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Kocherlball: Tanzen im Biergarten

Die einen haben für diesen Ball einen richtigen Tanzkurs besucht. Die anderen werden sich wieder so richtig in Schale schmeißen und haben sich extra eine neue Tracht gekauft. Der Kocherlball ist in München und über die Landesgrenzen hinaus mega-beliebt und zieht jedes Jahr im Juli Ball-Süchtige und Schaulustige in den Biergarten am Chinesischen Turm! Alles über den Kocherlball, welcher die Sperrstunde außer Kraft setzt!

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Zwar beginnt der Kocherlball erst 6 Uhr in aller Herrgottsfrühe, aber viele kommen bereits
ab 2 Uhr, um einen schönen Platz im Biergarten zu erhaschen. Fotocredit: Haberl Gastronomie

Es gibt viele Gelegenheiten – unabhängig vom Oktoberfest – Tracht zu tragen. Doch beim Kocherlball ist es etwas ganz Besonderes, pflegt man hier eine Tradition, welche auf das Jahr 1880 zurück geht. Daraus ergibt sich auch die verrückte Uhrzeit am Sonntag. Denn nur in den frühen Morgenstunden konnten Bedienstete einmal frei nehmen und ausgelassen tanzen. Von der Köchin über Kammerzofen bis zu den Dienern war der Kocherlball Pflichttermin zum Amüsieren! Ein Amüsement, welches auch eine Art Partnerbörse war, traf man sich hier, um Bekanntschaften in seinen Kreisen zu machen. Was vor 137 Jahren begann schweifte irgendwann so aus, dass es die Obrigkeit verbat. Doch 1989 erweckte man erneut den Kocherlball zum Leben, welcher nächstes Jahr Jubiläum feiert.

2019 Jubiläum 30 Jahre Kocherlball

Obwohl der Outdoor-Ball bereits in den frühen Morgenstunden (6 Uhr offiziell!) beginnt, brezelt man sich hier richtig auf! Was bei Frauen das fesche Dirndl mit Schürze ist, ist für die Herren der Schöpfung die Lederhose mit Haferlschuhen. Wie beim Oktoberfest ist Tracht nicht Pflicht, aber Tradition! Wie beim Applestore, wenn der Verkaufsstart eines neuen Handys bevorsteht, schwärmen viele Stunden vorher aus. Grund: Unbedingt den besten Platz erhaschen. Mal abgesehen von der ganz besonderen Stimmung am Morgen im Englischen Garten. Im Morgengrauen direkt vor dem Chinesischen Turm – keine Kulisse könnte schöner sein.

Doch wie kam der Kocherlball zu seinem außergewöhnlichen Namen? ‚Kocherl‘ war der Spitzname für Bedienstete, die wie es der Name schon verrät, in der Küche arbeiteten. Aus dieser Zeit stammt auch die Tradition, dass man seine Brotzeit selbst mitbrachte, um nur die Getränke kaufen zu müssen. Anno 2017 darf man in einen typisch bayerischen Biergarten nach wie vor seine Speisen mitbringen und nur die Getränke müssen bezahlt werden.

Der Vorteil der heutigen Form des Balls ist sicherlich auch, dass die Gäste im Gegensatz zu früher so lange bleiben zu können, wie sie möchten. Bis zu 15.000 Münchner machten sich bis dato in aller Herrgottsfrühe auf den Weg, um das alljährliche Spektakel am Chinesischen Turm im Englischen Garten mitzuerleben. Ab 6 Uhr spielt die Musi auf und auf der Bühne wird zünftig getanzt. Vom Walzer über Polka und Münchner Francaise kann jeder hier das Tanzbein schwingen!

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