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Die Salzburger Festspiele, Schloss Leopoldskron und der Rote Salon

1918 erwarb Max Reinhardt Schloss Leopoldskron. Nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten erschuf er hier nicht nur sein Zuhause, sondern machte das Schloss zu einem Treffpunkt des europäischen Geldadels und der Künstlerszene von Thomas Mann bis hin zu Marlene Dietrich. 1919, ein Jahr nachdem er das Kleinod gekauft hatte, wurde hier zwischen Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss die Idee der Salzburger Festspiele geboren.

Der neue Rote Salon im Schloss Leopoldskron wird zu Beginn der Salzburger Festspiele präsentiert. Fotocredit: Salzburg Global Seminar

Seit 1959 ist Schloss Leopoldskron im Besitz von Salzburg Global Seminar und wird heute als Ort der Begegnung für international ausgerichtete Programme der unabhängigen und gemeinnützigen Organisation genutzt. Der Vorläufer entstand bereits 1947 auf Initiative der Harvard Studenten Clemens Heller, Richard Campbell und Scott Elledge als „Salzburg Seminar in American Studies“.

Helene Thimig, Max Reinhardts Witwe war von dem Gedanken des „Marshall-Plans für den Geist“ derart angetan und überzeugt, dass sie den drei jungen Männern das Schloss-Refugium für den grenzüberschreitenden Austausch ehemals verfeindeter Seiten zur Verfügung stellte. Heute treffen sich hier, ganz im Geiste der Gründungsväter, herausragende Persönlichkeiten aus aller Welt zum zukunfts- und lösungsorientierten Dialog. Über 36.000 Fellows aus mehr als 170 Ländern sind durch unsere Arbeit zusammengekommen und viele von ihnen sind in hochrangige Führungspositionen aufgestiegen.

100 Jahre Salzburger Festspiele

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Salzburger Festspiele wird das ehemalige Arbeitszimmer von Max Reinhardt auf Schloss Leopoldskron, sein Roter Salon, renoviert. Der amerikanische Botschafter trägt den größten Teil der Kosten dafür.

Salzburger Festspiele 2020: Bald eröffnet ein neuer 'Roter Salon' im Schloss Leopoldskron
Stellten den neuen ‚Roten Salon‘ für Schloss Leopoldskron anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Salzburger Festspiele vor: (v.l.n.r.) Botschafter Trevor D. Traina, Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler und Chief Executive Officer Stepen L. Salyer. Foto: Andreas Kolarik

„Ich freue mich ganz besonders, mit der Restaurierung des Roten Salons meinen persönlichen Beitrag für die tief verankerte österreich-amerikanische Freundschaft leisten zu können, für die Schloss Leopoldskron als Sitz von Salzburg Global Seminar schon lange sinnbildlich steht“, so Botschafter Trevor Traina.

„Meine Familie verbindet eine tiefe Beziehung zu Österreich – bereits mein Großvater war Botschafter in Österreich und ich habe schon als Junge viel Zeit in Wien verbracht. Die Erhaltung eines so geschichtsträchtigen Ortes und des Erbes von Max Reinhardt sehe ich nicht nur als gesellschaftliche Verpflichtung. Das ist für mich ein persönliches Anliegen und Bedürfnis.“

Der Rote Salon in den Händen von Interior-Designer Ken Fulk

Die Renovierungsarbeiten beginnen im März unter Leitung des amerikanischen Interior-Designers Ken Fulk. Zu Beginn der Salzburger Festspiele 2020 im Sommer soll dieser fertig sein. Danach soll dieser für Salzburg Global Seminar auch für Business Retreats zum Einsatz kommen. Sicherlich werden wir dann über besondere gesellschaftliche Anlässe aus dem ‚Roten Salon‘ hören!

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