Dienstag , Oktober 16 2018
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Andreas Gabalier: Prominenter Autotester

Andreas Gabalier gibt weiterhin Vollgas! Und das nicht nur in beruflicher Hinsicht, sondern auch am Lenkrad. Der österreichische Musik-Überflieger testete im schönen Tirol den neuen Touareg. Trotz randvollem Terminkalender ließ er es sich nicht nehmen, die dritte Generation des Top-Modells von Volkswagen in der Gegend rund um den Wilden Kaiser Probe zu fahren. Beim Zwischenstopp auf der idyllischen „Ganslernalm“ hoch über Kitzbühel nahm er sich Zeit für ein Interview.

Für Autotests nimmt sich Andreas Gabalier auch sehr gerne Zeit!
Für diesen Autotest nahm sich Andreas Gabalier sehr gerne Zeit! Fotocredit: Paul Schirnhofer für Volkswagen

Er hat derzeit volles Programm: am ersten Juni kommt sein neues Album „Vergiss mein nicht“ auf den Markt, und die erste Single-Auskopplung mit dem Titel „Verdammt lang her“ erreichte innerhalb weniger Tage fast eine Mio. Aufrufe bei YouTube! Im Juni gibt er dann vor ausverkauftem Haus Konzerte u.a. in der Münchner Olympiahalle. Die Tour im Touareg (286 PS) war da eine willkommene Abwechslung. Zumal ihm viele Song-Ideen im Auto kommen, wie er im Interview erzählt.

Herr Gabalier, eine Testfaher in ihrer Heimat – ein Traum, oder?

Andreas Gabalier (nickt): „Das ist Genuss pur für mich. Ich habe eine sehr intensive Zeit im Tonstudio in Berlin hinter mir und ein sehr turbulentes und hektisches Stadtleben. Da tut es gut, zurück in dieser ländlichen Idylle zu sein. Hier kann man entschleunigen und entspannen – es ist Lebensqualität pur. Der Kaffee schmeckt hier an der frischen Luft viel besser. Und ein neues Auto ist für einen Buam natürlich immer ein Highlight. “

Sie haben beruflich gerade viel um die Ohren. Sind Sie jemand, der am Lenkrad abschalten kann?

Andreas Gabalier: „Absolut! Autofahren entspannt mich total. Ich muss gestehen, dass ich am Liebsten alleine fahre. Denn das bedeutet Zeit nur für mich. Ich hebe mir für die Fahrt oft Telefonate auf, denn tagsüber komme ich oft nicht dazu. Oder aber ich lege mir eine schöne Musik auf. Der Touareg ist schon seit vier Jahren ein wunderbarer Gefährte an meiner Seite. Er passt einfach zu mir: ein Volkswagen für den Volks Rock’n’Roller. Das Vorgängermodell war schon großartig, aber der Neue – das ist noch einmal ein großer Sprung nach vorne. Die Technologie lässt sich nicht aufhalten.

Gabalier über den neuen Touareg

Ein echtes Powerpaket, er fährt sich aber was das Handling angeht so einfach wie ein Golf. Man hat nicht das Gefühl, dass man rund zwei Tonnen bewegt. Auch was das Design angeht, sowohl außen als auch innen, ist er sehr fortschrittlich dank den großen und übersichtlichen Bildschirmen bzw. Touchscreens, die sich nach dem Fahrer ausrichten. Eine feine Sache. Alles ist schlicht und übersichtlich. Und genau da, wo man es braucht. Das gefällt mir sehr. Man hat den Zeitgeist perfekt getroffen. Und: Es ist ein Auto für jedermann. Mir gefällt vor allem das blaue Modell, obwohl blaue Autos früher nie mein Ding waren.“

Muss es bei Ihnen ein geräumiger SUV sein oder käme auch ein Kleinwagen in Frage?

