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BAU in München: Deutsches Unternehmen erhält höchste Nachhaltigkeitszertifizierungen

Eine der großen Herausforderung dieser Zeit ist das Erreichen von Klimaneutralität im Gebäudesektor. Die Bauwirtschaft hat die Aufgabe, den ambitionierten Vorgaben der Politik zu entsprechen und die CO2-Emissionen, die beim Bau, Betrieb und Rückbau von Gebäuden entstehen, auf Null zu setzen. Mit Carbon Control stellt Schüco auf der BAU in München ein modulares Angebot vor, bestehend aus unterschiedlichen Produkten und Services entlang des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, mit dem die Dekarbonisierung der Fenster, Türen und Fassade objektspezifisch steuerbar wird. Zum Start der BAU (17. bis 22.4. in München) wurde das Unternehmen selbst ausgezeichnet! Schüco One, die Unternehmenszentrale wurde als erstes Gebäude weltweit mit allen drei Nachhaltigkeitszertifizierungen der Labels DGNB, LEED und BREEAM ausgezeichnet. 

Bau 2023
Zusammenspiel aus Ästhetik und innovativer Technik: Als erstes Gebäude weltweit wird das Schüco One alle drei Nachhaltigkeitszertifizierungen der Labels DGNB, LEED und BREEAM erhalten. Foto: Stefan Brückner

Neue Unternehmenszentrale Schüco One in Bielefeld

Der Hauptsitz für Nachhaltigkeit, Fassadeninnovationen und das Arbeiten von morgen ist das Gesprächsthema Nr. 1 auf der diesjährigen BAU. Nach der Pandemie findet die Weltleitmesse bis 22. April 2023 ganz normal wieder auf dem Messegelände München statt. Das Bielfelder Unternehmen hat viele Themen im Gepäck. Eins davon das neue Firmengebäude.

Spannende visuelle Effekte erzeugt die Struktur der Hauptfassade des Schüco One Neubaus, indem sie sich wie eine Ziehharmonika auf und zu faltet. Die Fassade wurde als Sonderkonstruktion mit 90 mm Bautiefe entwickelt, basierend auf dem Schüco Fenstersystem AWS 75.SI+.

Auf der BAU in München vorgestellt: Ort der Begegnung: Der einladende Eingangsbereich mit breiter Treppe lädt zum Dialog und Wissensaustausch ein.
Ort der Begegnung: Der einladende Eingangsbereich mit breiter Treppe lädt zum Dialog und Wissensaustausch ein. Foto: Frank Peterschröder

Die Nachhaltigkeitspreise im Überblick

Das dynamisch geformte Bürogebäude wurde nach den Plänen des Kopenhagener Architekturbüros 3XN realisiert. Gestaltung, Funktionalität und Nachhaltigkeit wurden hier miteinander vereint.

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vergab zwei der höchsten Auszeichnungen. Platin für die Nachhaltigkeit. Diamant für die gestalterische und baukulturelle Qualität des Gebäudes. Die DGNB ist eine Non-Profit Organisation, welche sich für eine zukunftsfähige gebaute Umwelt einsetzt. Ziel ist die Transformation des Bau- und Immobilienmarktes hin zu einem angemessenen Qualitätsverständnis als Grundlage für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Handeln.

„Die DGNB Zertifizierung gilt weltweit als das anspruchsvollste unter den Zertifizierungssystemen. Das Projekt hat die höchste Auszeichnungsstufe Platin erreicht und wurde zusätzlich noch mit der DGNB Diamant für seine herausragende gestalterische und baukulturelle Qualität prämiert. Dies sind die besten Belege dafür, mit welch hohem Nachhaltigkeitsanspruch das neue Schüco Headquarter geplant und gebaut wurde“, erläutert Dr. Christine Lemaitre, geschäftsführender Vorstand der DGNB.

Komplexe Zertifizierungsverfahren

Darüber hinaus wurde das Schüco One auch von dem Zertifizierungsverfahren LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ausgezeichnet, das von dem US Green Building Council entwickelt wurde. Dabei erreichte der Neubau der Unternehmenszentrale Platin, die höchste LEED-Zertifizierung, für die Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien in den Kategorien Lage und Verkehrsanbindung, Ressourceneffizienz, Energie und Atmosphäre, Innenraumklima, Innovation sowie Materialien.

In der Bewertung für das BREEAM-Zertifikat schaffte es die neue Unternehmenszentrale 80,48 % der Kriterien zu erfüllen. Die sogenannte Assesor Validation liegt Schüco bereits vor, die offizielle Auszeichnung durch BREEAM wird für den Sommer 2023 erwartet. BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology) ist ein Bewertungssystem für ökologische und soziokulturelle Aspekte der Nachhaltigkeit von Gebäuden. Für die umfassende Bewertung des Schüco One wurden auch hier verschiedene Kriterien berücksichtigt. Zum Beispiel wurde der Energie- und Wasserverbrauch, Bauweise und Materialien sowie die ökologischen Auswirkungen des Gebäudes auf die Umwelt unter die Lupe genommen.

Darüber hinaus ist das gesamte Fassadensystem Cradle-to-Cradle-zertifiziert (C2C). Die Verwendung von C2C-zertifizierten Materialien und Produkten stellt sicher, dass alle Gebäude-Bestandteile in den technischen Wertstoffkreislauf zurückkehren. Das fördert die Kreislaufwirtschaft und reduziert die Deponierung von Abfällen.

Das zeigen die Bielefelder in München: Carbon Control

Mit dem Maßnahmenpaket „Fit-for-55” innerhalb des Europäischen Green Deal der EU-Kommission sollen die Treibhausgas-Emissionen in der EU bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Bis 2050 soll die EU klimaneutral sein. Deutschland hat mit dem Klimaschutzgesetz der Bundesregierung sogar eine Minderung um 65 Prozent bis 2030 beschlossen. Die Treibhausgasneutralität ist bis 2045 verankert. Auf den Gebäudebau und die Gebäudenutzung entfallen fast 40 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. Auf die Bauindustrie kommen damit neben dem Verkehrssektor die vermutlich größten Herausforderungen zu.

Klimagerechte Gebäudehülle

Mit dem modularen Angebot Schüco Carbon Control gibt das Bielefelder Unternehmen nun allen am Bauprozess beteiligten ein Instrument zur Hand, das die Realisierung der klimagerechten Gebäudehülle steuerbar macht. Mit Carbon Control bietet Schüco ein modulares Angebot, bestehend aus Produkten und Services entlang des Lebenszyklus eines Gebäudes, mit dem die Dekarbonisierung der Fassade objektspezifisch steuerbar wird. Schüco Carbon Control ist strukturiert entlang der vier Lebensphasen eines Gebäudes: Planen, Bauen, Betreiben und Rückbauen.

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