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Bayerische Küchen erobern die teuersten Wohnadressen der Welt

Der „Tour Odeon“ in Monte Carlo und das „One Hyde Park“ in London haben zwei Dinge gemeinsam: Sie gelten derzeit mit als die teuersten Wohnadressen der Welt. Was sie außerdem verbindet: die Multi-Millionäre in den bis zu 170 Millionen Euro teuren Appartements und Penthäusern kochen in vielen Fällen in Küchen des bayerischen Herstellers Bulthaup. Im Küchendesign ist das Unternehmen aus Bodenkirchen (Landkreis Landshut) weltweit das Maß aller Dinge. Einen Aus- und Rückblick gab uns CEO Marc O. Eckert (Enkel des Firmengründers)!

Bulthaup Küchen lieben Millionäre. Fotocredit: Gerhardt Kellermann
Bulthaup Küchen definiert die Küche als wichtigsten Lebensraum in einem Haus. Fotocredit: Gerhardt Kellermann

„Wir denken heute Küche neu“, sagt Marc O. Eckert. „In der Küche als wichtigstem Lebensraum in einem Haus, fühlt man sich dann wohl, wenn die Architektur der Küche und der Mensch zusammenpassen“, sagt Marc O. Eckert. Deshalb arbeiten die Bulthaup-Designer daran, die Küchen von morgen noch flexibler zu machen und Antworten auf die veränderte Gesellschaft zu geben. „Die Menschen möchten sich im Zeitalter der Globalisierung immer mehr differenzieren. Mit den individuell geplanten und gefertigten Lebensräumen von Bulthaup wird dieses Bedürfnis erfüllt“, sagt Marc O. Eckert.

Seit 2010 ist Marc O. Eckert als Enkel des Firmengründers der Bulthaup CEO. Fotocredit: bulthaup küchen
Seit 2010 ist Marc O. Eckert als Enkel des Firmengründers der Bulthaup CEO. Fotocredit: bulthaup

So werden etwa bei Gestaltung neuer Küchensysteme die vier Kernbereiche der Küche – Wasser, Feuer, Zubereitung, Stauraum – zu eigenständigen individuellen und variabel kombinierbaren Inseln. „In einer solchen Küche sind Ihnen keine Grenzen mehr gesetzt“, ist sich der Bulthaup-Chef sicher. Der gelernte Anwalt übernahm 2010 in dritter Generation die Führung der Firma. Der exklusive Küchenhersteller setzte damit ein klares Signal als unabhängiges Familienunternehmen in die Zukunft zu gehen. Nächstes Jahr (2019) wird das niederbayerische Vorzeigeunternehmen 70 Jahre alt.

Es begann mit einem Sägewerk

Die Erfolgsgeschichte des bayerischen Küchenherstellers begann 1949 mit der Standortentscheidung für Niederbayern. 1949 kaufte Martin Bulthaup im niederbayerischen Bodenkirchen ein Sägewerk und gründete eine Möbelfabrik. Zwei Jahre später begann er Küchenbuffets zu bauen, die zunächst nur in der näheren Umgebung aber schon sehr bald bundesweit verkauft wurden. Heute ist Bulthaup weltweit präsent. Händler finden sich in den Metropolen dieser Welt: in London und München ebenso wie in New York, Shanghai oder Wien. Heute sieht sich Bulthaup als Symbol der Perfektion in Qualität und Funktionalität, die das Unternehmen zum Treiber im Markt der hochwertigen Küchen macht.

Hart umkämpfter Markt der Küchen

Der Grundstein für die Innovationsführerschaft von Bulthaup auf dem Markt der Küchen wurde 1974 mit der Einführung des Küchenprogramms C12 gelegt. Mit der für diese Zeit revolutionär modernen Formensprache und dem intelligenten Montagekonzept wurde Bulthaup C12 wegweisend für die gesamte Möbelbranche.

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1976 übernahm Gerd Bulthaup, der Sohn des Firmengründers die Geschäftsführung und brachte seine Liebe zur Architektur, zur Bauhausphilosophie und zum zeitlosen Design mit ein. Damit begann für das schnell wachsende Unternehmen ein neuer und radikaler Entwicklungsabschnitt – der Ausbau zum Marktführer bei designorientierten Küchen.

10.000 Bulthaup Küchen pro Jahr

Otl Aicher, der Gestaltungsbeauftragte der Olympischen Sommerspiele von München und Vordenker des Corporate-Identity arbeitete jahrelang für die niederbayerischen Küchenbauer. Aichers Studie „Die Küche zum Kochen“ begründete eine völlig neue Küchenphilosophie und setzte einen Kreativitätsschub bei Designern und Küchenplanern frei. Grundtenor dieses Bestsellers: Klarheit bei Funktion und Material sowie Reduktion auf das Wesentliche.  Mit dem Ziel, den Genuss, das Kochen und das Kommunizieren in den Mittelpunkt der Küchenplanung zu stellen.

Weitere Meilensteine waren die Einführung der „Küchenwerkbank“ 1988 oder 2008 die Kreation der offenen Küchen, in der Werkbänke für Feuer- und Wasser, ein Werkschrank für Geschirr, Kochwerkzeug, Gewürze und Lebensmittel die Gestaltung bestimmten. Als „Vordenker“ im Küchendesign konnte das Unternehmen in den letzten Jahren weltweit einige Dutzend Designpreise einheimsen.

Rund 650 Mitarbeiter stellen heute jedes Jahr rund 10.000 Küchen her und erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 130 Millionen Euro. Vier von fünf Küchen des niederbayerischen Traditionsbetriebs gehen ins Ausland.

Text: obx

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