Donnerstag , August 6 2020
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Große Gunter Sachs-Sommerausstellung im Künstlerhaus mit Sonntagskino

Das Münchner Künstlerhaus hat im August ein besonderes Ausstellungsschmankerl: Gunter Sachs Kamerakunst! Neben zahlreichen Fotografien von ihm werden Werke aus seiner Fotografiesammlung gezeigt, die Arbeiten renommierter und junger Fotokünstler aus den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart umfasst. U.a. die ikonischen Siebdruckarbeiten von Andy Warhol. Diese fertigte der berühmte Pop-Art Künstler von Sachs und seiner damaligen Frau Brigitte Bardot an. Aber auch das gesamte filmische Werk von Gunter Sachs wird gezeigt, das neben Dokumentarfilmen den berühmten Sportfilm „Happening in White“ umfasst. Immer Sonntags, 11 Uhr!!

Gunter Sachs mit Jeff Dunas und Mirjam Sachs. Fotocredit: Jeff Dunas
Gunter Sachs mit Jeff Dunas und Mirjam Sachs. Fotocredit: Jeff Dunas

Gunter Sachs (1932 – 2011) führte ein Leben, von dem andere nur träumten. Einer, zu dessen Leben Lässigkeit ebenso wie Kreativität gehörten. Ein viel bewunderter Mann, der sich mit schönen Frauen, Kunst und Partys umgab.

Gunter Sachs war über ein halbes Jahrhundert hinweg nicht nur eine der schillerndsten, sondern auch meist fehleingeschätzten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. So sehr ihn sein extrovertierter Lebensstil als Playboy stempelte, so tiefgründig und kultiviert war der Mensch hinter diesem öffentlichen Bild. Freunden und Bekannten in Not half er jederzeit persönlich und mit seinen Mitteln, engagierte sich selbst für Menschen, die er noch nie persönlich kennengelernt hatte und pflegte seine Laufbahn als „Liebhaber der schönen Künste“.

Gunter Sachs war Kunstsammler, Mäzen, Galerist, Kurator, Freund der Kunst und der Künstler. Aber vor allem war er selbst ein erfolgreicher Fotograf und Filmemacher. Dieses Leben zeigt ein wenig die Gunter Sachs-Sommerausstellung im Münchner Künstlerhaus.

Gunter Sachs-Sommerausstellung im Münchner Künstlerhaus

Die Ausstellung in den historischen Räumen des Münchner Künstlerhauses umfasst 90 Exponate. Diese wurden in die Bereiche Mode, Porträt, Akt- und Landschaftsfotografie sowie Experimental- und Konzeptfotografie unterteilt. Ein Höhepunkt liegt dabei im Aufzeigen der kunsthistorischen Einflüsse auf Sachs’ Fotoarbeiten, insbesondere des Surrealismus.

Als Besonderheit wird das gesamte filmische Werk von Gunter Sachs gezeigt, das neben Dokumentarfilmen den berühmten Sportfilm „Happening in White“ umfasst. Mit spezieller Kameratechnik erzielte Sachs spektakuläre, noch nie gesehene Aufnahmen, und wurde dafür 1972 mit dem ersten Preis des Internationalen Olympischen Komitees ausgezeichnet.

Originalfotografien, die zum Teil noch nie gezeigt wurden

Ein weiteres Highlight wird in den Räumen der Lithografiewerkstatt des Münchner Künstlerhauses zu sehen sein. Hier wird anhand von Originalfotografien, die zum Teil noch nie gezeigt wurden, das Schaffen von Gunter Sachs und das Entstehen seines Werkes dokumentiert.

Gunter Sachs war der Stadt München privat wie beruflich stets eng verbunden. Ausstellungen in Münchner Galerien, in der Villa Stuck und seine Tätigkeit als Präsident des Modern Art Museum e.V. München (1967 – 1972) sind nur einige seiner Lebensstationen in dieser Stadt.

Sommer-Sonntagskino in München

Sachs beginnt 1963 Dokumentarfilme zu drehen. Seine fünf Filme werden auf den bekanntesten Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet.

In seinem Erstlingswerk Le Petit Port (1963/64) porträtiert Sachs als Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann und Sprecher das Lebensgefühl in einem kleinen Fischerdorf am Genfer See. (24 min)

Pazifische Impressionen und Ho-Hoa Tahiti (1964) sind eine Art persönlicher Reisebericht von der Südsee und deren Kulturen. (13 min und 17 min)

Der Film Die Giraffen von St. Tropez (1965) ist eine Hommage an die südfranzösische Hafenstadt und das Porträt eines Lebensstils, der durch Sachs selbst geprägt wurde und der das Medieninteresse am Jetset-Leben der Schönen und Reichen begründete. (15 min)

In Happening in White (1969) hält Sachs die akrobatische Seite des Skisports fest. Er setzt neue Maßstäbe sowohl für das damit geborene Skifilmgenre als auch für die durch ihn visionär eingesetzte Technik. Sachs dreht in St. Moritz und auf Hawaii mit einer eigens für ihn umgerüsteten ARRI-Kamera mit Superzeitlupentechnik und extremer Beschleunigung, die ursprünglich für ballistische Messungen eingesetzt wurde. Er erzielt spektakuläre, noch nie gesehene Aufnahmen, und wird dafür 1972 mit dem ersten Preis des Internationalen Olympischen Komitees ausgezeichnet. (45 min)

Die Musik zu dem Film Happening in White schrieb einer der größten Komponisten populärer Musik, unsterblich geworden durch sein Titelthema der Serie „Raumpatrouille“, der erst kürzlich verstorbene Peter Thomas.

Öffnungszeiten Gunter Sachs-Sommerausstellung:

Montag: 11 bis 20 Uhr
Dienstag bis Sonntag: 10:30 bis 18:30 Uhr

Sommerkino immer Sonntags um 11 Uhr

Gunter Sachs Filme: € 8,-
Ticketverkauf: Münchner Künstlerhaus: +49 89 59 91 84 14

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