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Für wen lohnt sich eine private Krankenversicherung?

Viele erhoffen sich von einer privaten Krankenversicherung eine Vorzugsbehandlung beim Arzt oder im Krankenhaus. Das ist zwar richtig, aber nicht jeder kann sich privat krankenversichern. Außerdem lohnt sich eine solche Krankenversicherung nur für bestimmte Berufsgruppen. 

privat krankeversichern für familien: Fotocredit: Photo by Natalya Zaritskaya on Unsplash
Besonders bei Familiengründung stehen Versicherungen immer auf dem Prüfstand. Fotocredit: Natalya Zaritskaya / Unsplash

Wer darf in die private Krankenversicherung wechseln?

Bei Angestellten entscheidet das jährliche Bruttogehalt darüber, ob in die private Krankenversicherung gewechselt werden kann oder nicht. Das Bruttogehalt muss bei jährlich mindestens 64.350 Euro liegen, dann ist der Weg in die private Krankenversicherung offen. Beamte, Selbstständige und Studierende dürfen ebenfalls in eine solche Krankenversicherung wechseln. Die private Krankenversicherung lohnt sich besonders für Beamte. Diese bekommen von ihrem Dienstherrn Beihilfe in Höhe von mindestens 50 Prozent. Das hat niedrige Beitragssätze zur Folge, weil die privaten Krankenkassen viel Geld bei den Behandlungskosten einsparen.

Tarife vergleichen ist besonders wichtig

Wer den Schritt in eine private Krankenversicherung gehen will, der sollte die Tarife der einzelnen Versicherer gut vergleichen, denn es gibt deutliche Unterschiede bei den Beitragssätzen. Man sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass eine private Krankenversicherung dann günstig ist, wenn der Versicherte jung und gesund ist. Die Beiträge steigen aber nach Alter und Gesundheitszustand entsprechend an. Außer Acht lassen darf man auch nicht, dass die Beiträge der privaten Krankenversicherung sich nach dem gewählten Tarif, Alter und Krankheitsstand richten. Bei den gesetzlichen Krankenkassen wird das Einkommen zur Berechnung des Beitrags herangezogen. Wer wenig verdient, zahlt auch wenig.

Wie sieht es mit den Familienmitgliedern aus?

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Ehepartner und Kinder mitversichert. Bei der privaten Krankenversicherung ist das nicht der Fall. Hier fallen mehrere Beiträge an.

Mehr Leistung, mehr Beiträge

Wer in der privaten Krankenversicherung besser abgesichert sein möchte, als in der gesetzlichen Krankenversicherung, der muss auch mehr Beiträge zahlen. Als Faustregel gilt, wer viele Leistungen haben will, muss auch entsprechend Beiträge bezahlen. Wichtig für Selbstständige ist, dass man auch dann die Beiträge in gleicher Höhe zahlen muss, wenn der Umsatz schwach ist. Bei den gesetzlichen Krankenkassen richtet sich der Beitrag nach den Umsätzen. Fallen diese, fallen auch die Beiträge.

Beim Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse muss die Altersgrenze beachtet werden

Es herrscht die Meinung, dass im Alter die hohen Beiträge zu einer enormen finanziellen Belastung führen können. Deshalb entscheiden sich viele, wieder in die gesetzliche Krankenkasse zurückzukehren. Hier muss jedoch die Altersgrenze von 55 Jahren beachtet werden. Eine Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt ist in der Regel danach nicht mehr möglich. Jedoch ist dies nicht die ganze Wahrheit. Privatversicherte, welche in der Rente hohe Beiträge zahlen, haben meist Billigtarife ausgewählt oder sich nicht mit beitragsentlastenden Mechanismen für die PKV im Alter auseinandergesetzt.

Gesetzlich Versicherte können eine Zusatzversicherung abschließen

Wer gesetzlich versichert ist, braucht auf eine Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer nicht unbedingt zu verzichten. Es gibt Zusatzversicherungen, die gesetzlich Versicherte abschließen können. Hier kann man ebenfalls die Vorteile im Krankenhaus genießen, die ein Privatpatient hat.

Fazit

Mit einer privaten Krankenversicherung lässt sich Geld sparen. Dabei muss man sich mit den verschiedenen Mechanismen der PKV auseinandersetzen. Eine private Krankenversicherung ist besonders dann günstig, wenn der Versicherte diese in jungen Jahren abschließt und nicht auf Billigtarife setzt. Vor allem als Beamter lohnt sich eine private Krankenversicherung, weil Beamte zusätzlich noch Beihilfe von ihrem Dienstherrn bekommen. Das macht in der Regel bis zu 50 Prozent aus. Dieses Geld sparen die privaten Krankenkassen und belohnen dies mit deutlich niedrigeren Beiträgen. Für Beamte ist eine private Krankenversicherung aus den genannten Gründen zu empfehlen.

Für andere Berufsgruppen muss das Risiko sicher abgewogen werden, ob ein Wechsel in die private Krankenversicherung sinnvoll ist. Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse ist nur bis zu einem Alter von höchstens 55 Jahren möglich. Danach muss der Betroffene in der privaten Krankenversicherung bleiben. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung sollte deshalb sehr gut überlegt sein, zumal die Familienmitglieder nicht automatisch versichert sind.

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