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Kunst aus München: Diese Künstler machten München zur kunstaffinen Metropole

München gilt als eine der schönsten deutschen Städte und ist vor allem bei Kunstliebhabern sehr beliebt. Nicht nur das berühmte Museum München, sondern auch zahlreiche Galerien und Kunsthäuser dienen bis heute der Präsentation von bekannten Kunstwerken und werden mit Freude besucht. Einer der berühmtesten Maler Bayerns ist Albrecht Dürer, doch auch aus München stammen zahlreiche Künstler, die bis heute einen prägenden Stil in der Stadt hinterlassen haben. Zahlreiche Künstler haben in den Zeiträumen von 1600 bis 1900 dafür gesorgt, dass München als eine der kunstaffinsten Städte in ganz Europa hervorgegangen ist. Die königliche Akademie der bildenden Künste spielt dabei eine erhebliche Rolle, denn viele der bekanntesten Künstler haben hier ihre Ausbildung absolviert. 

Kunst aus München
Die Akademie der Bildenden Künste (ADBK) ist in der Akademiestraße, Nähe Siegestor.

Max Gaisser –  Münchner Künstler und Vereinsmitglied

Max Gaisser wurde am 22. Juni 1857 in Augsburg geboren und besuchte das Münchner Maximiliansgymnasium. Sein Vater, ebenfalls Maler, unterrichtete den jungen Eleven in Malerei. Im Mai 1873 trat Gaisser dann der Antikenklasse der königlichen Akademie der bildenden Künste München bei. Nachdem er von seinem Vater nach dessen Tod ein Haus im Kreis München geerbt hatte, ließ er sich häuslich nieder und widmete sich der bildenden Kunst.

Er gehörte zum Verein der Münchner Aquarellisten und leitete eine der dort ansässigen Künstlergruppen. Unter seiner Führung und im Auftrag von König Ludwig II. hatte Gaisser einen Anteil an der Kunstgestaltung des berühmten Schlosses Neuschwanstein. Nach seinem Tod, am 20. Juli 1922 in München, erwarben private Investoren, aber auch Museen, große Anteile an seinen zahlreichen erstellten Gemälden.

Max Feldbauer – Gründungsmitglied der Münchner Neuen Secession

Als Sohn des Bürgermeisters von Neumarkt kam Max Feldbauer am 14. Februar 1869 zur Welt und zog nach dessen Tod in die bayrische Landeshauptstadt. Hier absolvierte er seine Malerausbildung an der Münchner Kunstgewerbeschule, wechselte dann aber an eine private Kunstschule. Der Wechsel prägte seinen Stil, den Impressionismus und schließlich konnte er als Mitglied an der Akademie der bildenden Künste aufgenommen werden.

Der junge Akademiker schloss viele Bekanntschaften mit großen und berühmten Malern und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der „Scholle“, eine legendäre Künstlergruppe aus München. Er verließ die Scholle im Jahr 1908 und trat dann der Münchner Secession bei. Größte Bekanntheit erlangte er durch die Ausstellungen im Münchner Glaspalast, bis heute eine der größten Immobilien der bayerischen Landeshauptstadt. Feldbauer starb am 20. November 1948 in Straubing.

Johann Georg Edlinger – Münchner Maler aus Österreich

Johann Georg (von) Edlinger wurde am 1. März 1741 in Graz als Sohn einer Gärtnerfamilie geboren. Er zeigte von frühester Kindheit an eine hohe Affinität zur bildenden Kunst und erhielt in seiner Heimatstadt erstmals Kunstunterricht. Im Jahr 1765 zog er nach Wien und arbeitete im Atelier des weltweit bekannten Malers Tuchmeyer. Sein Lehrmeister verhalf ihm schließlich an die königliche Zeichenschule in München, wo er als Hofmaler tätig sein konnte. Ursprünglich war er dem Rokoko zugeneigt, er wechselte seine Prämisse jedoch später und widmete sich der realistischen Porträtmalerei.

