Freitag , Oktober 30 2020
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Hotel Bayerischer Hof: Siebtes Bauprojekt für Axel Vervoordt

Axel Vervoordt ist Belgier, international ein renommierter Inneneinrichter, Kunstsammler und Antiquitätenhändler. Genau diese Mischung hatte ihn für Innegrit Volkhardt so einzigartig gemacht, ihn für ihr Hotel zu engagieren. Er wohnt selbst mit seiner Frau, welche immer die Stoffe aussucht, in einem Wasserschloss bei Antwerpen. Dieses Gebäude schenkt ihm wahrscheinlich seine Kraft und Inspiration, um geschichtsträchtige Locations noch schöner zu machen. Jetzt hat er die historischen Räume im Montgelas Palais ganz neu gemacht! Sein siebtes Projekt innerhalb von 14 Jahren am Promenadeplatz München. 

Axel Vervoordt und Innegrit Volkhardt
Axel Vervoordt und Innegrit Volkhardt zum Opening der neuen Palaishalle 2018. Fotocredit: Erwin Schneider / SchneiderPress

Nach den Restaurants Garden und Atelier, der Cinema Lounge, der Palaishalle und dem kompletten Bauteil ‚Süd- und Nordflügel‘ mit 28 Zimmern und der luxuriösen 350 Quadratmeter großen Penthouse Garden Suite sowie dem Restaurant Palais Keller waren die 14 Räume im historischen Montgelas Palais das siebte Bauprojekt, welches Vervoordt für das Hotel Bayerischer Hof bis dato realisiert hat.

Geschichtsträchtige Eventräume

Die 14 Veranstaltungsräume auf der ersten und zweiten Etage des historischen Palais Montgelas im Hotel Bayerischer Hof wurden zwischen Januar 2019 und Oktober 2020, mit einem Investitionsvolumen von ca. 1,7 Millionen Euro, renoviert.

Alle Wände erhielten ein neues Farbkonzept und sämtliche vorhandene geschichtsträchtige Holzvertäfelungen und Kunstwerke wurden neu arrangiert. Teppichboden adé – Axel Vervoordt hat überall einen ganz besonderen Parkettboden verlegen lassen. Überwiegend findet man Dielenparkettboden aus Eiche als Tafelparkett verlegt.

14 neu renovierte Eventräume im Hotel Bayerischer Hof
14 neu renovierte Eventräume im Hotel Bayerischer Hof

Für die unterschiedlichen Räume hat Vervoordt erneut wertvolle Antiquitäten und elegante Stoffe ausgewählt und arrangiert. May Vervoordt, Axel Vervoordts Ehefrau, hilft immer bei der ganz besonderen Stoffauswahl. Sofort fällt auch die Vielzahl an Portraits und ‚alten‘ Gemälden auf, welche aus der Privatsammlung der Familie Volkhardt stammen.

Im Treppenaufgang zur ersten Etage wurde sowohl das Wandgemälde von Hermann Kaspar aus dem Jahre 1972 als auch der Gobelin des Alexanderzyklus aus dem 17. Jahrhundert, welcher eine Darbringung von Opfergaben auf einem flämischen Tempietto-Altar zeigt, beibehalten. Der mineralische Anstrich der Wände im gesamten Treppenhaus mit passenden Farbton zum Natursteinboden „Rosso di Verona“ setzt das Interieur richtig in Szene. Bestehende Highlights, wie der Kronleuchter im Treppenhaus als einer der längsten Europas, fallen jetzt noch mehr auf.

Historische Räume

Mit der Projektleitung und örtlichen Planung wurde der Münchner Innenarchitekt Gregor Baur beauftragt, der bereits bei vielen Umbauprojekten des Hotels Bayerischer Hof mit Vervoordt tätig war. Gemeinsam mit Axel Vervoordt und Innegrit Volkhardt hat Gregor Baur das Konzept der neuen Veranstaltungsräumlichkeiten so umgesetzt, dass es sich ideal in den vorhandenen Strukturen des historischen Gebäudes realisieren ließen.

Innenarchitekt Gregor Baur beschreibt das aktuelle Projekt wie folgt: „anders als sonst, wo mit der Planung bereits ein Bild des fertigen Projekts im Kopf besteht, befanden wir uns auf einer Entdeckungsreise durch die uns Axel mit sicherer Hand geführt hat. Wir haben das Verborgene dieses faszinierenden Gebäudes gesucht und wieder zu Tage befördert. Bis auf den Parkettboden, der sich an historischen Originalen orientiert und den wir neu einbringen mussten, war alles vorhanden was ein Schloss ausmacht. Sogar die historischen Möbel und Gemälde waren im Hotel verteilt und sind nun wieder zu einem harmonischen Arrangement zusammengeführt worden. Unterstützt wird dies durch die aussagekräftigen Farben, die Axel ausgewählt hat und die jedem Raum einen eigenen Charakter verleihen.“

Die Dimension wird allerdings erst sichtbar, wenn man sich die einzelnen Eventräume, ihre Namen und Themen anschaut. So zum Beispiel der ‚Gelbe Salon‘. In chinesischem Kaisergelb mit Versailles-Parkett präsentiert sich dieser Salon mit zarten Stoffen. Die detailreiche französische Chinoiserie Wandpaneele im Stil von Louis XV. aus dem 18. Jahrhundert sind die antiken i-Tüpfelchen. Wie selbstverständlich kombiniert er dazu moderne Kunst des französischen Fotografen Laziz Hamani.

Doch was macht den diskreten, jedoch unverwechselbaren Stil eines Axel Vervoordts so begehrt?

Einer der Schlüsselbegriffe lautet: Authentizität. „I love everything that is very real“, vertraute Vervoordt der internationalen Ausgabe des Magazins AD Architectural Digest an. Er selbst ist, mit seinem von ihm kreierten Umfeld, das beste Aushängeschild für seine Auffassung von Stil. Sowohl auf seinem Schloss Gravenwezel, einem Renaissance-Ansitz, als auch in seinen Werkstätten, dem Kanaal in Antwerpen, untergebracht in Industriebauten aus dem 19. Jahrhundert mit angrenzenden Silos, zeigen Einrichtung und Charakter der Räume die Intensität, Raffinesse und Gemütlichkeit, die seine Interieurs unverkennbar machen. Persönlichkeiten wie Kanye West und Kim Kardashian, Calvin Klein, Sting oder Robert De Niro schätzen seine leisen, gemütlichen und vor allem inspirierenden Inszenierungen.

 

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