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Wohnraum Badezimmer: Interview mit Münchens Bad-Designer Robert Michel

Seit über 20 Jahren bietet Robert Michel maßgeschneiderte Lösungen für hochwertige Bäder an. Dabei gilt MICHEL BÄDER mittlerweile europaweit als erste Adresse für Designer-Bäder, welche eigentlich den Zusatz ’sophisticated‘ verdienen. Seit Firmengründung im Jahre 2009 hat der Münchner Bad-Spezialist über 2.500 Kunden glücklich gemacht. Der hauseigene Showroom (nicht weit von Odeonsplatz und zwischen Ludwigpalais und US-Botschaft) gibt einen Vorgeschmack auf Bad-Luxus für all jene, welche sich mit Durchschnitt nicht zufrieden geben! Wir trafen Robert Michel zwischen seinen exklusiven Bad-Welten zum Interview!

Robert Michel inmitten eines seiner Bad-Kreationen.
Robert Michel in seinem 400qm großen Bad-Showroom in der Von-der-Tann-Straße. Fotocredit: Ortwin Klipp

Wie hat sich das Thema Bad in den letzten 20 Jahren verändert?

Robert Michel: ‚Der Stellenwert des Bades ist höher geworden. In den fünfziger Jahren haben die Leute im Wohnzimmer stolz in Vitrinen Ihre Besitztümer gezeigt, ab den Neunzigern wurde langsam in der Küche der Status ablesbar und heute ist das Bad dazugekommen. Der Wunsch nach einem schönen Bad wird von Alt und Jung, konservativen und kreativen Menschen geäußert. Das Bad hat sich von der Nasszelle zum Wohnraum verändert. Zur Funktionalität kamen Lifestyle und Status hinzu. Und auch die Industrie macht hier vieles mehr möglich als noch vor 20 Jahren. Denken Sie an Spachteltechniken, Fliesenformate oder Materialien wie Mineralguss. Uns steht ein breites Spektrum an Produkten zur Verfügung.‘

Was unterschätzen viele, welche sich ein neues Bad wünschen?

Robert Michel: ‚Den Umfang der Maßnahmen und damit Bauzeiten und Kosten, die Vorlaufzeit für ein gutes Konzept und seine planerische Ausarbeitung. Ebenso die Umsetzung von durch Werbung erzeugten Wunschbildern. Egal ob in der Bestandssanierung oder im Neubau: die technischen Voraussetzungen sind bauseits selten gegeben, z.B. Anforderungen im mehrgeschossigen Wohnbau an Schallschutz und Zertifizierungen schränken die Auswahl ein.‘

Wie lautet Ihr Grundprinzip bei Ihrer täglichen Arbeit?

Robert Michel: ‚Zuhören. Entwerfen. Lebensqualität erhöhen.‘

Ab wie viel Quadratmeter macht es überhaupt Sinn, Ihren Rat einzuholen?

Robert Michel: ‚Kleine Bäder erfordern eine tiefe Produktkenntnis und Feingefühl, große Bäder verlangen nach Kompositionsgefühl. Es ist immer ratsam sich an einen Experten zu wenden.‘

 Wer eigene Handwerker hat: MICHEL Bäder bietet auch nur die Lieferung mit Beratung der Ausstattung an!
Wer als Architekt oder Innenarchitekt Bäder entwirft: MICHEL Bäder bietet auch nur die Lieferung mit Beratung der Ausstattung an. Fotocredit: Ortwin Klipp

Was erwartet den Kunden in Ihrem 400-qm-großen Showroom Nähe Odeonsplatz?

Robert Michel: ‚Fein ausgesuchte Materialien wie Holz und Naturstein in Kombination mit klassischen Armaturen – bis hin zur voll elektronisch steuerbaren Spa-Anlage. Elegante Accessoires und stilvolle Badtextilien aus Kaschmir und Leinen komplettieren das stimmige Gesamtbild. Außerdem haben wir generell Zugriff auf alle hochwertigen Marken. Wir legen großen Wert darauf, dass alle eingesetzten Produkte dem Nutzer große Freude bereiten.‘

Gibt es Ihrer Meinung nach Materialien, welche in kein Badezimmer mehr gehören?

Robert Michel: ‚Behutsam angefasst, kann ich mir nahezu jedes Material im Bad vorstellen – vorausgesetzt es passt zur Person, die es nutzt und ins Konzept.‘

Was war für Sie die größte Badezimmer-Sünde im letzten Jahrzehnt?

Robert Michel: ‚Da fällt mir spontan das Urinal für Damen ein. Das ist gefloppt. Ästhetisch und funktional war das etwas schwierig.‘

‚Das Badezimmer wurde zum Statussymbol‘


Was sind Ihrer Meinung die größten Fehler, welche Kunden bei der Badplanung machen können?

Robert Michel: ‚Sich nicht aufs Wesentliche zu konzentrieren und zu reduzieren. Manchmal wird das Hauptaugenmerk nur auf die Ästhetik oder die Technik gelegt. Beides ist in Einklang zu bringen.‘

Wie lange muss man für die Umsetzung einplanen?

Robert Michel: ‚Im hochwertigen Innenausbau geht man ab fertig gestellter Planung von mindestens 4 Wochen reiner Bauzeit aus. Erfahrungsgemäß braucht es viel Vorlauf und präzise Vorbereitung.‘

Sie geben Kunden außergewöhnliche ‚Ideen für ihr Bad‘ Trends. Woher nehmen Sie eigentlich ihre Inspiration?

Robert Michel: ‚Der Anspruch unserer Planungen ist eine Langlebigkeit von Form und Materialität. Insofern lassen wir Trends nur ganz behutsam einfließen. Genauer gesagt wird über Materialien und Produktneuheiten später höchstens einmal ablesbar sein, aus welcher Zeit das Bad in etwa stammt. Schön wäre, wenn man sich dann wundernd die Frage stellt: Und das hat man damals schon so gemacht?!‘

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