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Jüdische Kultur in München: Opening-Konzert mit exklusivem Empfang

In München dreht sich in der nächsten Woche alles um die jüdische Kultur. Zur großen Eröffnungsveranstaltung am Samstag kamen auch zahlreiche Prominente: Schauspielerin und Sängerin Jasmin Tabatabai und Schauspielerin und Bühnen-Star Sunnyi Melles, die das Programm in diesem Jahr mit gestalten.

Jasmin Tabatabai begeisterte auf der Bühne als Sängerin bei den Jüdische Kulturtage
Jasmin Tabatabai begeisterte auf der Bühne als Sängerin: „Die Musik ist für mich ein kleiner Urlaub vom Alltag!“ Fotocredit: Sabine Brauer BrauerPhotos

Viel Applaus gab es für Jasmin Tabatabai: Sie eröffnete die Kulturtage musikalisch und begeisterte mit Liedern von jüdischen Literaten und Komponisten der 20iger und 30iger Jahre sowie Jazz- und Chanson-Arrangements mit dem David Klein Quartett. „Es ist mir eine große Ehe, dass ich die Jüdischen Kulturtage heute eröffnen darf. Ich selbst bin kein besonders religiöser Mensch. Ich sage immer, Musik ist meine Religion“, so Jasmin Tabatabai.

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Jüdische Kulturtage und die Verbindung zum Oktoberfest

„Jüdisches Leben gehört zu München wie die Isar. Und die jüdischen Kulturtage sind ein fester Bestandteil des Kulturlebens der Stadt und zählen zu den wichtigsten Termine in München im Kulturjahr“, so Münchens Zweiter Bürgermeister Josef Schmid (mit Frau Natalie) in seiner Begrüßungsrede. Mit seiner Anekdote zu Jasmin Tabatabei sorgte er auch für einige Schmunzler: „Die Eltern von Jasmin Tabatabai, ein iranischer Tourist und eine Münchnerin, haben sich im Jahr 1956 auf dem Münchner Oktoberfest kennen gelernt. Als Wiesn-Chef musste ich diese Geschichte unbedingt zum Besten geben. Nämlich um zu verdeutlichen, dass das Oktoberfest zur Völkerverständigung beiträgt und welche wunderbaren Dinge dort ihren Anfang nehmen.“

31.te Jüdische Kulturtage in München

„Musik ist das, was uns verbindet. Und was wäre die Welt ohne Kultur? Kultur kann uns auch durch schwere Zeiten bringen. Ich habe schon einmal die Jüdischen Kulturtage in Berlin eröffnet, das war damals unser allererstes Konzert. Die Schauspielerei ist mein Beruf, den ich erlernt habe und mit ganzem Herzen ausübe. Die Musik ist meine Zuflucht, mein Hobby, etwas, das ich nur für mich mache. Ich kann von der Schauspielerei leben, deshalb mache ich in der Musik keine Kompromisse, sondern nur das was ich gerne mache. Die Musik ist für mich wie ein kleiner Urlaub vom Alltag.‘

Sunnyi Meles, Dr. Charlotte Knobloch, Ilse Ruth Snopkowski und Judith Epstein. Fotocredit: Sabien Brauer / BrauerPhotos
Sunnyi Meles, Dr. Charlotte Knobloch, Ilse Ruth Snopkowski und Judith Epstein. Fotocredit: Sabien Brauer / BrauerPhotos

‚Es ist wunderbar, dass wir die Kulturtage heute mit so viel Musik eröffnen dürfen‘, so Schauspielerin Sunnyi Melles. Sie wurde an diesem Abend als neues Mitglied im Vorstand vorgestellt. und gestaltet ebenfalls das Programm des Festivals mit: Am 23. November liest sie gemeinsam mit dem Schweiz-französischen Publizisten Yves Kugelmann (Verleger der JM Jüdischen Medien AG) aus der Novelle „Rausch“ der jüdischen Autorin Irène Nemirwosky. ‚München und die jüdische Gemeinde sind Teil meiner kulturellen Heimat. Mein ganzer Werdegang und gerade meine Schauspielerei sind eng mit der jüdischen Kultur verbunden.‘

Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition mit neuer Präsidentin

Unternehmerin Judith Epstein ist seit kurzem Präsidentin der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V., welche die jüdischen Kulturtage veranstalten, und begrüßte die Gäste: ‚Wie wunderbar ist es, jüdische Kultur live zu erleben! Ich sehe hier viele bekannte, aber auch neue Gesichter. Das stimmt mich sehr froh. Diese Veranstaltung ist mittlerweile fest verankert in der Gesellschaft und im Münchner Stadtleben. Kultur ist die DNA einer jeden Gesellschaft.

Mit den jüdischen Kulturtagen möchten wir jüdisches kulturelles Leben in die Mitte der Stadt und in die Gesellschaft tragen. Wir haben dieses Jahr ein facettenreiches Programm aufgestellt, das Einblicke in die jüdische Tradition und Lebensweisen ermöglicht und einem breiten interessierten Publikum Grundgedanken aus der jüdischen Kultur nahebringt und so zu einem Dialog von Miteinander und Toleranz anregt.‘

Programm Highlights Jüdische Kulturtage

20. November: Der israelische Musiker Guy Mintus, der in New York lebt, brilliert mit multikulturellen Jazzinterpretationen – unterstützt vom Shooting-Star der jüdischen Musikwelt Kantor Yoed Sorek.

21. November: Alt-Oberbürgermeister Christian Ude erinnert anlässlich des 150. Geburtstags des ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern in einem Vortrag an den jüdischen Politiker, Journalisten und Revolutionär Kurt Eisner.

22. November: Einen Kabarettabend der besonders unterhaltsam-nachdenklichen Sorte geben Rabbiner Walter Rothschild und Pianist Max Doehlemann.

25. November: Sandra Kreisler brilliert mit ihrem modernen-jüdischen Programm „Schum Davar – Nicht glatt koschere Lieder“ (25.11.).

26. November: „Unser Verein ist judenfrei“ heißt der Vortrag von Sporthistoriker Prof. Lorenz Peiffer im Jüdischen Museum München. Im Vorfeld wird eine Kuratorenführung der Ausstellung „Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport“ angeboten.

Weitere Gäste @Konzert @Empfang

Dr. Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Mode-Designerin Susanne Wiebe, die mit ihrem Lebensgefährten Dr. Karsten Temme quasi direkt aus dem Urlaub zum Konzert kam. Georg Eisenreich (bayerischer Staatssekretär für Bildung, Kultus, Wissenschaft und Kunst). Ilse Ruth Snopkowski (Ehrenpräsidentin der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V.) mit Sohn Dr. Peter Snopkowski, der neues Vorstandsmitglied der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V. ist. Diana Iljine (Geschäftsführerin der Internationalen Münchner Filmwoche), Gabriel Lewy. Unternehmerin Corry Müller-Vivil („Ich bin aus Freundschaft zu den Veranstaltern und aus großem Interesse heraus hier“). Prof. Julian Nida-Rümelin mit Frau Nathalie Weidenfeld, Minzi Prinzessin zu Hohenlohe, PR-Lady Annette Zierer, welche die Veranstaltung mitorganisiert hatte, Charlotte Gräfin von Oeynhausen, Franz-Georg Strauß mit Frau Birgit, uvm.

Text: Andrea Vodermayr

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