Andreas Gabalier: „Ich mag es durchaus, genug Stauraum zu haben. Wenn zum Beispiel die Skier im Auto Platz finden und man auch ein paar Freunde mitnehmen kann. Vor allem im Winter – wir hatten hier so viel Schnee wie 15 Jahre lang nicht – ist ein SUV natürlich cool. Die Harmonika hat natürlich auch noch Platz.“

Beruflich geben Sie immer Vollgas. Sind Sie auch so rasant was das Fahren angeht?

Andreas Gabalier: „Ich bin voller Energie. Das wirkt sich natürlich auch aufs Gaspedal aus. Ich kann nun einmal keine halben Sachen machen. Das heißt nicht, dass ich wie ein Rennfahrer oder Rowdy unterwegs bin. Man muss einen Mittelweg finden und die Gesundheit geht natürlich immer vor. Aber meine Devise lautet: „Ganz oder gar nicht.“ Nur immer Dahinschleichen – das geht bei mir nicht (lacht).“

Kommen Ihnen auch am Steuer Ideen für neue Songs?

Andreas Gabalier: „Sehr oft sogar. Beim Autofahren, in der Nacht, beim Sport… Alle Ideen werden immer gleich danach auf dem Handy verewigt. Ich lese irgendwo eine Zeile, diese nehme ich auf und entstehen wieder Ideen für neue Songs.“

Und was hören Sie selbst im Auto? Ihre eigene Musik?

Andreas Gabalier: „Natürlich, vor allem dann wenn ich an einem neuen Album arbeite, so wie jetzt. Ich muss die Songs vom Tonstudio abnehmen und meinen Senf dazu geben (lacht). Das hat den positiven Nebeneffekt, dass die Texte sich gleich festigen. Das ist wichtig, denn am neunten Juni starten wir mit einem Auftritt in St. Gallen und am 16. Juni geht es dann nach München. Ich höre aber auch gerne Bryan Adams, mag generell rockige Musik. Zudem haben diese „Vollgas-Scheiben“ den Vorteil, dass man wach bleibt. Dafür ist die Sound-Anlage im Touareg natürlich perfekt. Eine Hammer-Anlage.“

Wie schaffen Sie es, bei Ihrem Mega-Erfolg nicht abzuheben?

Andreas Gabalier: „Das hat man in sich oder nicht. So etwas macht nicht der Erfolg mit einem. Wenn Menschen überheblich werden, dann waren sie auch vorher schon der Typ dazu. Ich sehe das alles sehr entspannt.“

Ist der Star-Rummel nicht manchmal anstrengend?

Andreas Gabalier: „Im Alltag ist es nicht so schlimm. Es ist ja auch nicht immer und überall der Fall. Und man lernt – wie bei allem im Leben – damit umzugehen. Es ist ein Teil meines Lebens. Jeder neue Lebensabschnitt ist anfangs neu und aufregend. Aber irgendwann findet man seinen Weg, damit umzugehen. Es gibt nichts was mich nervt oder was ich gerne ändern würde. Auch während des Schreibprozesses im März/April habe ich mir immer wieder kleine Auszeiten gegönnt: beim Skifahren oder bei Geburtstagsfeiern meiner Freunde. Die ganz normalen Dinge des Lebens eben. Diese genügen mir schon. Das ist Energiequelle genug. Ich brauche nicht zwei Tage Regeneration pro Woche wie viele andere Menschen. Ich bin ein sehr antriebsstarker und leistungsfähiger Mensch.“

Bald ist Urlaubszeit. Haben Sie Zeit für eine Auszeit?

Andreas Gabalier: „Sicher, denn Weihnachten kommt bestimmt (lacht). Mit einem Sommerurlaub sieht es dieses Jahr aber ehrlich sagt schlecht aus. Aber: Wer rastet, der rostet. Es gibt dieses Jahr ein neues Album, dann folgt die Tour im Herbst. Man muss zusehen, dass man abliefert und diesen Haufen Arbeit, den man sich aufgebürdet hat, wieder abarbeitet. Fürs nächste Jahr ist eine noch größere Stadiontour in Planung.“

Interview: Andrea Vodermayr

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