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München mit Corona: Inzidenzwerte steigen weiter

Noch immer hat das Corona Virus die Welt fest im Griff. Nachdem es im Sommer etwas ruhiger um das Geschehen wurde, steigen die Fallzahlen nun wieder rasant an, sodass sich Deutschland nun seit Anfang November in einer Art „Lockdown light“ befindet. Durch die verschärften Maßnahmen, die zunächst für vier Wochen gelten, solle eine erneute Überlastung des Gesundheitssystems sowie eine längere Durststrecke für die gesamte Wirtschaft verhindert werden, heißt es.

Rathaus München
Der rasante Anstieg der Corona Inzidenzwerte wirft die Frage auf, ob der ‚Lockdown light‘ verlängert wird!

Besonders in Bayern und München sind die Zahlen so hoch wie nie. Trotz des Lockdowns steigen die Inzidenzwerte unaufhörlich. Bereits am 10. November wurden erneut 434 Neuinfektionen verzeichnet, die 7-Tage-Inzidenz steigt damit auch 207,52. Die Reproduktionszahl liegt schließlich bei 1,04. Zum Vergleich: Kanzlerin Merkel hat zum Ziel gesetzt, diesen Wert auf 50 zu senken. Nur so sei eine optimale Kontaktverfolgung infolge einer Infektion möglich.

Bei einem Pressestatement sprach Markus Söder bereits klare Worte aus, gibt es noch lange keine Entwarnung, da die Zahlen trotz der verschärften Maßnahmen weiter steigen. Auch die Hoffnungen vieler Bundesbürger, dass sich die Lage bis Ende November etwas beruhigt, erstickt Söder im Keim. Er rechne nicht damit, dass die Kurven bis dahin wieder abflachen.

Wenig Akzeptanz der neuen Regeln

Eine bittere Erkenntnis, die besonders Gastronomen, Kosmetiker, der Tourismus und Kulturbetriebe schockt. Alle hofften, dass das Geschäft nach einer vierwöchigen Pause wieder anlaufen kann. Für diese sind die wirtschaftlichen Schäden bereits jetzt deutlich spürbar, wurde schließlich schon im Frühjahr alles auf Eis gelegt. Dass solche Betriebe und Branchen nun erneut in den Corona-Strudel geraten bedeutet natürlich einen massiven finanziellen Einbruch.

Auch bei den Bundesbürgern in Bayern stoßen die verschärften Regeln nicht unbedingt auf Verständnis, sehen die meisten neuesten Umfragen zufolge die Wirksamkeit dieser Schutzmaßnahmen als nicht ausreichend an. Fast die Hälfte ist sich fast schon sicher, dass die Lockdown-Maßnahmen die Zahlen bis Ende November nicht abflachen lassen werden. Drei Viertel aller Befragten Bürger befürworten schließlich noch schärfere Regeln und Kontrollen, um die Lage endlich in den Griff zu bekommen.

Maskenpflicht an Schulen bleibt bestehen

Auch in Schulen und Kitas Münchens hat sich die Welt grundlegend für die Kinder verändert. Die Maskenpflicht gilt schließlich auch hier für alle Lehrer und Schüler. Genau das hat jetzt allerdings eine neue Debatte ausgelöst. Zwei Grundschülerinnen und deren Eltern sind gegen die Maskenpflicht vorgegangen und sahen das permanente Tragen in den Pausen sowie am Platz als unzumutbar an. Schnell gab es auch da Ernüchterung, hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof diesen Eilantrag abgelehnt. Einigen konnten sie sich dennoch: im Freien unter Berücksichtigung des Mindestabstands sollen den Schülern Tragepausen eingeräumt werden.

Schulen weiterhin geöffnet, aber…

Bund und Länder wollen schließlich Schulen weiterhin geöffnet lassen, um den Kindern den Abschluss des begonnenen Schuljahres so einfach wie möglich zu machen. Bislang ist es grundsätzlich sehr schwierig, sollte eine Klasse in Quarantäne müssen oder die Schulen wieder geschlossen werden. Auch Praktika, die für Kinder und Jugendliche in bestimmten Jahrgangsstufen anstehen, fallen nun weg. Eine Alternative könnte es jedoch sein, sich für ein Online Praktikum zu entscheiden. Diese können bequem von Zuhause absolviert werden. Beispielsweise gibt es in digitalen Branchen viele Angebote, wie ein Online Marketing Praktikum oder auch Praktika im Bereich E-Commerce und Mediendesign. Darüber hinaus gibt es viele weitere Praktikantenstellen, die mittlerweile im Home Office angeboten werden und Kindern und Jugendlichen eine Orientierungshilfe geben. Besonders in Quarantänezeiten kann das eine wichtige Option für den Start ins Berufsleben sein.

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