Freitag , November 16 2018
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Ladies Art Lunch: Tischnamen nach berühmten Künstlernamen

Er hat einen festen Platz im Kalender der Münchner Ladies – vor allem bei den kunstbegeisterten Damen! Regelmäßig lädt die Kunsthistorikerin Dr. Sonja Lechner zu ihrem „Ladies Art Lunch“ ein und bringt jedes Mal Powerfrauen in einer neuen und spannenden Location zusammen. Bei der jüngsten Ausgabe der Veranstaltung war der Schauplatz die Galerie „Stefan Vogdt“ in der Münchner Kurfürstenstraße. Die Gäste kamen nicht nur in den Genuss von kulinarischen Gaumenfreuden, sondern hatten auch die Gelegenheit, die Ausstellung „Border/Lines“ von Milana Schoeller zu bewundern.

Ladies Lunch für die Kunst (v.l.n.r.): Felicitas Vogdt, Dr. Sonja Lechner, Milana Schoeller und Petra Winter. Fotocredit: Gisela Schober/Getty Images
Ladies Lunch für die Kunst (v.l.n.r.): Felicitas Vogdt, Dr. Sonja Lechner, Milana Schoeller und Petra Winter, welche mit dem Magazin Madame Mitgastgeber war. Fotocredit: Gisela Schober/Getty Images

„Starke Frauen imponieren mir nun einmal“, erklärte Sonja Lechner. „Und sie zusammenzubringen, ist mir jedes Mal ein großes Vergnügen. Denn Gestaltungsmöglichkeiten und damit Macht brauchen Solidarität.“ Sie konnte dieses Mal 120 Frauen aus Führungspositionen in der Wirtschaft, aus Adel, Kunst, Kultur und Society begrüßen. Dazu zählten u.a. Minzi Prinzessin zu Hohenlohe, Natalie Schmid (Estée Lauder; Frau des zweiten Münchner Bürgermeisters Josef Schmid), Dr. Alexandra von Arnim (Kunstareal), Dallmayr Junior-Chefin Sunny Randlkofer. Und natürlich auch die Künstlerin Milana Schoeller: Sie lebt mit ihrem Mann, dem Musiker Ludvig Andersson (Sohn von „Abba-Star Benny Andersson) in Stockholm, war aber für den Lunch in ihre alte Heimatstadt München gekommen.

„Frauen sind für mich das stärkere Geschlecht“, so Milana Schoeller, „und deshalb bin ich heute eigens für diesen besonderen Tag nach München gekommen. Ich finde es wichtig, dass wir Frauen uns gegenseitig unterstützen und uns austauschen. Sonja macht das großartig“, so die Künstlerin, deren Werke noch bis zum bis zum 20. November in den Räumen der Galerie Vogdt zu sehen sind.

‚Frauen müssen Frauen weiterempfehlen!‘

Ausgehend von der Aussage einer Headhunterin, die sich auf das Vermitteln von weiblichen Führungskräfte in DAX-Unternehmen spezialisiert hat und feststellen musste, dass Frauen keine anderen Frauen weiterempfehlen, appellierte Dr. Sonja Lechner an ihre Gäste, genau dies zu tun: „Wir, die wir bereits in diesen Positionen sind, müssen die Voraussetzungen schaffen, dass der weibliche Faktor weiter zum Tragen kommt. Wir müssen dafür einstehen, dass auf den Ebenen, auf denen entschieden wird, eben nicht nur die Seilschaften der Männer wirken, sondern auch die femininen.

Wir müssen zusehen, dass wir nicht die anderen Frauen vom Platz an der Tafel verdrängen, sondern wir müssen vielmehr den Tisch derart erweitern, dass die Plätze für uns nicht mehr limitiert sind. Die Summe ist stets mehr als das Einzelne ihrer Teile: Wir erreichen unendlich viel mehr, wenn wir unsere Potentiale bündeln und uns eben nicht von dem hemmen lassen, was Frauen gemeinhin als Vorurteil entgegenschlägt: stutenbissig und konkurrenzierend zu sein.“

Und sie schloss ihren Vortrag mit folgenden Worten: „Überlassen wir diese Frauen also sich selber und konzentrieren wir uns auf tatsächliche Weiblichkeit, die meines Erachtens ganz wesentlich aus dem Denken an andere besteht. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir alles zurück erhalten, was wir geben: Wir gewinnen selbst an Größe, wenn wir andere erheben!“

Art Lunch Gäste: Sunny Randlkofer (Dallmayr) and Natalie Schmid. Fotocredit: Gisela Schober/Getty Images
Art Lunch Gäste: Sunny Randlkofer (Dallmayr) and Natalie Schmid. Fotocredit: Gisela Schober/Getty Images

Sie bekam viel Applaus für ihre Rede, unter anderem auch von Natalie Schmid: „Ich bin ein großer Fan von Sonja Lechner, deshalb bin ich hier. Zumal ich die Ausstellungseröffnung damals verpasst habe. Umso mehr freue ich mich, dass ich die wunderbare Kunst heute sehen kann.“ Worüber wird bei diesem Event geredet – über Kunst oder doch über die Politik? „Die Politik kann man heute sicherlich nicht verschweigen, denn es ist ein Thema, das uns alle angeht und unsere Zukunft betrifft.“

Kunst und Politik

Auch Gerswid Herrmann, die Frau des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, zählt quasi zu den Stammgästen. Sie war auch dieses Mal gerne dabei: „Diese Veranstaltung steht für Kunstgenuss und man trifft jedes Mal spannende Frauen.“ Wie steht sie zum Wahlergebnis? „Ich muss sagen, dass ich dankbar bin, dass der Wähler sich für die bürgerliche Mitte entschieden hat. Ich bin froh, dass die Linke raus ist und die AfD nicht das erwartete Ergebnis erreicht hat. Das stimmt mich zuversichtlich.“

Nach dem Empfang ging es in das Untergeschoss der Galerie, wo an 15 runden Tischen gespeist wurde. Bei Gazpacho von der Wassermelone, Tuna Poke Bowl, Loup de Mer oder Kalbslende und Mousse von der Vanille gab es ausreichend Zeit zum Networking und es wurden fleißig Visitenkarten getauscht, bis die Damen dann um 15 Uhr den Weg zurück nach Hause oder ins Office antraten.

Ladies Art Lunch Gäste

Die Tische waren nach berühmten Künstlerinnen benannt, von Jenny Holzer über Frida Kahlo bis hin Marina Abramovic. Weitere Gäste: Sophia Gräfin von Schaesberg, Annette Schnell (Dr. Schnell Chemie). PR-Lady Andrea Schoeller (Mutter von Milana Schoeller), Charlotte Gräfin von Oeynhausen, Waltraut von Mengden (Vorsitzende des Verbandes der Zeitschriftenverlage in Bayern). Corry Müller-Vivil (Pfefferminz-Dynastie), Katja Kleebach (Hermès), Unternehmerin Stefanie Peters, Veronika Rost (GF Estée Lauder), Prof. Bettina Reitz (HFF), u.v.m.

Text: Andrea Vodermayr

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