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Naturforscher David Attenborough mit bahnbrechender Umwelt-Doku

Nach dem jüngsten Interview von Prinz William mit dem Naturforscher Sir David Attenborough und dem anschließenden Dokumentarfilm „Prinz William: Ein Planet für uns alle“, der diese Woche anlief, ist das Thema Umwelt präsenter denn je! Sir David Attenborough macht uns alle nachdenklich, denn auch seine Doku auf Netflix ‚David Attenborough: Mein Leben auf unserem Planeten‘ zeigt die Menschheit, welche mit ihrem Lebensstil die Umwelt an ihre Grenzen gebracht hat! Können wir unsere Erde noch retten?

David Attenborough
Sir David Attenborough bei der National Audubon Society Annual Gala in New York 2018. Fotocredit: Lev Radin, Shutterstock

Prinz William steht zwar im Titel des neuen Films, doch ein anderer Royal ist ist am umweltfreundlichsten! Die Experten von SaveOnEnergy.com/uk bringen es auf den Punkt, wie umweltbewusst die königlichen Mitglieder sind. Sie erstellten einen Index, indem sie Daten über den CO2-Fußabdruck, ihr Engagement bei Umweltschutzorganisationen und umweltbewusste Lebensstile extrahierten und analysierten.

Bahnbrechende Umwelt-Doku

Zusammenhänge in der Natur war man sich damals nicht bewusst. Natur war Geschichtsunterricht. Erst viel später begriff David Attenborough die Grundprinzipien der Evolution auf unserem Planeten: ‚Alles befindet sich in einem langsamen, aber stetigen Wandel.‘ Doch der Mensch hat eingegriffen. ‚Die Erde hat ihre Wildnis verloren‘, sagt Attenborough und zeigt erschreckende Vorher-Nachher-Bilder, gepaart mit Naturwissen und bezeugt der Verlust der Natur. Können wir überhaupt noch etwas tun?

1937
Weltbevölkerung 2,3 Milliarden
Kohlenstoff in der Atmosphäre: 280 Teile pro Million
Verbleibende Wildnis: 66 Prozent

Vor 4 Milliarden Jahren begann das Leben auf der Erde und bis heute gab es fünf große Massensterben. Beim letzten starben nach einem Meteoriten-Einschlag auf der Erde die Dinosaurier aus. 3/4 aller Arten haben das aber auch nicht überlebt.

Holozän unser Garten Eden

Holozän (Nacheisalter) ist so beständig wie kein anderer Zeitabschnitt. Seit 10.000 Jahren schwankt die Durchschnittstemperatur um kaum ein Grad. Das Phytoplankton in den Ozeanen und die Wälder der nördlichen Hemisphäre speichern den Kohlenstoff und halten so die Atmosphäre im Gleichgewicht. Das Eis reflektiert die Sonnenstrahlen und bewahrt uns konstante Temperaturen auf der Erde.

Die Menschen als Spezies hat sich durch ihre Intelligenz fast automatisch zum Nachteil anderen Lebens auf der Erde weiterentwickelt, dass 1954 die Wildnis bereits schrumpfte.

Weltbevölkerung: 2,7 Milliarden
Kohlenstoff in der Atmosphäre: 310 Teile pro Million

Attenborough nimmt uns auf eine Zeitreise mit. Nach dem zweiten Weltkrieg machten uns zum Beispiel neue Technologien das Leben leichter. Die Zahlen der Kehrseite, welche sich damals keiner bewusst war: Bereits 1960 hatten wir eine Weltbevölkerung von 3 Milliarden und Kohlenstoff in der Atmosphäre: 315 Teile pro Million.

Life on Earth

Er beobachtete auf seine Weltreisen das Artensterben. Auf Ganze Walfangflotten schlachteten in den 70er Jahren viele Tiere in den Ozeanen ab. 1978 entdeckte er Buckelwale vor Hawaii nur, weil sie unter Wasser singen. Er beobachtete, dass sich Menschen für die Natur einsetzten, wenn man ihnen etwas bewusst machte. Auf einmal wurde aus industriellen Walfang ein Verbrechen und diese Bewusstsein wurden auf der ganzen Welt gefördert.

Als Attenborough mit seiner BBC-Sendung ‚Life on Earth‚ auf Sendung ging, war er bereits 50 Jahre alt und die Weltbevölkerung hatte sich bereits verdoppelt. Nichts und niemand konnte die Menschheit aufhalten.

1956 bekam er das erste Absterben eines Biotops mit. Borneo als drittgrößte Insel der Welt hatte eine funktionierenden Regenwald. Doch dieser wurde abgeholzt, um Ölpalmen zu pflanzen. Diese Monokulturen schafft tote Lebensräume. ‚Die Natur mit ihren Lebewesen veränderte sich zum Nachteil‘

Kein Ökosystem kann das überleben!

Er zeigt auf, das Wälder zum Roden für manche Menschen doppelt lukrativ sind. Denn man nutzt das Holz und schafft ja Anbauflächen. Was wir nicht wissen: Die Hälfte der Regenwälder gibt es nicht mehr. 3 Billionen Bäume wurden gefällt. Alles ein Jahrtausend Jahre langer Prozess. Die Schäden werden sich summieren und ‚Kein Ökosystem kann das überleben!‘, weiss der Naturforscher.

Ende der 90er Jahre war Attenborough auch ein Mitglied des Sendungs-Teams ‚Unser blauer Planet‘! Er kann diese Unterwasserwelt kaum beschreiben, so schön war sie damals. Bereits 90 Prozent dieser Großfische sind abgefischt. Hier beginnt das Dilemma, denn ohne große Fische oder Meeresräuber fehlen Nährstoffe für den wichtigen Kreislauf mit Plankton. 1998 stieß ein Drehteam auf ein Phänomen: Korallenriffe, welche sich weiß färbten und dann abstarben. Schon bald wußte man, dass es am Anstieg der Temperaturen lag.

Voraussetzung für erneutes Massensterben

Klimaforscher warnten schon damals davor, dass die Erde sich erwärmen würde, wenn wir fossile Energie verwenden. Wenn sich der Kohlenstoff in der Atmosphäre verändert, gerät das Klima aus dem Gleichgewicht! So war das bei allen fünf Massensterben auf der Erde.

1997
Weltbevölkerung 5,9 Milliarden
Kohlenstoff in der Atmosphäre: 360 Teile pro Million
Verbleibende Wildnis: 46 Prozent

Bis in die 90er Jahre war das Klima stabil, weil die Meere es ausgeglichen haben. Im Laufe seines Lebens besuchte er Orte am Polar, wo erst Eis und jetzt kein Eis mehr ist. Das macht ihm Angst, wenn diese unberührten und abgelegenen Ökosysteme auf eine Katastrophe zusteuern.

2020
Weltbevölkerung 7,8 Milliarden
Kohlenstoff in der Atmosphäre: 415 Teile pro Million
Verbleibende Wildnis: 35 Prozent

Ab Doku-Minute 46 zeichnet Attenborough unsere verheerende Zukunft, wenn wir nichts machen. Im Jahre 2030 nimmt der Klimawandel dramatisch mehr Tempo auf! Der erste Schritt ist, dass man ein neues Bewusstsein für sein Leben und dem Planeten auf dem wir leben bekommt! Unser Filmtipp: ‚David Attenborough: Mein Leben auf unserem Planeten‘ auf Netflix

2018 hat er bereits vor der UN hat er den Ausweg genannt: Re-Naturieren! In seinem Film erklärt er es. Für das Jahr 2100 rechnet man mit einer Weltbevölkerung von 11 Milliarden!

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