Samstag , Juli 4 2020
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Almhof Schneider in Lech: Ein neuer Typus an Luxushotel

Viele namhafte Designer sind im Hotel Almhof Schneider vertreten, aber der Almhof ist kein Designerhotel. Die Passion des Hotelier-Ehepaars Katia und Gerold Schneider zur Kunst und Architektur spiegelt sich an jeder Ecke wieder, aber das Hotel ist kein Art-Hotel. 2016 wurde der Spa signifikant umgebaut und Österreichs erster AESOP Beauty Kiosk entstand hier, aber der Almhof sieht sich nicht als Wellness- oder Beauty-Hotel. Fine Dining wird in zwei Hotel-Restaurants neu interpretiert und im Weinkeller schlummern über 25.000 Etiketten. Doch der Almhof sieht sich nicht als Gourmet-Hotel. Für uns ist das in vierter Generation geführte Familienhotel ein ganz neuer Typus an Luxushotel! Eine Metarmophose, welche noch nicht abgeschlossen ist.

Neue Suiten sind für das Hotel Almhof Schneider als nächstes geplant!
Als nächstes sind neue Suiten geplant. Dafür will man rechts aufstocken.

Der Almhof Schneider ist eng mit der Geschichte von Lech verbunden. Bis 1929 war der Almhof mitten im Zentrum von Lech einer der größten Bauernhöfe überhaupt. Nach einem ersten Gästehaus bauten die Schneiders 1940 hier auch den ersten Skilift, den Vorläufer des heutigen Schlegelkopf Liftes – wo man vis-a-vis vom Hotel auch gleich einsteigen kann. Die Geschichte eines Familienhotels war also vorgegeben. In vierter Generation kam Architekt Gerold Schneider nach dem Tode seines Vaters Gebhard und der schweren Krankheit seines Bruders Andreas 1997 in den elterlichen Betrieb zurück.

 

Im Zuge des grossen Umbaus 2015 wurde Giuseppe Ducrot mit der Gestaltung des Kamins in der Eingangshalle beauftragt. Das Kunstwerk wurde in der Werkstatt Ceramica Gatti in Faenza, Italien hergestellt und vor Ort aus Einzelteilen aufgebaut.
Beim grossen Umbaus 2015 wurde Giuseppe Ducrot mit der Gestaltung des Kamins in der Eingangshalle beauftragt. Das Kunstwerk wurde in der Werkstatt Ceramica Gatti in Faenza, Italien hergestellt und vor Ort aus Einzelteilen aufgebaut.

Heute führt er gemeinsam mit seiner Frau Katia (ebenfalls Architektin) und seiner Mutter Hannelore den Almhof. Behutsam erhalten sie die Atmosphäre, was ein klassisches Familienhotel ausmacht. Doch in den Sommermonaten – im Moment ist das Hotel Almhof Schneider nur im Winter geöffnet – gibt es seit Jahren immer eine große Baustelle, welche das Hotel nur in eine Richtung verändert: Mehr Luxus-Komfort für den Gast!

Hoteliers über Nacht: Katia und Gerold Schneider vom Hotel Almhof Schneider. Fotocredit: Christina Holmes
Hoteliers über Nacht: Katia und Gerold Schneider. Fotocredit: Christina Holmes

Katia und Gerold Schneider wurden über Nacht zu Hoteliers, haben aber ihr gemeinsames Architekturbüro Allmeinde nicht aufgegeben. Nur wenige hundert Meter vom Hotel haben sie das 300qm-große Gebäude sogar zu einem Teil vom Hotel gemacht. Denn die ‚Allmeinde – Commongrunds‘ ist eine kleine Kulturinstitution, welche mit Bibliothek, Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen und Workshops das kulturelle Leben in Lech bereichert. Derzeit werden in einer Ausstellung die Porträts eines renommierten Fotografen aus Deutschland gezeigt.

Neuester Designer-Zugang

Es ist gerade mal zwei Jahre her, dass der Almhof bei den World Luxury Hotel Awards gewonnen hat. Doch da war die  spektakuläre Tiefgarage, in welche seit Winter 2019 selbst die Autos darin zu Kunstwerken werden, noch gar nicht fertig. Der japanische Designer Shinichiro Ogata entwarf keinen Sky Space, aber ein großes Bullauge zum Himmel ermöglicht auch einen magischen Lichteinfall. Warum dieses Architektur-Highlight mit Wald und Mond etwas zu tun hat, kann man wunderbar auf der Hotel-Website nachlesen!

Besonderer Service des Hauses: Die Autos werden von Schnee und Salz befreit bevor sie hier ihren Platz einnehmen! 
Besonderer Service des Hauses: Die Autos werden von Schnee und Salz befreit bevor sie hier ihren Platz einnehmen!

Kunstwerke in beiden Hotel-Restaurants

Seit Jahren gibt es im Hotel zwei unterschiedliche Restaurant-Konzepte. Das Restaurant ‚Wunderkammer‘ verfolgt die Idee einer ‚österreichischen Trattoria‘ und steht nicht nur Hausgästen zur Verfügung. Hier hat der Vorarlberger Paul Renner eine Holzkassettendecke (116 Einzelteile) bemalt, welche halluzinogene Pflanzen darstellen und jeweils Bezug nehmen zu historischen Persönlichkeiten aus Kunst und Literatur. Diese Portraits in Schwarz und Weiß sind in einem kleineren Format an diversen Stellen im Hotel zu sehen.

Im Fine-Dining-Restaurant bekommen Hotelgäste zwei fine dining Menüs, eines davon vegetarisch. Mal abgesehen von einem ausgedehnten à la carte Service, welcher sogar behilflich ist, wenn man beim Dessert- oder Frühstücksbuffet gern ‚crossover‘ will.

Für das Almhof Restaurant hat der Künstler Christian Thanhäuser ein Holzschnitt-Herbarium geschaffen. Fotocredit: Klaus Vyhnalek
Für das Almhof Restaurant hat der Künstler Christian Thanhäuser ein Holzschnitt-Herbarium geschaffen. Fotocredit: Klaus Vyhnalek

In beiden Restaurants gibt es auch eine leichte Mittagsküche. Für Aperitif und Digestif sind die Tagesbar und die Smoker’s Lounge zu empfehlen!

Ob Haus-Kino, Gym mit Blick auf die Piste, Hamam oder Schnuppern im AESOP Kiosk mit den wundervollen Produkten der australischen Hautpflegemarke AESOP (Miniausgaben findet man auch in den Badezimmern auf den Zimmern!) – man hat fast keine Zeit auf die Piste zu gehen! Aktueller Neuzugang im Spa-Beauty-Bereich: Die Münchner Marke Royal Fern von Dr. Timm Golueke, welche auch zu den Lieblingsmarken von Gerold Schneider gehört. Der Urlaub vergeht hier nicht nur wie im Fluge. Es beschleicht einen das Gefühl, dass man noch nicht alles gesehen hat. Zum Beispiel einen Antony Gormley im Lounge-Bar-Bereich vom Hotel Almhof Schneider, dass man das Gefühl bekommt, bald wieder hier einzuchecken! Schneider’s nächster große Plan: Das Aufstocken des Hotels mit neuen Suiten! Die Pläne liegen bereits beim Lecher Bauamt.

Almhof Schneider, Tannberg 59, A-6764 Lech am Arlberg, Tel. +43 5583 3500, almhof.at

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