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Vier Haushaltserfindungen, ohne die wir nicht mehr leben könnten!

Schlendert man über die Münchner Auer Dult oder über die vielen Münchner Flohmärkte, bekommt man erst einmal ein Gefühl dafür, wie viele Produkte es in Sachen Haushaltswaren gibt. Dem Erfindergeist sind keine Grenzen gesetzt. Auf der Suche nach Haushaltsprodukten, wo die Qualität stimmt, die Funktion alltagstauglich ist und die es noch in 100 Jahren geben wird, haben wir vier Haushaltserfindungen uns näher angeschaut!

Haushalt
Dass bisschen Haushalt macht sich eben nicht von allein! Foto von cottonbro von Pexels

Wer hat keinen Geschirrspüler?

Die Erfindung geht auf eine Frau zurück! Die Amerikanerin Josephine Cochrane (1839-1913) hatte als Frau aus gutem Hause natürlich Angestellte. Deren Unachtsamkeit ist es wohl zu verdanken, dass sich die reiche Dame systematisch mit der Erfindung eines Geräts befasste, dass Hausfrauen die lästige Pflicht des Geschirrspülens abnehmen sollte. Ihr Personal beschädigte nämlich öfters ihr kostbares Porzellan, dass die Tochter eines Ingenieurs mit Drahtkörben experimentierte, um eine detaillierte Konstruktion für einen Geschirrspüler zu entwickeln. 1886 meldete sie schließlich einen sonderbaren zwei Meter hohen Apparat zum Abspülen von Geschirr zum Patent an. Auf der Weltausstellung in Chicago 1893 erhielt die den Preis für „die beste mechanische Konstruktion, Haltbarkeit und Zweckentsprechung“. Allerdings dauerte es noch bis 1960, bis Geschirrspüler in Privathaushalten Einzug hielten, konnten sich bis dato nur Hotels und Restaurants die Anschaffung leisten.

Dresdner Hausfrau erfand den Kaffeefilter

Es war ein Tag wie jeder andere auch, doch was der Namensgeberin der berühmten Kaffeefilter im Jahre 1908 gelang, sollte die Kaffeezubereitung revolutionieren: Während die Hausfrau Melitta Bentz – bei einer Tasse Kaffee – auf das Schulheft ihres Sohnes blickte, kam ihr eine zündende Idee: Sie legte das Löschblatt aus dem Heft in einen Messingtopf, dessen Boden sie zuvor mit Nägeln durchlöchert hatte, setzte Kaffeepulver hinzu und übergoss das Ganze mit siedendem Wasser. Die Idee der 35-Jährigen stieß auf derart große Begeisterung, dass sie sich ermutigt fühlte, ihre Kaffeefilter zusammen mit ihrem Mann, der ein Haushaltswarengeschäft betrieb, zu vermarkten. Mit Welterfolg. Während des Lockdowns nutzten viele Kaffeefilter als zusätzlichen Atemschutz integriert in den Schutzmasken.

Kleben statt Bohren

Die Wirtschaftswoche hat die Geschichte des Klebens in einer Chronik zusammengefasst, kann man bereits die ersten Klebeversuche bis in die Steinzeit zurückverfolgen. In Europa wächst die Bedeutung an Klebstoff mit dem Buchdruck um 1500. Doch es dauerte noch viele Jahrhunderte bis Kleber in der Tube für uns zum DIY-Produkt wurde. Erst 1909 beginnt das Zeitalter der Klebstoffe auf Basis synthetisch hergestellter Rohstoffe, als der belgisch-amerikanische Chemiker Leo Hendrik Baekeland ein Verfahren zur Phenolharz-Härtung zum Patent anmeldet. 1956 stellte die Firma Henkel den ersten Kontaktkleber für das Schuhhandwerk her und bringt im gleichen Jahr das erste Pattex-Produkt auf den Markt. 1964 gibt es den Kontaktkleber erstmals in der 125-Gramm-Tube, wie wir ihn kennen. Mittlerweile ist die Forschung und Entwicklung soweit, dass es für die vielfältigsten Einsatzmöglichkeiten die verschiedensten Kleber gibt.

Ein US-Uhrmacher erfand den ersten Wecker

Zu einer Zeit, in der es üblich war, sich von den ersten Sonnenstrahlen des Tages wecken zu lassen, musste Levi Hutchins (1761-1855) seinen Tag bei völliger Dunkelheit schon um 4 Uhr morgens beginnen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Als Uhrmacher konstruierte er 1787 den Vorläufer des ersten Weckers, welcher mit Hilfe eines Zahnrades einen Schlag auf eine Glocke auslöste. Er integrierte es in eine seiner Messinguhren und baute es in ein Gehäuse aus Pinienholz ein, damit er auch aufwachte. Erstaunlicherweise hing Hutchins seine Erfindung niemals an die große Glocke und zeigte auch kein Interesse daran, sie patentieren zu lassen. So schnappte ein Franzose 1847 dem Amerikaner mit seinem Wecker, bei dem man erstmals auch die Weckzeit einstellen konnte, das Patent und damit seine Erfindung weg. Heute ist jedes Smartphone mit einem digitalen Wecker ausgestattet.

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