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Bayerische Staatsoper x Haus der Kunst mit neuartigen Ausstellungsformat

Alles neu macht der Mai 🙂 Zum ersten Mal präsentiert die Bayerische Staatsoper gemeinsam mit dem Haus der Kunst ein gemeinsames Ausstellungsformat, welches das gesamte Gebäude in der Prinzregentenstraße einnimmt.

„Das Programm am Haus der Kunst zielt darauf ab, neue Wege zu beschreiten und neue Partnerschaften zu schaffen, die sowohl Präsentation als auch Kanon der Werke radikal verändern. Die Opernbühne herauszufordern und gleichzeitig im Haus der Kunst mit einem neuartigen Ausstellungsformat zu Gast zu sein – keiner ist hierfür geeigneter als Rirkrit Tiravanija.“ – Andrea Lissoni, künstlerischer Direktor Haus der Kunst.

Bayerische Staatsoper goes Prinzregentenstraße

Bayerische Staatsoper goes Prinzregentenstraße
Bis dato fanden Ausstellungen im Haus der Kunst statt. Im Mai gibt es Kunst und eine Opernaufführung.

Die Neuinszenierung von Toshio Hosokawas Oper Hanjo in Kooperation mit der Bayerischen Staatsoper in der Westgalerie des Haus der Kunst ist ein Zusammenspiel von Oper, Tanz und Bildender Kunst.

Die Oper Hanjobasiert auf dem gleichnamigen modernen Nō-Theaterstück von Yukio Mishima (geb. 1915 / gest. 1970, Tokio), das von einem Drama aus dem 14. Jahrhundert inspiriert ist. Es erzählt die Geschichte der Geisha Hanako, die auf die Rückkehr ihres Geliebten wartet, und erforscht die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit. Die einaktige Oper wird im Rahmen des Ja, Mai Festivals gezeigt als Zusammenarbeit des belgischen Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui mit dem Künstler Rirkrit Tiravanija, unter musikalischer Leitung von Lothar Koenigs und mit Kostümen des Modedesigners Yuima Nakazato.

„Die Oper ist, um mit Richard Wagners Worten zu sprechen, ein Gesamtkunstwerk. Deshalb freue ich mich besonders, den Dirigenten Lothar Koenigs, den Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui, den Mode- und Kostümbildner Yuima Nakazato und den großen bildenden Künstler Rirkrit Tiravanija zusammenbringen zu können. Tiravanijas Kunst passt perfekt zu der Geschichte von Hanjo. Diese neue Kreation ist eine wunderbare Gelegenheit für einen Dialog zwischen einem Werk, großen Künstlern und dem Publikum, und schafft eine spannende Verbindung zwischen dem Haus der Kunst und der Bayerischen Staatsoper.“ – Serge Dorny, Intendant Bayerische Staatsoper.

Oper und Kunst unter einem Dach

Parallel zu den Aufführungen von Hanjo in der Westgalerie wird Tiravanijas Werk an verschiedenen Orten im Haus der Kunst präsentiert. Die Praxis des bildenden Künstlers und Performers konzentriert sich auf die künstlerische Produktion von sozialem Engagement, wobei er die Betrachter*innen häufig einlädt, seine Werke zu beleben, an ihnen teilzunehmen und sie zu aktivieren.

Tiravanija kreierte für das Haus der Kunst nicht nur eine Ausstellung, sondern bildet Verbindungen in das und aus dem Haus heraus, und lässt Überschneidungen zu Toshio Hosokawas Oper Hanjo entstehen:

Den Bühnenraum wird er mit einer Teezeremonie aktivieren. Im Gebäude und darüber hinaus wird es einen Workshop, ein Filmscreening mit Performance, öffentliche Interventionen sowie eine umfassende Präsentation seines filmischen Werks geben.

Was den Besucher u.a. erwartet

  • Intime Teezeremonien der japanischen Künstlerin Mai Ueda aktivieren das Bühnenbild von Hanjo in der Westgalerie.
  • Shot-by-Shot Remake von Rainer Werner Fassbinders Film Angst essen Seele auf (1974), aktiviert vom Schauspieler Florian Tröbinger in einer Bar im Terrassensaal.
  • Siebdruck-Workshop zum Bedrucken von T-Shirts im Atelier mit Slogan-Entwürfen von Tiravanija, die er der Oper Hanjo entnommen hat, mit dem Künstler Matias Becker.
  • Eine Serie von Tischtennisplatten des Künstlers, untitled 2013 (morgen ist die frage), im Terrassensaal laden Besucher*innen ein, sich aktiv zu beteiligen.
  • Die Videoarbeit untitled 2011 (pay attention) am Eingang des Haus der Kunst, sowie eigens für das Haus entworfene Banner an der Fassade.
  • Vorführung weiterer filmischer Werke des Künstlers im Auditorium.

Die Arbeiten von Tiravanija schaffen soziale und räumliche Situationen, die erst durch die Anwesenheit und Handlung der Besucher*innen ihre Form erhalten. Sie haben mit Vorstellungen von Gastfreundschaft, sozialem Raum und kultureller Identität zu tun, mit vielen Verbindungen in Tiravanijas Biografie. Geboren als Sohn eines thailändischen Diplomaten in Buenos Aires lebt er in New York, Berlin und Chiang Mai. Im Laufe seiner dreißigjährigen Karriere hat er Installationen, Malerei, Druckgrafik, Video, Fotografie, Mixed-Media-Assemblagen und Musik in seine Arbeit integriert.

Rirkrit Tiravanija Ausstellung

5.5.–29.5.23 | verschiedene Orte, Haus der Kunst
Hanjo: 5., 8., 10., 12., 14.5.23 | Westgalerie, Haus der Kunst

Prinzregentenstraße 1, 80538 München

Kuratiert von Emma Enderby mit Hanns Lennart Wiesner. Die Aufführung Hanjo von Toshio Hosokawa ist eine Kooperation des Haus der Kunst mit der Bayerischen Staatsoper München im Rahmen des Ja, Mai Festivals. Es ist die zweite Ausgabe des Festival für frühes und zeitgenössisches Musiktheater @Bayerische Staatsoper

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