Mittwoch , November 14 2018
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Weihnachten und die wahre Geschichte über den Weihnachtsmann

MEISER’S MORE – Kolumne von Dr. Hans Christian Meiser

Dr. Hans Christian Meiser über den Weihnachtsmann
Dr. Hans Christian Meiser, Kolumnist bei Exklusiv München, ist Philosoph, Psychologe, Publizist und Programmdirektor von Radio 39. Denken und Sport sind seine Leidenschaft.

ALLE JAHRE WIEDER …

Wussten Sie, wem wir den weltweiten Siegeszug des Weihnachtsmannes zu verdanken haben? Nicht den Religionen und Glaubensgemeinschaften. Auch nicht irgendwelchen Sekten. Coca Cola heißt der Urheber jenes Phänomens, das mittlerweile nahezu überall das Christkind ersetzt hat.

Die Firma mit der unvergleichlichen Brause setzt seit 1931 den rot-weiß gekleideten Bärtigen, der ursprünglich dem 19. Jahrhundert entstammt, als Identifikationsfigur für die weihnachtlichen Werbefeldzüge ein. Ein Wunder nur, dass heute keine deutsche Gleichstellungsbeauftragte dagegen protestiert. Denn wird hier nicht etwa der Mythos bedient, dass der Mann durch seine pekuniären Möglichkeiten für die Geschenke sorgt, wohingegen die Frau am heimischen Herd die Plätzchen bäckt und die Cola-Flaschen im Kühlschrank verstaut? Trautes Heim – Glück allein?

Egal, wie man dazu steht, das weltweit agierende amerikanische Unternehmen hat uns und den Globus damit nachhaltig geprägt – eine Nachhaltigkeit der etwas anderen Art, die sich sogar in den Firmenfarben rot-weiß widerspiegelt.

Weihnachtsmann löste Christkind ab

Genial. Das nenne ich Bewusstseinsveränderung! Mittlerweile klettern Weihnachtsmänner über Balkone, hängen an Schornsteinen, schauen durch die Fenster der Kinderzimmer. Damit man sie von normalen Einbrechern unterscheiden kann, natürlich in rot-weiß. Und alle machen mit: die Medien, die Wirtschaft, die Kunst. Dabei gedenkt man doch an Weihnachten der Geburt Jesu Christi, der Menschwerdung Gottes. Welch eine sonderbare Wandlung.

Von Bethlehems Stall zu den beleuchteten Mehrtonnern, die voller Cola-Flaschen ohne Rücksicht auf die Umwelt durch die Lande donnern. Hier zeigt sich, was Globalisierung vermag: Ein religiöses Ereignis, das selbst das Globale für sich beansprucht, wird durch eine Limonade im Laufe weniger Jahrzehnte entgöttlicht, woraufhin dieselbe den Herrschaftsanspruch über alle durstigen Seelen beansprucht – und das mit Erfolg! Die Aktionäre freut’s.

Vielleicht sollten die Kirchen von der Coca Cola Company lernen und nunmehr ebenfalls Aktien ausgeben. Dann kämen auch wieder mehr Menschen zum Gottesdienst und zwar nicht nur an 24. Dezember, wenn Glockengeläut mit den Ho-Ho-Ho-Rufen des Weihnachtsmanns wetteifert. Verzeihen Sie mir diese Gedanken, aber ich finde: Wenn wir die Botschaft von Weihnachten ernst nehmen wollen, dann sollten wir uns an den Sinn dieses Festes erinnern: Jesus wird geboren und er erlöst die Menschen durch die bedingungslose Liebe. Das Fest der Weihnacht erinnert uns jedes Jahr erneut an dieses Wunder und es ermahnt uns, dem Weg der Liebe, dem kein anderer Weg gleicht, zu folgen. Nur dort finden wir, was uns heil macht. Ihnen allen wünsche ich deshalb ein gesegnetes Weihnachtsfest – was auch immer Sie am Christabend trinken mögen.

Ihr
Hans Christian Meiser

 

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