Donnerstag , Dezember 12 2019
Home / Kunst & Kultur / Ladies Art Lunch @Kunsthalle München

Ladies Art Lunch @Kunsthalle München

Seit 2015 bittet die Kunsthistorikerin und Geschäftsführerin von Kunstkonnex Artconsulting Dr. Sonja Lechner zwei Mal pro Jahr inspirierende Frauen in Führungspositionen zum Ladies Art Lunch ins Museum. Dieses Mal war der Direktor der Kunsthalle München, Dr. Roger Diederen, Co-Gastgeber. Bereits während des Champagnerempfangs begann das Netzwerken der 136 Damen. Das Restaurant der Kunsthalle war bis auf den letzten Platz belegt. 

Ladies Art Lunch von Dr. Sonja Lechner (links) mit Co-Gastgeber Dr. Roger Diederen (Direktor Kunsthalle München) und Kristina Tröger (Präsidentin Club der Europäischen Unternehmerinnen). Fotocredit: Stefan Heigl

Die aktuelle Ausstellung „In einem neuen Licht – Kanada und der Impressionismus“ bot den perfekten Rahmen für diesen exklusiven Kunstevent in München. „Sonja Lechners Herrenrunde war zu Gast in der Kunsthalle während der Faust-Ausstellung, und es wurde nun höchste Zeit, dass auch endlich der Ladies Art Lunch hier stattfinden würde. Dass dies jetzt zu den kanadischen Impressionisten passiert, passt perfekt, da es auch durchaus viele Künstlerinnen neu zu entdecken gilt. Wie mussten Frauen sich vor hundert Jahre ihre Position erkämpfen und wie müssen sie das heute immer noch tun? Brennende Themen aus Kunst und Gesellschaft zu besprechen, dazu liefert der Ladies Art Lunch die ideale Plattform und als Direktor der Kunsthalle freue ich mich sehr, daran mitzuarbeiten.“, so Roger Diederen.

Traditionelle Rede zum weiblichen Netzwerken

War beim letzten Ladies Art Lunch in der Villa Stuck „equal pay“ ihr Thema gewesen, wählte Dr. Sonja Lechner dieses Mal ein sehr persönliches: Nachdem sie kürzlich von einer unbekannten älteren Dame öffentlich beschimpft wurde, beschloss sie, ihre Rede der Solidarität unter Frauen zu widmen: „Gleichberechtigung wird immer ein Abstraktum bleiben, wenn wir uns weigern, uns völlig unabhängig von der Altersfrage als das zu schätzen, was wir sind: starke Frauen, die durch Diversität punkten, nicht durch Konformität.

„Persönlichkeit fängt da an, wo der Vergleich aufhört“, hat Karl Lagerfeld einst auf den Punkt gebracht und genau so ist es: wenn wir mit uns im Reinen sind, ist es völlig unerheblich, ob die anderen Frauen um uns herum 20 oder 90 sind und welches Lebensmodel sie leben: dann können wir sie für das feiern, was sie leisten, und uns für unsere eigene Leistung würdigen lassen. Ich mag keine Menschen, die andere klein machen, um sich selber Größe zu verleihen. Die Rednerin Cordula Nussbaum hat es in einem Interview jüngst auf den Punkt gebracht: „Ich denke, alles Lästern, Hetzen, Sich-moralisch-über-andere-Erheben – das tun immer nur diejenigen, die mit ihrem Leben unzufrieden sind. Wenn wir selbst tun, was wir richtig finden, können wir mit anderen großzügig sein.“

Besondere Solidarität unter Frauen

Lechner rief zu Solidarität auf, um Gleichberechtigung endlich Wirklichkeit werden zu lassen. ‚Wenn in Deutschland Frauen im Durchschnitt immer noch 21 % weniger verdienen für exakt die gleiche Tätigkeit wie Männer, wenn die Gender Pension Gap bei 53 % liegt, dann können langfristig nur wir Frauen dies gemeinsam ändern, indem wir in den Positionen vertreten sind, in welchen wir den Rahmen der Erwerbstätigkeit anders gestalten können.“

Lechner erhielt tosenden Applaus für ihre Rede. „Ich finde das Thema der Rede zu Solidarität unter Frauen sehr wichtig, da wir nur etwas erreichen, wenn wir unsere Potentiale bündeln“, so Dorothea Höhn (biscuits loungewear). Margit Dittrich, Gründerin des Frauennetzwerkes „Frauen-verbinden“, ergänzte: „Unser aller Aufgabe und Ziel, auch im Netzwerk Frauen-Verbinden, ist es, Frauen sichtbarer zu machen, sich gegenseitig zu inspirieren und einen Austausch zu unterschiedlichen Themen auf Augenhöhe zu ermöglichen – daher ist die von Frau Dr. Lechner in der Rede thematisierte Solidarität so wichtig.“

Effizienz weiblicher Netzwerke

Nach dem Lunch begaben sich die Damen in die Ausstellungsräume, wo sie Dr. Diederen für den kanadischen Impressionismus begeisterte. Auf Anfragen nach Fördermöglichkeiten dieser Kunstinstitution wies Dr. Diederen darauf hin, dass es zwar keinen Förderverein der Kunsthalle gebe, jedoch die Möglichkeit, einzelne Leihgaben zu unterstützen. Alleine der Transport und die Versicherung hochkarätiger Ausstellungsstücke sei im 5-stelligen Bereich anzusiedeln. (übrigens gibt es die Ausstellung noch bis 17. November in München zu sehen!)

exklusiver Kunstevent in München
Kristina Tröger (CeU) mit Babette Albrecht (Aldi). Fotocredit: Stefan Heigl

Unter den Gästen dieses exklusiven Kunstevent in München waren:

Unternehmerinnen wie Babette Albrecht (Aldi Nord und Trader Joes), Marina Meggle (Meggle) oder Corry Müller-Vivil (Vivil) oder Daniela Brunner (Giulia & Romeo).

Entscheiderinnen im Kunst- und Kultursektor wie Dr. Alexandra Gräfin von Arnim (Kunstareal München). Nicola Gräfin von Keglevich (Sotheby’s), Dr. Angelika Nollert (Direktorin Neue Sammlung), oder Margot Brandlhuber (Leiterin der Sammlungen, Museum Villa Stuck).

Verlegerinnen und Journalistinnen wie Dr. Marcella Prior-Callwey (Verlegerin), Waltraut von Mengden (Präsidentin VZB) oder Betina von dem Knesebeck (Verlag).

Frauen in Führung im Bankwesen wie Dr. Antje Kuttner (Münchner Bank) oder Kathrin von Ilberg (Unicredit).

Und Managerinnen wie Sigrid Bauschert (Vorstand Management Circle), Elke Benning-Rohnke (Frauen in den Aufsichtsrat), Dr. Sonja Puell (TÜV Süd).

Juristinnen wie Dr. Heidi Mahr (Rechtsanwälte Noerr), Sabine Böck (Becker Büttner Held RA), PR-Expertinnen wie Andrea Schoeller (Schoeller & Rohlingen), Simone Nickl (Nickl PR), Daniela Goldmann (Goldmann PR), Caroline von Waldburg (Waldburg PR) oder Charlotte von Oyenhausen, u.v.m.

LESETIPP

Adventsfeier-Kontrastprogramm im Arri Kino: Neuer True-Crime Sender lud zum Screening

Der Sender Crime + Investigation feierte die TV-Doku „The Invisible Line - Die Geschichte der Welle” in der Astor Filmlounge im Arri Kino in München. TV TIPP: 19.12. 2019 um 20.45 Uhr