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Breuninger Verkauf abgeblasen

Rund anderthalb Jahre stand der Stuttgarter Department-Store-Filialist zum Verkauf. Nun wurde der Prozess laut einem Bericht der Wirtschaftswoche beendet. Stand März 2026

Der Wunsch der Eigentümerfamilie, die Breuninger-Gruppe zu verkaufen, besteht offenbar schon seit einiger Zeit, jedoch wurde er erst kürzlich öffentlich bekannt gemacht. Es wird spekuliert, dass die Familie möglicherweise bereits seit einigen Monaten oder sogar Jahren Überlegungen angestellt hat, den Verkauf zu prüfen, insbesondere angesichts der aktuellen Marktlage und der hohen Immobilienwerte, die den Gesamtwert des Unternehmens stark beeinflussen. Genauere Details wurden jedoch nicht offiziell bestätigt. Welchen neuen Besitzer das Breuninger Luxus-Kaufhaus in München bekommen könnte? 

Erst 2023 wurde Breuninger München eröffnet
Erst 2023 wurde Breuninger München eröffnet

Mögliche Neubesitzer für das Münchner Luxuskaufhaus Breuninger

Ca. 1,8 Milliarden sollen die Immobilien wert sein, wo Breuninger in 13 Metropolen, u.a. Stuttgart, Düsseldorf, Erfurt, München und Nürnberg seine Luxuskaufhäuser unterhält. Mit München gelang dem Einzelhandelsexperten ein Schachzug, denn München spielt im deutschen Einzelhandelsmarkt eine wichtige Rolle. Plus ein Bar-Restaurant, welches im August 2023 mit Outdoor-Plätzen in der Sendlinger Straße eröffnete. Breuninger’s Präsenz in allen deutschen Metropolen steigert letztendlich den Gesamtwert des Unternehmens auf ca. 2,5 Milliarden €. Diese Zahl veröffentlichte jedenfalls das ‚manager magazin‘.

Das Interesse von Investoren, insbesondere im Luxussegment, scheint groß. Die Investmentbank Macquarie wurde 1969 in Sydney gegründet und hat sich zu einer globalen Finanzdienstleistungsgruppe entwickelt. Macquarie ist besonders bekannt für ihre Expertise im Bereich Infrastruktur, Vermögensverwaltung und Investmentbanking. Die Bank hat Büros in über 30 Ländern weltweit und ist stark in verschiedenen Finanzmärkten präsent, darunter auch in Europa, wo sie an verschiedenen großen Transaktionen beteiligt ist, wie beispielsweise dem möglichen Verkauf der Breuninger-Gruppe.

Für die Breuninger Immobilien interessieren sich verschiedene institutionelle Investoren, wie z.B. die Fondgesellschaften Deka, Union Investment (seit 2008 auch Besitzer der Riem Arcaden) oder DWS. Auch die Invetsmentbank Morgan Stanley soll ein Angebot abgegeben haben.

Für die komplette Gruppe mit operativen Geschäft interessiert sich auch die Central Group, ein thailändisches Unternehmen im Besitz der Familie Chirathivat. In Deutschland sind sie durch ihre Beteiligung an der KaDeWe Group bekannt. Zum Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in Berlin, das Alsterhaus in Hamburg und das Oberpollinger in München könnte Breuninger im Rahmen ihrer Expansion in den europäischen Luxusgütermarkt ein guter Schachzug sein. Ca. 6.500 Arbeitsplätze sind mit dem Verkauf in Deutschland betroffen.

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