Wenn sich im Juli der Innenhof von Schloss St. Emmeram wieder in eine Bühne für große Stimmen und große Roben verwandelt, wird nicht nur musikalisch ein neues Kapitel aufgeschlagen. Auch kulinarisch beginnt bei den Thurn und Taxis Schlossfestspiele eine neue Ära. Nach dem Ende der langjährigen Catering-Verantwortung 2025 übernimmt 2026 der Regensburger Gastronom Martin Kagerer die kulinarische Leitung. Das Konzept trägt den Titel „Mokuli im Schloss“ – benannt nach seinem Regensburger Fine-Dining-Restaurant Mokuli. Dass Kagerer zwei Restaurants erfolgreich führt – neben dem Mokuli weiterhin das etablierte ‚Zwischengrün‘ -, unterstreicht seine unternehmerische Erfahrung.

Die Handschrift: Präzision auf dem Teller
Im Mokuli zeigt sich, wofür Kagerer steht: klare Produktqualität und moderne Kompositionen. Gerichte wie ‚Zweierlei vom Yellowfin Thunfisch mit Romanesco, Blumenkohl und Artischocke‘ oder ‚Reh vom Gutshof Polting mit Pfifferlingen, Sellerie und einem überraschenden Akzent von Wassermelone‘ verdeutlichen die Balance aus Regionalität und internationaler Inspiration.
Am Abend werden zwei Menüs mit vier oder sechs Gängen angeboten – eines davon vegetarisch. Alternativ steht eine à-la-carte-Auswahl zur Verfügung. Mittags überzeugt ein fair kalkulierter Business Lunch in drei Gängen, ebenfalls mit vegetarischer Option.
Ein Gericht steht bereits fest
Zur Eröffnung am 10. Juli, wenn die Festspiele mit La Traviata starten, wird unter anderem Carpaccio vom Oktopus serviert. Ein klares Signal: Leichtigkeit, Präzision, Produktfokus – statt schwerer Bankettküche. Auch Rinderfilet zählt zu den gesetzten Komponenten. Klassik trifft Moderne – eine Kombination, die sowohl traditionelles Festspielpublikum als auch eine jüngere Genussgeneration anspricht.
Vom 10. bis 19. Juli 2026 stehen unter anderem Andrea Berg, David Garrett und Peter Maffay auf der Bühne. Doch wer die Schlossfestspiele kennt, weiß: Die Abende sind weit mehr als Konzerte. Mit „Mokuli im Schloss“ soll Kulinarik jetzt noch stärker Teil dieses gesellschaftlichen Gesamterlebnisses werden!
Martin Kagerer verleiht dem Fürstenhof eine neue kulinarische Handschrift

Fazit
Der Wechsel markiert keinen bloßen Caterer-Tausch, sondern eine Neupositionierung der Hospitality bei einem der renommiertesten Sommer-Events Süddeutschlands. Kultur, Netzwerk und Kulinarik rücken enger zusammen – und genau darin liegt der Reiz für ein Publikum, das Qualität nicht nur hört, sondern auch schmecken möchte.


