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175 Jahre Dr. von Haunersches Kinderspital: Festakt in der Hofkirche

Prof. Dr. Christoph Klein, der Direktor der Kinder- und Kinderpoliklinik undProf. Dr. Oliver Muensterer, der Direktor der Kinderchirurgischen Klinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital, konnten zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zum Festakt begrüßen. In seiner Eröffnungsrede ging Professor Christoph Klein auf die 175-jährige Geschichte der Kinderklinik ein: „Der Blick zurück aber darf kein Selbstzweck sein.“ Kaum einer weiß, dass die Haunersche Kindermedizin in einer Münchner Wohnung begann.

In einem Videoclip berichteten (ehemalige) kleine Patienten/innen über ihre persönlichen Erfahrungen aus der Münchner Kinderklinik. Foto: BrauerPhotos / S.Brauer
In einem Videoclip berichteten (ehemalige) kleine Patienten/innen über ihre persönlichen Erfahrungen aus der Münchner Kinderklinik. Foto: BrauerPhotos / S.Brauer

Vielmehr gelte es, die aktuellen Herausforderungen der Kindermedizin zu erkennen, um im Interesse kranker Kinder in München und der ganzen Welt Räume der Innovation zu schaffen. „Eine Kinderklinik wie das Hauner nimmt eine wichtige Funktion im Zentrum unserer Gesellschaft wahr und bedarf starker Allianzen.“ Er freute sich vor allem auch über das Kommen von Ursula Prinzessin von Bayern, die dem Dr. von Haunerschen Kinderspital seit vielen Jahren eng verbunden ist.

Kindermedizin in München
Ursula Prinzessin von Bayern mit Prof. Dr. Christoph Klein und Frau Janina. Foto: BrauerPhotos / S.Brauer

Kindermedizin in München

Das Dr. von Haunersche Kinderspital, häufig nur „das Haunersche“ genannt, ist Teil des LMU-Klinikums, eines der größten Universitätsklinika in Deutschland und Europa. Ins Leben gerufen wurde es 1846 durch den Namensgeber August Hauner. Seit 1998 existiert es in der jetzigen Form, nachdem die von August Hauner gegründete Kinderklinik und die erste Kinderpoliklinik Münchens fusionierten. Behandelt werden ausschließlich Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr.

Markus Blume würdigte in seiner Rede die langjährige Arbeit des Dr. von Haunerschen Kinderspitals. „175 Jahre – das ist ein besonderer Anlass und ein besonderer Geburtstag“, so Blume. Für ihn sei es „Ehrensache“, bei diesem Festakt dabei zu sein.

Alles begann in einer Vier-Zimmer-Wohnung

Unter dem Leitsatz „dankbar rückwärts, mutig vorwärts“ gab er zunächst einen Rückblick auf die Geschichte der Kinderklinik. Beginnend im Jahr 1946, als August von Hauner nach München kam und in einer Vier-Zimmer-Wohnung mit nur sechs Betten in der Innenstadt von München Bayerns erste Kinderklinik erschuf. „Seit 175 Jahren steht im „Haunerschen“ das Kind im Zentrum – immer mit Behandlung nach dem aktuellen Stand der Medizin“, so Markus Blume weiter. Er ging dann auch auf die große Bedeutung und auf die Zukunft der Kinderklinik ein. Es handle sich um eine „absolute Spitzeneinrichtung mit absoluter Spitzenmedizin“, und alle dürften dankbar für diese Einrichtung sein.

Prof. Dr. Oliver Muensterer, der Direktor der Kinderchirurgischen Klinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital, bedankte sich in seiner Rede vor allem bei allen Mitarbeitern/innen.:  „Das Dr. von Haunersche Kinderspital wird 175 Jahre alt. Es steht aber nicht für das Gebäude oder die Wände, sondern für die Menschen, die dort arbeiten, und diesen möchte ich meinen Dank aussprechen.“

Tölzer Knabenchor beim Festakt '175 Jahre Dr. von Haunersches Kinderspital' in der Allerheiligen Hofkirche. Foto: BrauerPhotos / S.Brauer 
Tölzer Knabenchor beim Festakt ‚175 Jahre Dr. von Haunersches Kinderspital‘ in der Allerheiligen Hofkirche. Als Zugabe mit dem ‚Schnitterlied‘. Foto: BrauerPhotos / S.Brauer

Eröffnet wurde das Programm mit dem Auftritt des Tölzer Knabenchors unter der Leitung von Gerhard Jacobs und Martin Regnat am Akkordeon und dem Lied „Fein sein, beinander bleib’n“. Danach berichteten in einem Videoclip (ehemalige) kleine Patienten/innen über ihre persönlichen Erfahrungen aus Kinderklinik.

Zum Abschluss des Festakts trat erneut der Tölzer Knabenchor mit dem Lied „Gott hat alles recht gemacht“. Im Anschluss an den Festakt gab es einen Empfang mit Flying Buffet im Kaisersaal der Residenz. Zu diesem lud die Bayerische Staatskanzlei.

Friederike Fehrenbach mit Stefanie zu Sayn-Wittgenstein, welche als Referentin der Münchner Stiftung ‚Care-for-Rare‘ Foundation (Dr. von Haunersches Kinderspital/Ludwig-Maximilians-Universität München) viel bewegt. Foto: BrauerPhotos

Text: Andrea Vodermayr

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