Dienstag , Mai 17 2022
Home / München exklusiv / Für mehr Stadtgrün: München’s großes Glück …

Für mehr Stadtgrün: München’s großes Glück …

… mit dem Englischen Garten. Die Stadt heizt sich wie andere deutsche Großstädte im Sommer natürlich auch auf. Durch die grün-blaue Infrastruktur aber nicht so schlimm wie andere Städte. Der Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. tritt für mehr Stadtgrün ein. Als Experten für Garten und Landschaft hatten sie letztes Jahr einen Filmwettbewerb ins Leben gerufen. Das Münchner Filme-Duo NOZY gewann, welche natürlich auch in München drehten!

Fariba Buchheim (27) und Andreas Pfohl (30) sind bereits seit 2018 Inhaber der Filmproduktionsgesellschaft NOZY. Seit 2017 studieren sie an der HFF. Fotocredit: Marco Wolpert, BGL

Schnee und Minusgrade herrschten bei den Dreharbeiten zum Imagefilm der Initiative „Grün in die Stadt“ Mitte November 2021 in München. Doch den Wintereinbruch sieht man dem 38-Sekunden-Film nicht an. Vor und hinter der Kamera: Fariba Buchheim und Andreas Pfohl. Sie hatten im Juli 2021 den Filmwettbewerb der BGL-Initiative „Grün in die Stadt“ gewonnen. Im Film werdet Ihr ein paar Netflix-Stars und Münchner Wahrzeichen entdecken:-)

Was bedeutet Stadtgrün für die Filmemacher?

„Wir leben mitten in München, ohne Garten – aber mit Hund. Da ist es schön, dass die Isar nur wenige Minuten entfernt ist und der Perlacher Forst schnell erreichbar. Das ist ein großes Stück Lebensqualität! Ich empfinde es als Riesenglück, mitten in der Stadt Grünangebote zu haben, die so gepflegt sind – wie bei uns in München. So was ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg. Davon brauchen wir überall in den Städten mehr‘, so Fariba Buchheim.

Zum Film!

Längst ist das Gewinnerduo mit seiner Filmproduktion NOZY FILMS im professionellen Filmgeschäft angekommen. Zudem wirken manche Mitglieder des 25-köpfigen Filmteams regelmäßig bei bekannten Fernseh- und Kinoproduktionen mit. Daher könnte man einige Gesichter von Darstellerinnen und Darstellern zum Beispiel aus Netflix-Serien kennen. Auch in den anderen Disziplinen waren Profis am Set: Darunter der mehrfach ausgezeichnete Kameramann Moritz Dehler und Chris Kühn als VFX-Artist. Kühn hat das wunderbare Parkbild am Schluss des Films kreiert, das gibt es so in der Wirklichkeit nicht.

Garten und Landschaft
Ein 25-köpfiges Filmteam drehte an einem Tag den Film ab. Foto: Marco Wolpert/BGL

Filmwettbewerb „Grün in die Stadt“

Rückblick: Im April 2021 fiel der Startschuss für den ersten Filmwettbewerb der BGL-Initiative „Grün in die Stadt“. Studierende und angehende Filmschaffende bekannter Filmhochschulen in Deutschland waren aufgerufen, sich zu bewerben: mit dem Drehbuch für einen Kurzfilm, der „Bock auf Stadtgrün“ macht und den großen Stellenwert von Parks und Grünflächen für Menschen herausstellt.

Der 1. Platz ging an „Stadtgrün darf keine Seltenheit sein“ vom Duo „NOZY“, das sind Fariba Buchheim und Andreas Pfohl. Nicht nur ihre Wettbewerbsidee funktionierte generationenübergreifend, auch die Musik gefiel der Jury auf Anhieb. „Überzeugend, professionell, positiv und mitreißend!“ urteilte Jan Paul, BGL-Vizepräsident und Vorsitzender des Ausschusses Stadtentwicklung, stellvertretend für die Jury. Die Initiative „Grün in die Stadt“ unterstützte die Filmproduktion der Erstplatzierten mit 15.000 Euro.

Fördermöglichkeiten durch „Grün in die Stadt“

Stadtgrün kann zunächst Aufwand und Investitionen bedeuten. Dafür stellen Bund und Länder in verschiedenen Fördertöpfen Mittel zur Finanzierung von Grünprojekten zur Verfügung. Beim Finden der optimalen Finanzierung für ihr städtisches Grün hilft der Förder-Check der Initiative „Grün in die Stadt“ des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL). Die gleichnamige Website bündelt Informationen zu vielen positiven Aspekten städtischen Grüns, Referenzprojekten und passenden Fördermöglichkeiten für Städte und Kommunen: www.gruen-in-die-stadt.de/

LESETIPP

Steht neues Konzerthaus für München auf der Kippe?

2017 gab es im Werksviertel die erste Ausstellung zum neuen Konzerthaus für München. Ministerpräsident Söder hat jetzt dazu eine 'Denkpause' verordnet, auf welche die Stiftung Neues Konzerthaus München irritiert und mit großer Sorge reagiert.