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Deutsches Museum im Mini-Format jetzt am Flughafen

Vor mehr als 100 Jahren von Oskar von Miller gegründet, beherbergt das Deutsche Museum heute eine der größten und bedeutendsten naturwissenschaftlich-technischen Sammlungen der Welt. Naturgesetze, Instrumente und technische Verfahren werden auf wissenschaftlich hohem Niveau verständlich und unterhaltsam erklärt. Passagiere können jetzt vom Münchner Airport zu einer Mond-Mission starten! Alles über das Deutsche Museum am Flughafen!

Deutsches Museum am Flughafen. Abbildung: Deutsches Museum/VR-Dynamix
Hochrealistische Simulation: Der Lunar Rover bei einer virtuellen Mondfahrt. Abbildung: Deutsches Museum/VR-Dynamix

Zwei Jahre nach Inbetriebnahme des Satellitenterminals öffnet die DM-Lounge ihre Pforten: ‚So gesehen ist die neue Lounge des Deutschen Museums ein schönes Geburtstagsgeschenk, von dem natürlich vor allem die Reisenden profitieren werden. Sie finden künftig im Herzen dieses Passagiergebäudes eine echte Sehenswürdigkeit, die ihnen kostenlos Wissenswertes aus der Luft- und Raumfahrt auf ebenso spannende wie unterhaltsame Weise vermittelt‘, so der Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh.

Deutsches Museum am Flughafen Besonderheiten

Natürlich geht es in der neuen Außenstelle des Deutschen Museums vor allem um das Thema Luftfahrt. In einer Großvitrine sind 16 bildschöne Holzpropeller ausgestellt – darunter sogar einer der Gebrüder Wright. In einer weiteren Vitrine kann ein BMW-Flugzeugmotor der legendären „Tante Ju“ in Augenschein genommen werden. Neben der Ausstellungsfläche hat man einen perfekten Blick auf das Vorfeld des Münchner Flughafens.

Neu im Satelliten des Terminals 2 am Flughafen München: die Lounge des Deutschen Museums mit der Propeller-Vitrine. Fotocredit: Flughafen München

Am meisten Aufmerksamkeit aber dürften eine große Projektionswand und ein Steuerpult erzeugen: Hier können Passagiere mit Exponaten des Deutschen Museums spielen. In einer hochrealistischen Simulation können sie mit dem „Lunar Rover“ der Apollo-17-Mission über die Mondoberfläche fahren. Oder mit dem Gleiter von Otto Lilienthal vom Berliner „Fliegeberg“ in die Tiefe schweben. Die Besucher der Lounge können sogar Aufgaben lösen – wie in einem Computerspiel. Gleichzeitig erfahren sie dabei sehr viel über den Gleiter und das Mondauto.

„Wir wollen nicht mit der Computerspielindustrie konkurrieren“, sagte Professor Dr. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums. Gemeinsam mit Airportchef Kerkloh weihte er die Lounge ein. Heckl weiter: „Aber wir sehen natürlich die Möglichkeit, Besucher unsere einmaligen Exponate viel intensiver erleben zu lassen als bisher.“

Das Deutsche Museum, das einen Nachbau eines Mondautos ebenso besitzt wie einen Original-Gleiter von Lilienthal, hat diese Exponate sehr aufwendig scannen und digitalisieren lassen. „Und jetzt können wir sie sozusagen virtuell in ihren natürlichen Lebensraum zurückversetzen“, schwärmte Heckl.

Perfekte Luft- und Raumfahrt-Zeitreise

So können die Gäste am Münchner Flughafen zu einer Zeitreise von den Anfängen bis in die Gegenwart der modernen Luft- und Raumfahrt starten. „Diese Ausstellung baut auf einzigartige Weise die Brücke zwischen den Anfängen des Flugbetriebs in München zu dem hochmodernen Luftverkehrsdrehkreuz von heute. Auf diese Weise bringt die neue DM-Lounge gewissermaßen die historische JU 52 und den modernen Airbus A380 am Münchner Airport zusammen“, erklärte Kerkloh.

Virtueller Rundgang durchs Deutsche Museum

Auch das Deutsche Museum kann man in der Lounge erkunden – fast so, als sei man wirklich dort. Ein digitaler Rundgang durch das Deutsche Museum. Wer will, kann eine Tour durch 15 Abteilungen des Deutschen Museums antreten.

„Das ist ein Deutsches Museum im Kleinen“, sagte Heckl, „das man auf eigene Faust entdecken kann, ohne auf die Museumsinsel zu fahren.“

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