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Spektakuläre Cyberattacken in Bayern

Mit Beginn des Internets hört man immer wieder von Hackerangriffen, welche ganze Unternehmen lahm legen und sensible Daten preisgeben. Das Münchner Helmholtz-Institut wurde erst letzten Monat Ziel einer Hackerattacke. Im Herbst letzten Jahres wurde von der Caritas in München Lösegeld gefordert. Und ständig werden Schulen in München und Umland attackiert. Cyberattacken sind mittlerweile so ein weit verbreitetes Problem, welches Einzelpersonen wie Unternehmen gleichermaßen trifft. Durch viele neue Trends in der IT-Branche, wie zum Beispiel Cloud-Computing werden Angriffsflächen leider noch größer, dass jeder Daten und Systeme schützen sollte!

security hacker
Auch in der Staatskanzlei München ist man wegen Hackerangriffen sensibilisiert. Erst 2020 wurde das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) gehackt. Fotocredit: EM

Cyberangriffe immer häufiger und ausgefeilter

Mit der Geschichte des Internets müssen wir bis ins Jahr 1988 zurückgehen, um die erste dokumentierte Cyberattacke zu finden. Ein Student hatte einen Computerwurm entwickelt – bekannt als ‚Morris-Wurm‘, welcher sich auf Unisex-Systemen verbreitete und sich immer replizierte, bis die Systeme abstürzten.

Seitdem hat es unzählige Cyberattacken auf verschiedene Arten von Systemen und Netzwerken gegeben, darunter DDoS-Angriffe, Malware-Infektionen, Pishing-Attacken oder Identitätsdiebstahl. Eine Studie von Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) aus dem Jahr 2020 bezifferte die tatsächlichen Kosten für ein Unternehmen aufgrund von Cyberattacken auf ca. 340.000 € Schaden. In Bayern nehmen die Cyber-Zwischenfälle, darunter Pishing-Betrugsversuche und Malware-Infektionen so zu, dass man Kontakt zu einem lokalen IT Dienstleister München immer haben sollte.

Hacker immer dreister

Eine der bekanntesten Cyberattacken in Deutschland war der Angriff auf den Deutschen Bundestag im Jahr 2015. Obwohl der Angriff nicht direkt in München stattgefunden hatte, spielte die Landeshauptstadt aufgrund der verzahnten Netzwerk-Struktur eine wichtige Rolle in der Untersuchung des Angriffs. Es wurden sensible Daten wie E-Mails und interne Dokumente aus dem politischen Umfeld gestohlen. Die Täter wurden nie gefasst, was ein weit verbreitetes Phänomen ist, auf welches wir im letzten Abschnitt zu ‚Strafen für Hacker‘ eingehen.

2019 wurde das Münchner Unternehmen Wacker Chemie als eines der größten Chemieunternehmen der Welt Opfer eines Ransomware-Angriffs, welcher zu erheblichen Betriebsstörungen führte. Die Hacker forderten eine hohe Lösegeldzahlung im Austausch für die entschlüsselten Daten.

2020 erwischte es das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA). Gestohlen wurden sensible Daten, u.a. Dokumente von Unternehmen.

Security Hacker
Besonders Mitarbeiter müssen sensibilisiert werden, da Hacker sehr oft über Mail Datenzugriff sich erschleichen. Fotocredit: iStock.com/peshkov

Wichtigsten Gründe, warum Cyberattacken zunehmen

 Mit der fortschreitenden Digitalisierung und der Vernetzung von Systemen und neuen Geräten entstehen ganz automatisch mehr Angriffsflächen, welche von Cyberkriminellen ausgenutzt werden. Firmen engagieren deshalb immer öfters ‚Security Hacker‘, welche in den IT Dienstleister Teams oft zu finden sind.

Neben der Komplexität der IT-Systeme stellen IT-Dienstleister immer wieder die mangelnde IT-Sicherheit vieler Unternehmen fest. Besonders die Sensibilisierung der Mitarbeiter ist oftmals unzureichend. Der Einsatz von Antivirus- und Anti-Malware-Software schützt nicht vor Cyberangriffe. Neben Zugangskontrollen und regelmäßige Backups sollte man neben regelmäßigen Systemüberprüfungen auch einen Krisenmanagement-Plan erstellen.

Eine der wichtigsten Konferenzen, welche sich mit Cyberkriminalität beschäftigte, war die ‚Command Control‘ von der Messe München. Trotz erfolgreicher Premiere im September 2018 mit rund 800 Teilnehmern aus 14 Ländern wurde die Konferenz in der Pandemie 2020 eingestellt. Vielleicht wird die Konferenz bald neu aufgelegt, denn Firmen wie Google, Apple, Microsoft haben ihren Deutschland-Hauptsitz in München, dass so eine Konferenz in München seine Berechtigung hätte.

Strafen und Aufklärungsquote bei Cyberangriffen

Die Aufklärungsquote bei Cyberattacken bleibt eine Herausforderung, denn trotz Verankerung im Strafgesetzbuch (Paragraph 89a StGB) mit Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen von über 10 Jahren, werden die Täter kaum gefasst.

Mittlerweile gibt es bereits internationale Abkommen, wie zum Beispiel die Europäische Agentur für Netzwerk- und Informationssicherheit (ENISA), um die Zusammenarbeit bei der Untersuchung und Verfolgung von Cyberkriminalität zu verbessern.

‚Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste‘ ist angesagt und deshalb sollten Personen und Unternehmen proaktiv Maßnahmen ergreifen, um Daten und Systeme zu schützen, um damit potenzielle Angriffe zu verhindern.

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