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Tambosi ‚reloaded‘: Die Crocamo-Brüder über ihr neues Gastro-Baby

Mit einer Finanzspritze von sage und schreibe sechs Millionen erstrahlt das ehrwürdige Tambosi in rundum neuen Glanze. Die Crocamo-Brüder Ugo und Pino sind ab jetzt die neuen Wirte. ‚Wir wollten, dass gleich alles so richtig saniert wurde‘, sagt Ugo Crocamo. Er ist kein Unbekannter in der Münchner Szene: Jahrelang betrieb er in der Nobel-Discothek P1 seinen legendären Pizzastand, dann eröffnete er vor jetzt genau 10 Jahren sein H’ugo’s beim Promenadenlatz vis à vis zum Hotel Bayerischer Hof. Pino ist ebenfalls gastroerfahren: Das Master’s Home in der Frauenstraße ist sein Baby.

Ugo und Pino Crocamo im Oktober noch inmitten ihrer Tambosi Baustelle. Fotocredit: Erwin Schneider / SchneiderPress
Ugo und Pino Crocamo im Oktober noch inmitten ihrer Tambosi Baustelle. Fotocredit: Erwin Schneider / SchneiderPress

Beide hat das Tambosi schon sehr lange fasziniert. Ugo ging dort nach den langen Nächten im P1 immer auf dem Heimweg vorbei und konnte sich damals schon vorstellen, in diesem legendären Münchner Hotspot zu wirken. ‚Das Haus hat eine  240 Jahre lange Geschichte – und es hat wie wir italienische Wurzeln.‘ Das Tambosi sei aber etwas ganz eigenständiges und besonderes – ohne einen H’ugo’s oder Master’s Home Touch. Ugo sagt: ‚Willkommen in meiner Welt: Sie ist traditionell, manchmal gewagt, erfüllt von wunderbaren Aromen, bunt, aber nicht grell, hin und wieder ein bisschen laut, herzlich und familiär, deftig und süß, perfektioniert, aber nie langweilig, weil von sagenhaften Geschmäckern – auf jeden Fall besonders und ich freue mich jeden Tag auf’s Neue, dass sie so ist, wie sie ist!‘ Eine große Portion „Dolce Vita“ komme freilich noch hinzu.

Tambosi mit italienischen Wurzeln

Die Idee, die die Renovierung stets begleitet hat ist, dass die Tradition auf die Moderne trifft. Im Tambosi ist ganz vieles und ganz unterschiedliches möglich: Ein entspanntes Frühstück in den Tag hinein, ein schnelles Mittagessen, ein Snack zwischen durch, eine große Auswahl an Kuchen und Torten für die Kaffeepause, ein frisch gezapftes Bier im Garten, ein Aperitif auf der Terrasse mit Blick zur Feldherrenhalle auf dem Odeonsplatz und ein stilvolles Gourmetmenü im Restaurant im ersten Stock. „Hier lebt Phantasie und Lust, Leidenschaft und die Sucht nach Genuss.“

Tambosi Restaurant im ersten Stock des Annast Haus. Fotocredit: Birgit Ackermann
Tambosi Restaurant im ersten Stock des Annast Haus. Fotocredit: Birgit Ackermann

Biergarten im Hofgarten mit H’ugo’s Pizza

Der Rhythmus der Jahreszeiten gestaltet auch die Melodie der Abläufe im Gastronomiebetrieb Tambosi: Im Sommer hat man im Hofgarten geöffnet, zelebriert die Idylle mitten in der Stadt. Im 900 Quadratmeter großen Biergarten im Hofgarten wird auch H’ugos’s legendäre Pizza serviert, die Trüffelpizza ist am gefragtesten. Im Winter kuschelt man sich auf der Sonnenterrasse mit einmaligem Blick auf die Feldherrenhalle und die Theatinerkirche zusammen. Für ausreichend Felldecken und sogar Glühwein ist gesorgt. ‚Es ist ein Wintermärchen mit allem Luxus mitten in der Stadt.‘

Das Herzstück des Tambosi ist und bleibt eben jene ganzjährig geöffnete Sonnenterrasse. Dort laden sehr bequeme graue Sessel zum Verweilen ein – wie eh und je her, um die Flaneure zu beobachte. Aber auch das Innenleben vom neuen Tambosi kann sich sehen lassen. Vom Schachbrett-Muster-Boden über grüne Sessel bis zum ausgeklügeltem Lichtkonzept im Erdgeschoss. Im ersten Stock diniert man bei gedämpften Licht umgeben von zarten Beige- und Brauntönen.

Gianni Nannini beim Grand Opening dabei?

Ganze zehn Monate hat der teure Umbau gedauert und das „Soft Opening“ hat gerade eben begonnen. Am 14. November soll es dann das “Grand Opening“ geben, für das offenbar Gianna Nannini angefragt wurde. Die Inka Odeonsplatz GmbH & Co. KG, die zur Immobilienholding der Firma Inselkammer gehört, hat sich übrigens für den Umbau und die Sanierung des alten Klenzebaus die sechs Millionen Euro kosten lassen. Ein sehr schöner, gelungener Umbau in der Tat. 1775 machte damals das erste Kaffeehaus am Odeonsplatz auf: Der Betreiber Pietro Sardi war ein Mann aus dem Gefolge der Prinzessin Henriette Maria Adelaide von Savoyen. Bis Ende 2016 führten die Gastronomen Andrea und Frank Waldecker das Café und Restaurant im Annast Haus. Nun knüpfen die Crocamo-Brüder an die vielen historischen Traditionen an und erfinden dabei ihr Tambosi neu.

Autor: Birgit Ackermann

Vielleicht schafft es das Tambosi Restaurant bald in unsere Top 5 Restaurant-Liste für München?

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