Sonntag , Juni 7 2026
Home / Kunst & Kultur / Haus der Kunst: Wie Designerstühle eines Südtirolers für Bewegung und Begegnung sorgen!

Haus der Kunst: Wie Designerstühle eines Südtirolers für Bewegung und Begegnung sorgen!

Mit dem neuen, spielerischen Werk „Sitzung“ des renommierten italienischen Designers Martino Gamper wird die Mittelhalle im Haus der Kunst bis März 2024 zu einem neuen, sich ständig weiterentwickelnden sozialen Raum. Als Artist-in-Residence wird Martino Gamper dafür eine Reihe neu gestalteter Stühle entwerfen. Eine Weiterentwicklung seines gefeierten Langzeitprojekts „100 Chairs in 100 Days“!

Martino Gamper „Sitzung“ im Haus der Kunst in Zusammenarbeit mit Andrea Lissoni, Emma Enderby, Hanns Lennart Wiesner, Pia Linden und Camille Latreille. Illuminated by Occhio. Fotocredit: Judith Buss

Während der Laufzeit werden die Stühle von Besucher*innen und den Mitarbeitenden nach Belieben umgestaltet – um sich zu versammeln, auszuruhen und zu spielen. Die Mittelhalle verwandelt sich dadurch in einen lebendigen, sich ständig verändernden sozialen Raum. Die Neukonfigurationen sollen auf Regeln beruhen, die Gamper zu Beginn des Projekts aufstellt, um mit der Choreografie das Erscheinungsbild des Raums von Woche zu Woche zu verändern. Neben den Möbeln wird Gamper auch ein Lichtdesign entwerfen, das die Atmosphäre der Mittelhalle von einem normalerweise als Durchgangsraum genutzten Bereich in einen Ort des Zusammenkommens verwandelt.

Verändert die Mittelhalle im Haus der Kunst bis März 2024:

Der Südtiroler Martino Gamper ist international bekannt für sein bahnbrechendes Werk ‚100 Chairs in 100 Days‘. Als Erweiterung dieses Projektes wird die Mittelhalle im Haus der Kunst bis März 2024 zu einem besonderen Ausstellungsort für ihn.

Martino Gamper auf einem seiner berühmten Stühle. Fotocredit: Judith Buss
Martino Gamper auf einem seiner berühmten Stühle. Fotocredit: Judith Buss

„Für das Haus der Kunst werden die Möbel auf unterschiedliche Weise hergestellt, unter anderem mit handwerklichen und industriellen Verfahren und unter Verwendung einer großen Bandbreite von Materialien. Die Stühle werden experimentell, zweckmäßig, aber unvollkommen sein. Sie sind keine Produkte sondern Mittel, um das Sitzen als skulpturales Objekt zu erforschen.”, sagt Martino Gamper zur aktuellen Ausstellung in München.

Gampers künstlerisches Schaffen stellt die Grenzen zwischen Design und bildender Kunst in Frage. Er ist ständig auf der Suche nach neuen Wegen, um Design in unserem Alltag einzusetzen und zu aktivieren. Sein Werk bewegt sich dabei zwischen Kunst, Design, Performance und Kuration.

Andrea Lissoni, Künstlerischer Direktor Haus der Kunst: „Die Mittelhalle des Haus der Kunst ist ein außergewöhnlicher Raum. Die Zusammenarbeit mit Martino Gamper und unserem Kurations- sowie dem Vermittlungs- und Bildungsteam schafft die Möglichkeit, mit diesem wichtigen Raum zu experimentieren und alle einzuladen, buchstäblich ihren eigenen Raum zu schaffen.”

Das Haus der Kunst wird auch bei der Langen Nacht der Museen in München am 14. Oktober 2023 mit dabei sein.

LESETIPP

Lappland: Arktische Weite, Nordlichter und die neue Kunst des Reisens

Warum der hohe Norden 2026 zum Sehnsuchtsziel für Reisende wird, die Stille, Natur und authentische Erlebnisse suchen.

Ferrari Amalfi am Tegernsee: La Dolce Vita trifft Alpenkurve

Eine Hommage an den V8: Nur ein paar Tage vor der vieldiskutierten Enthüllung des elektrischen Ferrari Luce in Rom feierte die Casa Ferrari am Tegernsee das pure, klassische La Dolce Vita. Wir haben den neuen Ferrari Amalfi durch die Alpenkurven dirigiert. Ein Fahrbericht über den neuen Grand Tourer.