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München auf dem Weg zur Solar City

In München hat man sich bereits seit den 1990er Jahren intensiv mit dem Thema Solarenergie auseinandergesetzt. 2008 lancierten die Stadtwerke die ‚Ausbauoffensive Erneuerbare Energien‘ mit dem Ziel, bis 2025 so viel Ökostrom zu erzeugen, wie ganz München verbraucht. Dies beinhaltete auch einen starken Fokus auf Solarenergie. Deshalb initiierte die Stadt München bereits im Jahre 2010 das ‚Münchner Solarpotenzialkataster‘, ein Online-Tool, das Bürgern hilft, das Solarpotenzial ihrer Dächer zu ermitteln und damit den Einsatz von Solaranlagen zu fördern. Universaldach-Solaranlagen bieten dabei eine flexible und effiziente Lösung, die sich ideal für Münchens vielfältige Architektur eignet. Dieser Artikel stellt diese mögliche Umsetzung von Münchens grünen Plänen vor! Ein Meilenstein war sicherlich die Gesetzesänderung für PV-Anlagen auch auf denkmalgeschützten Häusern im Sommer 2022.

München hat viele denkmalgeschützte Bauten. Im Sommer 2022 hat die bayerische Staatsregierung deshalb eine Novellierung beschlossen, dass Photovoltaik-Anlagen jetzt auch auf denkmalgeschützten Gebäuden möglich ist. Fotocredit: EM

Solartechnologie: Münchens Weg zur nachhaltigen Energie

Münchens Engagement für Solarenergie und die Förderung einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Stadtentwicklung wurde bereits in den 90er Jahren auf den Weg gebracht. Ein Hindernis war bis dato das Verbot, