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Das wahre Gesicht von Venedig: Photographien von Christopher Thomas

Bernheimer Fine Art Photograhy präsentiert im Februar 2012 in den Galerieräumen der Brienner Strasse in München die Ausstellung Venedig – die Unsichtbare. Photographien von Christopher Thomas. In einer Stadt der Stille – menschenleer und ganz bei sich selbst, so wie wir Venedig aus Fotografien des 19. Jahrhunderts kennen, zeigt der Münchner Fotograf die besondere Stadt. Eine Monographie zu Christopher Thomas Venedig-Photographien mit Gedichten von Albert Ostermaier erscheint im Prestel Verlag und wird bei der Eröffnung der Ausstellung am 2. Februar 2012 präsentiert.

Christopher Thomas fotografierte Venedig. Bild: Campo della Pesceria. Fotocopyright: Bernheimer Fine Art Photography

Gezeigt wird eine Auswahl von über vierzig Photographien des Münchner Fotografen Christopher Thomas, der vor allem für seine Städteporträts New York Sleeps (2009) und Münchner Elegien (2001–2005) gefeiert wurde. In seinem neuen Werkzyklus Venedig – Die Unsichtbare entführt uns Christopher Thomas mit berückenden Stimmungsbildern in eine Stadt der Stille – menschenleer und ganz bei sich selbst, so wie wir sie aus Fotografien des 19. Jahrhunderts kennen. Für die Ausstellung hat die Kuratorin Ira Stehmann zusammen mit Christopher Thomas und in Absprache mit Blanca Bernheimer Arbeiten ausgewählt, die hier nun in größerem Umfang zum ersten Mal präsentiert werden.

Christopher Thomas hat die Photographien mit einer Großformatkamera und Polaroid Schwarzweiß-Filmmaterial vom Typ 55 , das mittlerweile nicht mehr produziert wird, aufgenommen. Dem Anspruch des Fotografen entsprechend, sorgt das heute seltene Filmmaterial für großen Detailreichtum und feinste tonale Nuancen. Aus dem Bestreben heraus, das wahre Gesicht Venedigs aufzuspüren, hat Christopher Thomas Anfang 2010 Domizil in der Stadt genommen, ist zu ihrem temporären Bewohner geworden.

Mitgebracht hat er ein Konvolut von 100 Arbeiten, die hier in einer repräsentativen Auswahl von Bildern präsentiert wird. Darunter klassische Ansichten der Paläste entlang des Canal Grande, des Dogenpalastes, des Markusplatzes, der Rialtobrücke u.v.m. Aber auch Motive abseits der bekannten Pfade, die nicht Teil unseres kollektiven Venedig-Bilder-Gedächtnisses sind, wie etwa
die abgelegenen Canali und Fondamente in Cannaregio, die mit Wäscheleinen geschmückten Gassen in Castello und die Gondelwerft San Trovaso in Dorsoduro.

Im Morgengrauen, wenn die Stadt noch schläft, kurz vor der Abenddämmerung oder bei Nacht im Mondenschein machte sich Christopher Thomas mit schwerem Gepäck – bestehend aus einer Linhof Technika Großformatkamera, einer Auswahl an Objektiven, einem Stativ, einem dunklen Samttuch und vielen Schachteln Polaroid 55 Filmmaterial – auf den Weg durch die Sestiere, die
verschiedenen Stadtteile Venedigs.

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