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Opening Kunst Weihnachtsmarkt: Manni zu Sayn-Wittgenstein verriet Fit-Geheimnis

Kunst und Charity – diese Kombination lockte kurz vor dem dritten Advent, zahlreiche VIPs aus Kunst, Kultur, Adel, Wirtschaft und Society in die Galerie Kronsbein im Herzen der Münchner City. Galerie-Inhaber Dirk G. Kronsbein und seine Tochter Sarah hatten erstmals zur Eröffnung des „Kunst-Weihnachtsmarkts“ geladen. Für den guten Zweck. Der Erlös dieser Weihnachtsaktion kommt dem Verein „Münchner für Münchner e.V.“ zugute. Ehrengast Fürstin „Manni“ wurde drei Tage zuvor, am 9. Dezember, unglaubliche 100 Jahre alt. Gratulation.

Dirk Kronsbein, Manni zu Sayn Wittgenstein und Sarah Kronsbein anlässlich der Christmas Benefiz Ausstellungseröffnung in der Galerie Kronsbein, München. Foto: BrauerPhotos/S. Brauer
Dirk Kronsbein, Manni zu Sayn Wittgenstein und Sarah Kronsbein anlässlich der Christmas Benefiz Ausstellungseröffnung in der Galerie Kronsbein, München. Foto: BrauerPhotos/S. Brauer

An diesem Abend konnten die Gäste sich die Werke von Fürstin Manni alias „Mamarazza“ genauer ansehen. Sie hatte schon Prinz Charles von England, Andy Warhol, Salvador Dalí, Gunter Sachs, Sean Connery, Elton John, Audrey Hepburn und Thomas Gottschalk vor ihrer berühmten Linse. Die Werke schmücken nun die Wände der Galerie Kronsbein und können noch bis Heiligabend bewundert werden.

Die Gäste des Abends – Marie-Jeannette Ferch (Ehefrau von Heino Ferch), OB-Kandidatin Kristina Frank (hielt eine Rede) und Natalie Schmid mit ihrem Mann Josef Schmid (Ex-OB) gekommen – öffneten Herz und Geldbörse. Viel Geld brachte die Auktion, bei der großartige Kunstwerke unter den Hammer kamen. Von Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein das Kunstwerk „Smoke“, das von Unternehmerin Ulrike Hübner ersteigert wurde und 4.900 Euro einbrachte.

Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein ist jetzt Hundertjährige

Gibt es jemanden, den sie noch gerne vor ihrer Linse haben würde? „Nein, ich hatte sie alle“, meinte sie.  Das Blitzlichtgewitter bei ihrem Eintreffen war ihr nicht unangenehm: „Ich lasse mich gerne fotografieren“, meinte sie.

Wie ging das mit der Fotografie bei ihr los? „Ich war neun Jahre alt und habe mir damals eine Kamera gewünscht. So hat alles angefangen… Ich habe dann einfach drauf los fotografiert – und meine Freunde fotografiert.“

Ihren Spitznamen „Mamarazza“ bekam sie von Prinzessin Caroline: „Sie hat einmal zu mir gesagt: ‚du bist kein Paparazzo, sondern Mamarazza‘.“ Mit den Stars war „Mamarazza“ immer auf Du und Du: „Gunter Sachs war mein bester Freund und ich vermisse ihn sehr.“

Den Tag ihres Geburtstags hatte sie in Salzburg verbracht: „Wir waren erst in der Kirche und dann in der Galerie Budja. Insgesamt 120 Leute, nur Familie. Es gab ein herrliches Essen und war sehr gemütlich.“

Hat sie noch einen Wunsch? 

Fürstin „Manni“: „Ich habe die ganze Welt gesehen, nur in Südafrika war ich noch nicht – und das bereue ich.“

Sie verriet dann auch ihr Fit-Geheimnis: „Ich bin jetzt 100 Jahre alt und mir tut zum Glück nichts weh. Ich gehe jeden Tag eine Stunde um den Häuserblock. Und ich trinke jeden Mittag einen Sherry.“

Weihnachten Charity
Nicola Gräfin von Keglevich (Leitung Sotheby’s München) mit Politiker Josef Schmid mit Frau Nathalie und OB-Kandidatin Kristina Frank in der Galerie Kronsbein, Foto: BrauerPhotos/S. Brauer

Neben dem Werk „Smoke“ von Fürstin „Manni‘ wurden weitere Kunstwerke versteigert. Dirk Kronsbein hatte vier Kunstwerke von Heiner Meyer und ein Marylin Monroe-Werk von Russell Young für die Auktion spendiert. Nicola Gräfin von Keglevich von Sotheby’s Deutschland leitete die Benefizauktion.

Natalie Schmid zeigte sich am Ende der Veranstaltung glücklich über die Spendensumme in Höhe von 35.523 Euro: „Das ist grandios. Mit den Weihnachtsgeschenken sind wir bei unserem Verein zwar schon durch. Aber das gesammelte Geld kommt vor allem unseren Demenz-Patienten zugute.‘ Verschenkt sie an Weihnachten auch Kunst?  „Kunst zu verschenken ist immer eine gute Idee, da es etwas Persönliches hat. Meine Eltern haben mir einmal zu Weihnachten – ich war damals ein Teenager – ein Kunstwerk einer Dachauer Künstlerin geschickt. Und dieses Bild ist immer mit mir umgezogen. Ich besitze es heute noch. In diesem Jahr hatte ich noch keine Zeit, mich um die Weihnachtsgeschenke zu kümmern. Damit beginne ich morgen.“

Kunst als Weihnachtsgeschenk

So mancher fand an diesem Abend auch schon das perfekte Weihnachtsgeschenk für seine Lieben. „Neben den Werken von Fürstin Manni können auch die Arbeiten weiterer bedeutender Künstler, wie zum Beispiel Otto Piene, Andy Warhol, Blek le Rat und Julian Khol, käuflich erworben werden. In der Adventszeit stehen bei unserem 1. Kunst-Weihnachtsmarkt wertvolle Kunstwerke aus den Bereichen Fotografie, Malerei sowie Skulpturen für jedes Alter, für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel zum Verkauf“, so Dirk G. Kronsbein. „Ein Kunstwerk eignet sich perfekt als Weihnachtsgeschenk, als Investition, als Freudebringer für die Kinder oder Enkel. Man kann sich damit aber natürlich auch selbst an Weihnachten eine Freude machen.“

Neben dem Geburtstag gab es auch einen Abschied zu feiern: Für Gastgeber Dirk G. Kronsbein war es die letzte Ausstellung als Inhaber. Er übergibt die Galerie zum Jahreswechsel an seine Tochter Sarah Kronsbein. „Ich habe in den letzten Jahren viele Events gemacht, aber das war heute mit Abstand der Schönste. Ich möchte mich heute vor allem bei meiner Tochter Sarah bedanken, die das alles hier inszeniert hat. Ich werde nächstes Jahr 80 Jahre alt. Aber mein Ziel ist es, wie Fürstin Manni 100 Jahre alt zu werden.“

Text: Andrea Vodermayr

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