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Neuer Glücksspielstaatsvertrag: Neuer Schutz für Verbraucher

Der 1. Juli 2021 sorgte für eine gravierende Veränderung auf dem deutschen Glücksspielmarkt. Über Nacht wurde die Branche legalisiert, nachdem Bund und Länder Monate lang miteinander gerungen hatten. Zuvor war es lediglich in Schleswig-Holstein möglich, in Online-Casinos die ein oder andere Nacht zu verbringen. Alle anderen mussten auf Angebote aus dem Ausland oder auf lokale Spielbanken ausweichen. Doch was bringen die Änderungen für Spieler eigentlich mit sich? Wie wertvoll sind deutsche Casino-Lizenzen?

Glücksspielstaatsvertrag 2022
Spielautomaten sind Photo by Benoit Dare on Unsplash

Mehr Kontrolle im Online-Casino vs. Einschränkung des Spielvergnügens

Der Tenor des Bundes war eindeutig: Mit dem Glücksspielstaatsvertrag soll vor allem Spielerschutz betrieben werden. Doch sind die Restriktionen, die einen erheblichen Einfluss auf das Spielverhalten haben, wirklich zeitgemäß? Auf Portalen wie https://www.top10casinoerfahrungen.com/leovegas/bonus/ finden Sie objektive Rezensionen zu verschiedenen Angeboten und es zeigt sich, dass der Schutz des Spielers für Casinos bereits lange vor Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags ein Bedürfnis war. Welcher Schutz also wird nun seitens des Bundes ermöglicht, der zuvor nicht vorhanden war?

Um das beantworten zu können, sollten wir einmal einen Blick auf die wichtigsten Neuerungen werfen, die das Gesetz für Gambler mitbringt. Sie betreffen zahlreiche Bereiche, darunter vor allem die beliebten Tischspiele, aber auch das Automatenspiel. Doch erste Änderungen machen sich sogar schon bei der Anmeldung bemerkbar.

Registrierung im Online-Casino nicht mehr ohne Video-Call

Anmelden, loslegen, zocken? Ganz so einfach ist es nicht mehr, denn der Glücksspielstaatsvertrag sieht vor, dass Spieler sich legitimieren. Reichte dazu im Vorfeld die Übermittlung einer Personalausweiskopie, braucht es heute eine Anmeldung per Video-Ident-Verfahren. Via Smartphone oder Webcam wird ein Anruf zum Callcenter des Casinos hergestellt, in dessen Verlauf die persönlichen Daten validiert werden. Nachdem der Personalausweis per Kamera vorgezeigt wurde, gilt der neue Kunde als verifiziert und darf spielen.

Die Vorteile dieser Verifizierung:

  • Keine Wartezeit mehr bis zur ersten Auszahlung
  • Mehr Schutz vor Datenklau durch Dritte

Die Nachteile dieser Verifizierung:

  • Für Sozialphobiker ist der Video-Call ein Graus
  • Mehr Aufwand bis zur ersten Registrierung

Ein weiteres Gesetz des GlüStV, der für ganz Deutschland gilt, besagt, dass nur noch ein Account pro Nutzer gestattet ist. Eine Regelung, die durchaus hinterfragt werden kann, besagt sie nämlich, dass zuvor Doppelanmeldungen gestattet waren. Dies war zu keinem Zeitpunkt in Casinos gewünscht, es bestand schon immer die Vorschrift, dass pro Nutzer nur ein Account erlaubt ist.

Einfluss auf das Spielverhalten

Das Automatenspiel ist in Deutschland am beliebtesten, allerdings werden auch Roulette,  Blackjack oder Baccarat gern einmal gespielt. Nach Inkrafttreten des GlüStV ist das in Deutschland nicht mehr möglich. Tischspiele und auch die so beliebten Livespiele, wurden ersatzlos aus dem Programm genommen. Und auch beim Automatenspiel hat sich so einiges verändert.

So dürfen Gambler beispielsweise nur noch maximal einen Euro pro Spin einsetzen. Darüber hinaus darf die Drehzeit der Walzen fünf Sekunden nicht unterschreiten und nach einer Stunde ist eine mindestens fünfminütige Pause erforderlich. Kann das wirklich sinnvoll sein? Werden Spieler damit nicht erst dazu gedrängt, möglicherweise auf illegale, nicht lizenzierte Casinos zurückzugreifen, die keine deutsche Lizenz besitzen?

Einzahlungsgrenzen und überregionale Sperrdatei

Ob luxuriöse Zugfahrt oder Urlaub in der Karibik, die Freizeit der Menschen ist unantastbar und die Frage, wie viel ein Mensch bereit ist, in sein Hobby zu investieren, kann nicht pauschal beantwortet werden. Doch der Glücksspielstaatsvertrag tut genau das! Die Vorschrift besagt, dass nur noch maximal 1.000 Euro pro Monat eingezahlt werden dürfen, unabhängig vom eigenen Einkommen. Damit soll einer Verschuldung vorgebeugt werden. Doch wie sinnvoll ist das?

Für einen Großverdiener sind Beträge von 1.000 Euro kaum relevant, für den Menschen mit Kleinstgehalt jedoch schon. Es wird unter Experten über die Frage fachsimpelt, ob es überhaupt eine rechtliche Grundlage für derartige Vorschriften gibt, denn womit ein Mensch sein sauer verdientes Geld ausgeben möchte, bleibt ihm eigentlich selbst überlassen.

Mit der überregionalen Sperrdatei verhindert der Bund aber genau das. Wenn ein Spieler 1.000 Euro bereits eingezahlt hat, erhält er für den Rest des Monats eine Sperre für weitere Einzahlungen, in der gesamten Bundesrepublik. Das Gesetz gilt casinoübergreifend, so dass es für die betroffenen Spieler keine Ausfluchtmöglichkeit gibt, oder?

Casinos mit nichtdeutscher Lizenz

Sie sind die Alternative und werden von zahlreichen Gamblern genutzt: Casinos ohne deutsche Lizenz. Die Glücksspielgesetze in Malta oder auch Curacao sind weit milder als in Deutschland, dennoch wird Fairness und Sicherheit für den Gambler großgeschrieben. Daher sind es gerade diese Casinos, die zwar eine Lizenz und damit Seriosität aufweisen, sich aber nicht in Deutschland befinden, die in den letzten Wochen und Monaten einen echten Boom erfahren haben.

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