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Diversifikation bei Porsche: Erstes E-Boot feiert Weltpremiere

Erst im Oktober 2021 war Porsche auf der Suche nach einem Bootsbauer, um die Macan-E-Technologie von der Straße aufs Wasser zu bringen. Bereits im Januar 2024 feiert die erste eFantom auf der Fachmesse ‚boot‘ in Düsseldorf Weltpremiere. Erst einmal 25 Exemplare des vollelektrischen Sportbootes soll es geben. Außerdem klären wir die Frage, welchen Bootsführerschein man für Starnberger See oder Tegernsee dafür braucht!

Leinen los für die erste Frauscher x Porsche eFantom, mit welcher man als E-Boot sogar genug Speed hat, um Wasserski zu fahren
Leinen los für die erste Frauscher x Porsche eFantom. Fotocredit: Porsche AG, 2023

Erstes Porsche Boot mit E-Antrieb

Die vielen Bootsverleiher an allen bayerischen Seen bieten mittlerweile eine E-Bootsflotte an, liegen die Vorteile der Elektromobilität auch auf dem Wasser auf der Hand. Die Boote sind leise, geruchlos, doch die Performance hielt bis dato Bootsbesitzer vom privaten Kauf zurück.

Mit dem neuen Sportboot E-Fantom will Porsche nachhaltige Mobilität nicht nur allein auf Renn- und Straßenfahrzeuge beschränken. Gemeinsam mit der österreichischen Bootswerft Frauscher entstand ein Daycruiser, welcher sogar zum Wasserskifahren oder Wakeboarden geeignet ist, was mit den meisten E-Booten auf dem Markt nicht möglich war. Bei Interesse an einem der 25 ersten Boote kann man sich über vorab registrieren.

Braucht man für das neue E-Boot einen Bootsführerschein Binnen?

Obwohl Bootsführerscheine Binnen auf Boden- oder Gardasee und vielen Wasserkanälen Pflicht sind, besteht auf bayerischen Seen keine Pflicht. Oftmals benötigt man allerdings eine Lizenz zum Fahren, wie auf dem Starnberger See, welche man beim Landratsamt Starnberg gegen eine geringe Gebühr beantragen kann. Jedoch empfiehlt sich ein Bootsführerschein aus den verschiedensten Gründen. So deckt alleine die theoretische Ausbildung eine Vielzahl von Themen ab, welche einen viel Ärger ersparen können.

Von Navigation, Schifffahrtsrecht und Wetterkunde sollte man bei so einem teuren Boot (ab ca. 561.700 Euro netto für die eFantom) eine Ahnung haben. Diese Kurse werden oft von lokalen Bootsschulen angeboten und können als Abendkurse oder Intensivkurse am Wochenende absolviert werden. Die theoretische Prüfung besteht aus einem schriftlichen Test.

In der praktischen Prüfung übt man diverse Rettungsmanöver und das richtige Anlegen am Bootssteg. Zwar ist bei der eFantom im Docking-Modus für die Hafenfahrt das Tempo auf acht Knoten (umgerechnet 15 km/h) begrenzt, aber auch mit dieser Geschwindigkeit kann man an anderen Booten erheblichen Schaden anrichten, wenn man dies touchiert.

Alleine versicherungstechnisch wäre so ein Bootsführerschein Binnen vom Vorteil. Die Schadenssummen übertreffen bei weitem die Zahlen, wie man sie bei Autos kennt. Mit einem Bootsführerschein ist man abgesichert. 

Design von F.A. Porsche

Die neue Frauscher x Porsche 850 Fantom Air basiert zwar auf dem Daycruiser Frauscher 858 Fantom Air, dessen 8,67 Meter langen und 2,49 Meter breiten Rumpf nahezu unverändert übernommen wurde. Doch ein Porsche Boot hebt sich vom Design einfach ab, für welche F.A. Porsche Designstudio zuständig war. Zur Wahl steht übrigens die gesamte, von Porsche für seine Straßenfahrzeuge angebotene Farbpalette. Also warum nicht das Porsche Boot in der gleichen Farbe wie das Fahrzeug?

Porsche E-Mobilität jetzt auf der Straße und auf dem Wasser.
Porsche E-Mobilität jetzt auf der Straße und auf dem Wasser. Fotocredit: Porsche AG, 2023

Für den Einsatz auf dem Wasser hat Porsche seine für Straßenfahrzeuge konzipierte Antriebstechnologie optimiert und weiterentwickelt. So nutzt man die automobile Antriebstechnologie der Premium Plattform Electric (PPE), auf welcher auch der künftige vollelektrische Macan als erstes Porsche-Modell basieren wird.

Ähnlich wie bei Straßenfahrzeugen von Porsche lässt sich mit Hilfe vorprogrammierter Fahrmodi die jeweils passende Antriebscharakteristik anwählen. Die eFantom ermöglicht die Einstellungen Docking, Range, Sport und Sport Plus. Die Modi verändern die Kennlinie der Gasannahme und beinhalten zudem unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Wie lange kann man mit einer Aufladung fahren?

Die optimale Cruising-Geschwindigkeit ist mit 41 km/h (22 kn) angegeben. Mit dieser Geschwindigkeit kann mit einer Batterie-Ladung rund eine Stunde lang fahren. Die Höchstgeschwindigkeit wird im Sport Plus-Modus erreicht und liegt bei abgeregelten 85 km/h (46 kn), wo sich Wellen allerdings bereits wie Beton anfühlen.

Eine 800-Volt-Technik von Porsche ermöglicht das Laden an DC-Schnellladestationen mit über 250 kW. So lässt sich die Batterie in deutlich unter 30 Minuten von zehn bis 80 Prozent SoC (State of Charge) aufladen. AC-Laden mit Wechselstrom an herkömmlichen Haushalts- und Starkstrom-Anschlüssen ist ebenfalls möglich. Nach Einschätzung der Experten wird dies der häufigste Use Case sein, weil die entsprechende Infrastruktur in den meisten Häfen verfügbar ist. Serienmäßig an Bord ist dazu ein 11-kW-AC-Lader.

‚Dieses Boot ist innerhalb der Branche ein echter Meilenstein. Die Elektroversion der Fantom Air ist in allen Fahreigenschaften wie Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Handling besser als die Variante mit Verbrennungsmotor – und dabei lokal emissionsfrei‘, sagte Stefan Frauscher, Geschäftsführer der Frauscher Bootswerft. Und er muss es wissen, denn seit ca. 1954 stellt das Unternehmen bereits Elektro-Holz-Boote her.

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