Zu seinen berühmtesten Werken gehört der „Herr im grünen Frack“, ein Bild, was Edlinger um 1970 in München malte. Die Ähnlichkeit des abgebildeten Mannes, zu Wolfgang Amadeus Mozart, wurde erst viel später bemerkt und brachte dem Werk den Titel „Edlinger Mozart“ ein. Johannes Georg Edlinger starb am 15. September 1819 in München.

Julius Anton Adam – der Mann mit den Katzen

Der am 18. Mai 1852 in München geborene Julius Adam hat bis heute den Beinamen „Katzen-Adam“. Diesen Namen erlangte der Maler durch seine Affinität zu Katzen, die er bevorzugt auf seinen Bildern darstellte. Er ist Sohn der bekannten Malerfamilie Adam, sein Vater war einer der bekanntesten Lithografen seiner Zeit. Ursprünglich begann Julius Anton Adam mit klassischer Fotografie und verlegte seinen Lebensmittelpunkt nach Rio de Janeiro. Schließlich kehrte er aber zurück nach München und wurde zum Genremaler.

Erst seit 1882 begann er mit der Spezifikation auf die Tiermalerei und wurde durch seine Katzenbilder weltweit berühmt. Katzen-Adam starb am 23. September 1913 in München und gilt bis heute als einer der berühmtesten Tiermaler der bayerischen Landeshauptstadt.

Anna Gasteiger – eine der farbenfrohsten Malerinnen des 19. Jahrhunderts

Anna Gasteiger wurde am 26. Februar 1877 in Lübeck geboren und begann sich schon als junges Mädchen für die Malerei zu interessieren. Insbesondere niederländische Werke hatten es ihr angetan und so zog die junge Frau im Jahr 1894 nach München, nachdem sie von der Königlichen Akademie der bildenden Künste aufgenommen worden war. Dort verliebte sie sich in den bekannten Bildhauer Mathias Gasteiger und heiratete ihn schließlich.

Im Jahr 1919 baute das Ehepaar eine Villa in Gern und war dort für seine rauschenden Künstlerfeste bekannt. Ihre Kunst war vor allem durch die lockere und lebendige Pinselführung bekannt und beliebt. 1933 und 1939 waren ihre Blumenmalereien Ausgangspunkt für fröhliche Kalender und bis heute gilt die, am 16. Februar 1954 verstorbene, lebensfrohe Malerin als eine der farbenfrohsten Künstlerinnen Münchens.

Kaspar Amort der Ältere – der rebellische Maler aus München

Experten sind sich sicher, dass dem im Jahre 1612 geborenen Kaspar Amort die Liebe zur Kunst in die Wiege gelegt wurde. Mit zarten 19 Jahren verließ er sein Elternhaus und ging bei Hans Donauer dem Jüngeren in die Lehre. Der Münchner Maler erkannte das Talent des jungen Mannes und förderte ihn, wo es nur ging. Die bayerische Regierung unterstützt Kaspar Amort den Älteren und so konnte er im Jahr 1633 zum Zwecke einer Studienreise ins benachbarte Italien gelangen, wo er die berühmten Werke von Michelangelo studierte.

Anfangs wurden seine Werke überwiegend in Münchner Kirchen ausgestellt, doch später erlangte er die Aufmerksamkeit des Kurfürsten Ferdinand Maria. Fortan war Kaspar Amort der Ältere immer häufiger damit beschäftigt, die prunkvolle Residenz des Ehepaares mit seinen Malereien zu schmücken. Kaspar Amort bekam selbst acht Kinder, von denen zwei in seine Fußstapfen traten und ebenfalls als Maler am bayerischen Hofe fungierten. Bis heute hängt eine Auswahl seiner bekanntesten Bilder in der Frauenkirche Münchens, in der Residenz Münchens, in der Franziskanerkirche bei Ingolstadt und in der Pfarrkirche in Flintsbach. Am 7. März 1675 starb Kaspar Amort der Ältere schließlich in München, zu einer Zeit, wo er als königlicher Hofmaler gerade große Erfolge erzielen konnte.

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