Mittwoch , August 10 2022
Home / Nachhaltigkeit / Nachhaltigkeit im Privatem: Weitergeben statt wegwerfen ist ein Anfang

Nachhaltigkeit im Privatem: Weitergeben statt wegwerfen ist ein Anfang

Steigende Preise und ein stärkeres Bewusstsein für die Folgen des eigenen Konsums sorgen dafür, dass auch immer mehr Menschen in München nicht mehr nur neu kaufen oder wegwerfen wollen. Second Hand boomt und das nicht nur bei klassischen Flohmarktkategorien wie „Bücher“ oder „Bekleidung“.

Der Kölner Aktionskünstler HA Schult zeigt seit den 80ern Kunstwerke, welche sich mit dem Thema Wegwerfgesellschaft beschäftigen. Im Sommer 2021 beim Tollwood zeigt er dieses Kunstwerk.
Der Kölner Aktionskünstler HA Schult zeigt seit den 80ern Kunstwerke, welche sich mit dem Thema Wegwerfgesellschaft beschäftigen. Im Sommer 2021 beim Tollwood zeigt er dieses Kunstwerk.

Nicht jeder kennt auf Anhieb alle Möglichkeiten, die es gibt, um Alltagsgegenstände weiterzugeben – oder gebraucht zu kaufen. Am einfachsten ist es natürlich, wenn zwischen Freunden oder Familienmitgliedern ein Weitergeben organisiert wird. Zum Beispiel wird der besten Freundin das gelesene Buch geschenkt oder die Kinder der Schwester erhalten zu klein gewordene Shirts der eigenen Kinder. Doch umweltbewusstes Wiederverwenden kann auch auf größerer Ebene geschehen.

Kleinanzeigenportale nutzen

Der wohl praktischste und beliebteste Weg, um Gegenstände zu verschenken, zu verkaufen oder zu kaufen, sind Kleinanzeigenportale. Diese stehen allen Menschen offen, doch wer gleich noch auf Versand verzichten möchte, der kann auch speziell in seiner Region suchen – Kleinanzeigen aus München.

Vorteile von Anzeigenportalen liegen auf der Hand:

  • Diese können jederzeit und überall genutzt werden
  • Man spart Geld
  • Die Zielgruppe ist riesig
  • Durch Unterkategorien ist die Suche kinderleicht
  • Immer mehr Menschen machen mit und dadurch wächst auch das Angebot

Ein weiterer Vorteil ist, dass es praktisch nichts gibt, was nicht auf Onlineplattformen angeboten werden kann. Egal ob reich oder arm – auf diesen Plattformen tummelt sich jede Zielgruppe, welche durch ein Second Life der Produkte automatisch etwas gegen die Wergwerfgesellschaft macht.

Flohmärkte und Trödelläden

Neben den Vorzügen des Internets gibt es selbstverständlich noch den Klassiker: das Kaufen und Verkaufen auf dem Flohmarkt oder in Trödelläden. In allen Stadtteilen von München lassen sich regelmäßig Flohmärkte besuchen. Einige von ihnen stehen jedem offen, andere haben ein spezielles Thema – zum Beispiel gibt es Kinder- oder Nachtflohmärkte.

Gegenüber den Onlineportalen bieten Flohmärkte vor Ort den Vorteil des persönlichen Kontakts. Über Chats und Mails lassen sich Dinge zwar meist schnell klären, aber oftmals weiß man nichts über die Person, von der man kauft oder an die man etwas übergibt. Auf Flohmärkten wird immer noch ein wenig geplaudert und verhandelt. Gleiches gilt für Trödelläden. Manche spezialisieren sich auf eine bestimmte Zielgruppe (z.B. Kleidung, Bücher, Elektronik). Andere bieten alles, was man auch online auf einem Anzeigenportal finden würde (mit Ausnahme der Dienstleistungen).

Jeder, der sich immerhin von Zeit zu Zeit auf Flohmärkten tummelt, anstatt einfach wieder per Klick etwas Neues zu bestellen (oder gut erhaltene Gegenstände wegzuwerfen), trägt schon ein wenig dazu bei, dass mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umwelt entsteht. Gerade in Zeiten von Fast Fashion ist das unglaublich wichtig und ein tolles Konkurrenzmodell.

Was man bei Second Hand beachten sollte

Dass immer mehr in München zunehmend auf Second Hand achten, zeigen auch die aktuellen Vintage Secondhand Wochen. Die Vorteile von persönlichem Shopping liegen auf der Hand, kann man die Sachen real anfassen. Mit der Qualität ist es nämlich immer so eine Sache, wenn man diese nur durch Bilder beurteilen soll.

LESETIPP

Kunst vor eindrucksvoller Naturkulisse: Erste Skulpturen-Ausstellung im Kulturhof Stanggass

Auf dem Gelände des Kulturhof Stanggass in Bischofswiesen bei Berchtesgaden stellt der renommierte Skulpturen-Künstler Gerhard Passens eine Auswahl seiner Schöpfungen aus. Bis 31. Oktober kann sich jeder auf den Skulpturen-Rundgang begeben. Das Konzept des Kulturhofs ist einmalig für Bayern.