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Lösung für Oldtimer & Co.: Autoteile aus dem 3D-Drucker

Der 3D-Druck revolutioniert seit vielen Jahren viele Branchen, darunter auch die Automobilindustrie. Er ermöglicht es Automobilherstellern, Teile und Komponenten präziser, schneller und vor allem billiger herzustellen. Die populärsten Beispiele für den Einsatz des 3D-Drucks in der Automobilbranche:

Wenn ein Autoteil im Oldtimer defekt ist, kann das Autoteile aus dem 3D-Drucker die letzte Möglichkeit sein, dass das Fahrzeug fahrtauglich bleibt.
Wenn ein Autoteil im Oldtimer defekt ist, kann das Teil aus dem 3D-Drucker die letzte Möglichkeit sein, dass das Fahrzeug fahrtauglich bleibt.

Hersteller wie BMW, Bugatti, Mini, McLaren und auch Porsche setzen bereits bei Neuwagen auf Autoteile aus dem 3D-Drucker. Beim Porsche 911 GT 2 RS ist es ein Kolben. Beim Hypersportwagen Bugatti Chiron ist es eine Auspuffblende. Im Sommer 2020 hat BMW in München Oberschleißheim einen Campus speziell für 3D-Druck eröffnet und über 15 Mio. € investiert. Das Team beschäftigt sich dabei insbesondere mit der Automatisierung von Prozessketten, die bisher sehr viel manuelle Arbeit gebunden haben, um die 3D-Druckverfahren wirtschaftlicher zu gestalten und langfristig eine Großserienproduktion zu ermöglichen.

Prototypen mit Prototyping

Mit dem 3D-Druck können Automobilhersteller neue Teile und Komponenten viel effektiver und effizienter als mit herkömmlichen Methoden prototypisieren. Das macht den Prozess des Entwerfens und Testens neuer Autos schneller und billiger, und die Ergebnisse sind genauer, da Fehler und Irrtümer viel unwahrscheinlicher sind. Mit gedruckten Prototypen können verschiedene Versionen schneller getestet und verändert werden. Concept Cars sind prädestiniert für Autoteile aus dem 3D-Drucker.

Personalisierung – Maßgeschneiderte Teile auch für Privatpersonen

Der 3D-Druck macht die Personalisierung von Autos exklusiver. So kann der Hersteller einzelne Elemente der Karosserie oder des Innenraums des Fahrzeugs so gestalten, dass diese genau auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind. Einige Ersatzteile sind oftmals einfach nicht mehr verfügbar oder ganz schwer zu finden sind. Für einen Oldtimer-Besitzer könnte dies sogar bedeuten, dass er sein Sammlerstück nicht mehr fahren kann. Der 3D-Druck macht die Sache einfacher. Dadurch wird jedes Auto zu einem Einzelstück, was sogar seinen Wert für einen potenziellen Käufer erhöht. Bei 3DGence kann man überprüfen, welche industriellen 3D-Drucker aktuell zur Verfügung stehen.

Einfache Herstellung von Ersatzteilen

Jeder Fehler wird im Herstellungsprozess sofort erkannt, dass man mit dem 3D-Druck schneller ans Ziel kommt. Dadurch werden kostspielige Herstellungsprozesse vermieden, die oft mit der Produktion von Originalersatzteilen verbunden sind. Gedruckte Ersatzteile sind mittlerweile oft robuster und gleichzeitig leichter, was zu einer höheren Qualität und Leistung des Fahrzeugs führt.

Beim Hypersportwagen Bugatti Chiron ist eine Auspuffblende aus dem 3D-Drucker.
Beim Hypersportwagen Bugatti Chiron ist eine Auspuffblende aus dem 3D-Drucker.

Herstellung von Werkzeugen

Der 3D-Druck ermöglicht auch die Herstellung von Werkzeugen, die für die Automobilproduktion benötigt werden. Richtig konzipierte und gedruckte Werkzeuge können die Effizienz des Fertigungsprozesses erhöhen und die Zeit für die Herstellung einzelner Automobilkomponenten verkürzen.

Weitere Beispiele für den Einsatz von 3D-Druckern in der Automobilbranche

Innovationsfreudige Designer und Ingenieure können mit dieser Technologie kühne Ideen umsetzen. So erstellt ein Unternehmen für Feuerwehrfahrzeuge einen Prototyp eines Verteilers mit Hilfe des 3D-Drucks. Dadurch werden die Hydrauliksysteme genauer und die Ausfallrate sinkt.

Ein weiteres Beispiel ist der elektrische Rennwagen von AGH Racing, der RTE 2.0 „LEM“, bei dem Komponenten wie das Batteriegehäuse mit einem 3D-Drucker gedruckt wurden.

Bereits 1991 produzierte die BMW Group erste Prototypenteile und setzte diese beim Bau von Konzeptfahrzeugen ein. 2010 hat das Unternehmen damit begonnen, kunststoff- und metallbasierte Verfahren zunächst in kleineren Serien einzusetzen. Dazu gehört das in den DTM-Fahrzeugen eingesetzte additiv gefertigte Wasserpumpenrad. Weitere Serieneinsätze folgten ab 2012 mit verschiedenen Bauteilen für den Rolls-Royce Phantom sowie den BMW i8 Roadster (2017) und den MINI John Cooper Works GP (2020). In letzterem sind bereits vier 3D-gedruckte Komponenten serienmäßig integriert.

Autoteile aus dem 3D-Drucker ermöglichen eine völlig neue Denkweise und Herangehensweise bei der Konzipierung und Designs von Fahrzeugen. Auf der IAA Mobility im September werden wir sicherlich wieder einige futuristische Autos entdecken.

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