Freitag , Mai 20 2022
Home / Business / Kleinunternehmen in München: Vier Tipps, sich im Markt zu behaupten

Kleinunternehmen in München: Vier Tipps, sich im Markt zu behaupten

Die Lockdowns und der monatelange Rückzug ins Home-Office liegen hinter uns. Mitte Januar 2022 fiel die IHK-Konjunkturumfrage nicht so rosig aus und sprach von einer Unterbrechung des Aufschwungs in der Region München. Firmengründer und -inhaber  von Kleinunternehmen haben es noch einmal schwieriger, um sich im Markt zu behaupten. Doch Unternehmen haben heutzutage viele Möglichkeiten, mit denen sie ihren Bekanntheitsgrad steigern können. So sollte beispielsweise jeder E-Commerce-Unternehmer einen Online-Shop erstellen. Auch ein Social Media Auftritt steigert den Bekanntheitsgrad. Vier Punkte, welche beim Führen eines Unternehmens hilfreich sein können. 

Kleinunternehmen haben es noch einmal schwerer, sich im Markt zu behaupten. Fotocredit: Annie Spratt / unsplash.com
Kleinunternehmen haben es noch einmal schwerer, sich im Markt zu behaupten. Fotocredit: Annie Spratt / unsplash.com

1. Ein Alleinstellungsmerkmal bieten

Um mit einem kleinen Business oder überhaupt irgendeinem Unternehmen erfolgreich zu sein, müssen Unternehmer die richtige Nische finden. Nur so kann man sich von der Konkurrenz abheben und Kundschaft anziehen.

München ist mit knapp 1,5 Millionen Einwohnern eine Großstadt, auch wenn wir nach wie vor von unserem ‚Dorf‘ sprechen. Zudem zieht die Hauptstadt Bayerns jedes Jahr eine Vielzahl von Touristen an. Das ist nicht zuletzt auch dem jährlich stattfindenden Oktoberfest geschuldet, welches 2022 wieder stattfinden wird.

Durch die Beliebtheit von Bayern und München haben sich gerade in der Region um München viele Unternehmen angesiedelt. Im Jahr 2019 waren es laut dem Münchner Jahreswirtschaftsbericht 2021 rund 91.000 Unternehmen – fast 90 Prozent davon waren Kleinunternehmen mit neun oder weniger Beschäftigten. Und auch einige der größten Player finden sich in der Landeshauptstadt: Ganze sechs DAX-Unternehmen sind in und um München ansässig.

Dass ein kleines oder neues Unternehmen es auf so einem diversifizierten Markt schwer haben kann, ist verständlich. Aus dem Grund ist es besonders wichtig, dass sich Firmen von ihren Konkurrenten abheben. Am besten geht das über ein Alleinstellungsmerkmal, bzw. einen USP (Unique Selling Point): Das bedeutet, dass man Produkte oder Services anbieten sollte, die sich von denen der Konkurrenz unterscheidet. Man kann dabei auch der Qualitätsführer sein, ein einzigartiges Produkt anbieten oder das beste Preis-Leistungsverhältnis haben.

2. Eigenen Online-Shop aufbauen

Durch einen Online-Shop können kleine Unternehmen einen zusätzlichen Kanal für den Verkauf ihrer Produkte hinzugewinnen. Eine Website eignet sich allerdings nicht nur für den direkten Verkauf, sondern kann der potenziellen Kundschaft auch Informationen bereitstellen. So kann man über die Vorzüge seiner neuesten und bestehenden Angebote informieren.

Wenn man alles richtig macht, erhält man mit einer Website gleichzeitig auch eine größere Reichweite. Dabei ist auch SEO ein wichtiger Aspekt. Die Suchmaschinenoptimierung sorgt mithilfe des Einsatzes von Dingen wie Keywords und Backlinks für eine bessere Positionierung bei der Online-Suche. Und wer bei Online-Suchmaschinen weiter oben rankt, kann am Ende auch mehr Menschen erreichen.

Die gute Nachricht: Heute ist es auch Laien durchaus möglich, eine eigene Website mit einem Online-Shop zu erstellen. Am besten sollte man sich einen Anbieter aussuchen, der Websites mit Baukasten-Prinzip anbietet. Mithilfe von Templates und Themen kann man so auch ganz einfach selbst eine Homepage erstellen und mit Inhalten befüllen.

3. Den gesamten Online-Auftritt ernst nehmen

Die Digitalisierung hat vielen Unternehmen während der Pandemie ermöglicht, ihr Business weiter zu führen und sogar auszubauen. Da ist es für Unternehmen wichtig, einen ansprechenden Online-Auftritt für (potenzielle) Kunden bereitzustellen. Dazu gehören die folgenden Punkte:

  • Accounts bei den wichtigsten Social Media Plattformen
  • eigene Website und/oder Online-Shop
  • Präsenz auf GoogleMaps (Das Business kann dort eingetragen werden)
  • Online-Reviews lesen und beantworten

Das Internet kann ein starker Partner sein, was Werbung und das Bereitstellen von Informationen angeht. Besonders Social Media ist richtig eingesetzt ein mächtiges Tool. Accounts mit vielen Followern haben eine riesige Reichweite. Werbung kann so kostenlos geschaltet werden – mit Sponsored Ads kann sogar eine noch größere Audienz erreicht werden.

Facebook wird sowohl von Einheimischen, als auch von Touristen immer öfters dafür verwendet, Unternehmen zu suchen bzw. sich im Vorfeld ein Bild zu machen. Angebote, Öffnungszeiten und Kontaktinformationen sollten deshalb immer ‚up to date‘ sein.

4. Offen für Neues sein

Besonders als neues Kleinunternehmen kann es hilfreich sein, sich in die Gemeinschaft einzufügen. Viele haben sich nach dem Lockdown vermehrt nach Coworking Spaces umgeschaut. Das gute Verhältnis mit Nachbarn und Unternehmen in der Umgebung erhöht die Akzeptanz. Dies führt in der Regel zu einer besseren Einstellung und vielleicht sogar zu Weiterempfehlungen. So könnte sich sogar eine Kollaboration mit einem anderen Unternehmen ergeben, welche beiden helfen könnte.

Ein weiterer Tipp: „Put yourself out there!“ Die Teilnahme an Stadtfesten oder anderen Events kann dazu führen, dass man seine Bekanntheitsgrad in der Stadt steigern kann. Zusätzlich führen nachweislich auch eigene Events dazu, dass das Interesse am Unternehmen steigt. Ein ‚Tag der offenen Tür‘ zum Beispiel wird nie aus der Mode kommen. Veränderung kann vielleicht zuerst einmal beängstigend sein. Allerdings ist sie notwendig, um sich weiterzuentwickeln.

LESETIPP

Oktoberfest 2022: Neun Fragen an Wiesn-Sprecher Peter Inselkammer

„Die Wiesn erfindet sich immer ein Stück weit neu!“, sagt Wiesn-Sprecher Peter Inselkammer. Doch lässt sich der Motor des Oktoberfests einfach wieder starten?