch. Ramen-Bowls, Curry oder fantastisches Sushi – alles findet sich hier auf hohem Niveau.
  • Abgesehen davon muss man gerade in der Altstadt eigentlich nur die Augen offenhalten und wortwörtlich der Nase nach gehen. Denn hier reiht sich ein gutes Restaurant ans nächste.

Der Samstag

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen im Hotel oder in einem dafür bestens geeigneten Münchner Café (die Süddeutsche hat dazu einen Beitrag mit einer guten Auswahl verfasst) kann beispielsweise als Einstieg in einen bunten Tag zunächst ein wenig gebummelt werden. Große Einkaufshäuser, exklusive Modegeschäfte und angesagte Luxuslabels finden sich in der Altstadt. Wer allerdings gern stöbern möchte, kann einen netten Münchner Flohmarkt aufsuchen. Diese finden meist tagsüber, teilweise aber auch von 17 bis 0 Uhr statt – für alle, die dann doch lieber später shoppen wollen.

Kleine Surferwelle am Isarkanal in München Thalkirchen
Kleine Surferwelle am Isarkanal in München Thalkirchen

Wer mit Kindern unterwegs ist, kann sich am Mittag zum Beispiel auch nach Wolfratshausen aufmachen. Mit der S-Bahn ist man dort in knapp 40 Minuten. Die Stadt südlich von München beherbergt nicht nur den Freizeitpark Märchenwald im Isartal. Mit etlichen bewegten Märchenfiguren, Fahrgeschäften und weiteren Attraktionen. Vielmehr kann von hier aus auch eine Floßfahrt auf der Isar zurück nach München gebucht werden. Bayrische Stimmungsmusik, Brotzeit und wahlweise Bier oder Softdrinks begleiten die Fahrt vorbei an Georgenstein und Grünwalder Burg durch das malerische Isartal.

Nicht weit von den Eisbachsurfern: Monopteros im Englischen Garten
Nicht weit von den Eisbachsurfern: Monopteros im Englischen Garten

Wem die Floßfahrt zu viel Zeit in Anspruch nimmt, der kann stattdessen auch den Englischen Garten in München aufsuchen. Hierbei handelt es sich um einen der weltweit größten innerstädtischen Parks. Gerade Freizeitsportler aller Art finden sich hier en masse. Ob Radfahren, Joggen, Fußball-, Frisbee-, Wikingerschach-, Bocciaspielen oder gar Surfen – hier ist alles möglich. Richtig gehört: Im Englischen Garten wird auch gesurft. An mehreren Stellen formt die Isar die wohl stabilsten, dauerhaft surfbaren Flusswellen der Welt. Wer sich selbst auf die bekannte Eisbachwelle wagen möchte, sollte einiges an Surferfahrung mitbringen und sich auf eine starke Strömung gefasst machen. Für alle anderen gilt: Einfach die spektakulären Surfversuche der erfahreneren Surfer:innen genießen!

Riversurfer sind in der Prinregentenstraße zwischen Haus der Kunst und Bayerisches Nationalmuseum
Vor dem Bayerischen Nationalmuseum – Höhe Prinregentenstraße 3 – stehen die Skulpturen LOVE. Um die Ecke kommt man direkt in den Englischen Garten.

Möchte man sich bei schlechtem Wetter dennoch etwas bewegen und anschließend gleich auch entspannen können, empfiehlt sich der Besuch eines renommierten Badehauses in der Stadt. Am Müller’schen Volksbad kommt man dafür eigentlich nicht vorbei. Geschwommen und sauniert wird hier in Jugendstilhallen, in denen klassische Motive von Carl Hochedes hängen. Die Decken sind mit gemustertem Stuck bedeckt und durch die teilweise skurril wirkenden Lampenfassungen und schmiedeeisernen Geländer bekommt der Wellnesstempel eine ganz besondere Atmosphäre.

Wer den Samstagabend gerne etwas ausgelassener beenden möchte als einfach nur mit einem Abendessen in einem guten Restaurant, der kann sich in München und Umgebung auch bestens unterhalten lassen. Es gibt etliche Viertel, in denen sich Bars aneinanderreihen und in denen sich auch der ein oder andere Club findet. Das Glockenbachviertel gilt seit Jahren als das Szeneviertel und ist Anlaufstelle für viele Kreative, Künstler und generell junge, hippe Leute. Ob im Trachtenvogl, wo neben gutem Bier und spannenden Heißgetränken auch raffinierte Speisen auf der Karte stehen, im Für Freunde oder Holy Home, wo oft live entspannte Platten aufgelegt werden oder in der Zephyr Bar, wo sich in gediegener Atmosphäre spannende Drinks geniessen lassen – hier findet jeder seinen passenden Spot.

Bayern hat mit zwei Spielbanken in Garmisch und in Bad Wiessee am Tegernsee auch etwas für den Nervenkitzel. Durch Corona waren diese auch lange geschlossen. Für Ratschläge rund ums Spiel ist es ratsam, sich vorab in Casino-Communities umzuhören und sich mit anderen Interessierten auszutauschen. Erfahrenere Spieler wissen oft auch über spezielle Events Bescheid und können dafür konkrete Tipps verraten.

Ein Besuch im Museums-Areal von München gehört zum Pflichttermin
Ein Besuch im Museums-Areal von München gehört zum Pflichttermin

Der Sonntag und die Abreise

Während der Samstag vielleicht etwas wilder und actiongeladener zuging, steht sonntags alles im Zeichen der Kultur. Ziel ist das Kunstareal München im Museumsviertel der Maxvorstadt. Highlights dürften die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne sein. Im Umfeld der drei Pinakotheken rund um den Königsplatz finden sich auf dem knapp 66 Hektar großen Kunstareal jedoch auch eine ganze Menge weiterer Kunst-, Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen.

An der Zahl sind es genau 16 Museen und Ausstellungshäuser, ungefähr 40 Galerien und sechs Hochschulen. Um ein paar weitere Namen zu nennen, die man sich merken sollte: Das Museum Brandenhorst, die Glyphtothek, das Lenbachhaus und die Staatliche Antikensammlung. Auch das Paläontologische Museum und die Geologische Staatssammlung, die mit ihren Sammlungen immer wieder erstaunen, liegen nicht weit entfernt.

Im Park von Schloss Nymphenburg kann man nach belieben Flanieren und die Seele baumeln lassen.
Im Park von Schloss Nymphenburg kann man nach belieben Flanieren und die Seele baumeln lassen.

Um nach einer geballten Portion Kunst und Kultur den Kopf wieder etwas frei zu bekommen, empfiehlt sich für den Nachmittag ein Besuch des weitläufigen Schlossparks Nymphenburg. Die 180 Hektar große Anlage gilt als absolutes Meisterwerk der Gartenkunst und beherbergt mit dem Schloss die Sommerresidenz und gleichzeitig ein Lieblingsschloss der Wittelsbacher. Der riesige Palast gilt auch als das Hauptwerk des höfischen Münchens.

Egal ob im Sommer oder im Winter – die Anlage, in der leicht auch ein ganzer Tag verbracht werden kann, hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz. Seen, beeindruckende Architektur, Tiere (von Schwan bis Reh läuft und schwimmt einem hier vieles über den Weg) und sogar Gondelfahrten machen den Schlosspark zum perfekten Ziel, um den Aufenthalt in München ruhig zu Ende zu bringen. Wer etwas exotischeres Grün sucht, kann einfach auch in den großen Botanischen Garten wechseln, der an den Schlosspark Nymphenburg nach Norden anschließt.

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