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Thomas Gottschalk über seinen außergewöhnlichen Fashion-Stil

Er hat seinen ganz besonderen Style! Blauer oder grauer Anzug, weißes Hemd, farblich abgestimmte Krawatte – Fehlanzeige! Moderator Thomas Gottschalk begeistert das TV-Publikum seit Jahrzehnten nicht nur mit seiner Schlagfertigkeit, sondern vor allem auch mit seinem ganz persönlichen und extravaganten Modestil. Wir schnappten uns den Entertainer mit seiner Partnerin Karina Mroß zum Interview im neuen Luis Trenker Store!

Thomas Gottschalk mit Freundin Karina Mross und Michi Klemera (Gründer vom Label Luis Trenker) Foto: BrauerPhotos / G.Nitschke

Fesch in Luis Ttrenker! Thomas Gottschalk mit Freundin Karina Mross war natürlich in Luis Trenker gekleidet. Er trug ein Cord-Sakko mit auffälligem Paisely-Muster (Modell ‚Sandro‘, Preis: 499 Euro), sie kam im Modell ‚Randa‘ (399 Euro).

Die Berg- und die TV-Legende – für Michi Klemera eine wunderbare Kombination: „Thomas hat sich schon im Jahr 1998 das erste Mal aus Überzeugung und Sympathie zur Marke in Luis Trenker eingekleidet, das war in unserem damaligen Showroom in München. Er ist mittlerweile ein lieber Freund geworden. Er ist authentisch, ehrlich, greifbar und unwahrscheinlich sympathisch. Was uns beide verbindet? ‚Ich glaube wir beide können gut mit Menschen umgehen, wir lieben Menschen und den Kontakt zu ihnen, wir haben beide einen klaren Charakter, unseren eigenen Stil und wir lieben beide das Schöne.“

Thomas Gottschalk und Luis Trenker – warum passt das gut zusammen?

Thomas Gottschalk: „Ich finde, das sieht man doch sofort! Ich bin der legitime Erbe von Luis Trenker (lacht). Ich bin zwar nicht so flink wie eine Bergziege, aber auch in einem gewissen Alter, in dem man noch weiß, was ein Gipfelkreuz ist. Und dieses hat Luis Tenker oft in seiner Geschichte erwähnt. Er ist einer von den Figuren, mit denen ich groß geworden bin. Dass Michi Klemera sein Label nach ihm benannt hat, finde ich gut. Denn kein Mensch weiß heute mehr, wer Luis Trenker war – außer mir (lacht).“

Wie gefällt Ihnen der neue Store?

ThG: „Ich hoffe, dass die Münchner mit ihrer Affinität zur Trachtenmode bemerken, dass das cool ist. Das ist keine Seppl-Mode. Es hat folkloristische Anklänge, aber es ist cool. Wenn man mich so anguckt, dann sieht man nicht, dass ich in Tracht unterwegs bin. Diese Stoffe hätte es auch früher auf der Carnaby Street in London geben können. Und: Es ist toll verarbeitet, was mir zwar eigentlich Wurst ist. Aber wenn mich jemand fragt, was ich trage, dann sage ich: ‚Luis Trenker. Und das hier sind herrlich Nähte…‘“

Wieviel in Ihrem Kleiderschrank ist von „Luis Trenker“?

ThG: „Mein Kleiderschrank ist einer der wenigen, wo über 100 Prozent Klamotten drin sind. Ich würde sagen, von diesen 800 Prozent sind 200 Prozent Luis Trenker Sachen. (lacht)“

Sie tragen die Mode schon seit vielen Jahren. Gibt es Lieblingsteile?

ThG: „Ich habe einen Anzug von Luis Trenker: großkariert und in einem rötlichen Ton. Er ist aus einer Kollektion aus den, ich würde sagen, 90ern oder frühen 2000ern. Er passt mir noch, er sieht toll aus. Ich bringe es einfach nicht übers Herz, ihn wegzuhängen, nur weil er nicht mehr „dernier cri“ ist!“

Sortieren Sie auch mal was aus oder hängen Sie an Ihren Kleidungsstücken?

ThG: „Aussortieren? Ungern. Ich bin jemand, der sich schwer damit tut, Dinge, die ihm noch gefallen, wegzugeben. Ich trage ja Sachen, die nicht modisch, sondern unabhängig sind. Ich habe immer Sachen getragen, die die Welt nicht gebraucht hat. Und deshalb habe ich keinen Grund, sie heute auszusortieren, da sie damals schon keiner einsortiert hat.“

Wie lange dauert es, bis Sie so aussehen wie Sie jetzt aussehen?

ThG: „Das geht ruck, zuck. Ich habe einen Blick dafür. Ich renne auch nicht in irgendwelche Läden. Was ich ebenfalls nicht ausstehen kann: Wenn irgendwelche Verkäufer/innen kommen und sagen: ‚Damit sehen sie toll aus!‘ Ich stehe vor Spiegel und weiß genau, in welchen Teilen ich gut und in welchen ich dämlich aussehe. Wenn ich mal verzweifle, dann liegt es meistens an irgendwelchen Umkleidekabinen, in der fünf Neonröhren hänge und ich sage: ‚Freunde, ihr solltet hier besser gar nichts verkaufen‘.“

Hat Ihre Partnerin ein modisches Mitspracherecht bei Ihnen?

ThG: „Sie sagt immer: ‚Das sieht toll aus.‘“

Hat sie noch nie etwas aussortiert oder heimlich aus dem Kleiderschrank verschwinden lassen?

ThG: „Eine kurze Hose! Ich fand sie toll, aber da war ein Anker drauf. Sie sah ihr zu sehr nach Spielplatz aus. ‚Der kleine Tommy möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden…‘“ (lacht).

Viele Prominente haben sich schon als Mode-Designer probiert und eine eigene Kollektion auf den Markt gebracht. Können Sie sich so etwas auch vorstellen? Vielleicht für Luis Trenker?

ThG: „Ich hatte tatsächlich einmal, in meinen frühen Jahren, eine eigene Kollektion. Das war damals für einen Adidas-Ableger: Trainingsanzüge, bunt gestreift. Ich fand es toll, aber das hat damals kein Mensch gekauft. Deshalb lasse ich lieber die anderen machen.“

Was ist München für Sie?

ThG: „Ich war mein ganzes Leben lang immer begeistert von München. München ist die einzige Großstadt, in der ich wohnen könnte, wenn ich mittlerweile nicht in Baden-Baden leben würde. München ist nach wie vor großartig.‘

Wie würden Sie ihren eigenen Stil beschreiben?

ThG: „Genial.“

Interview: Andrea Vodermayr

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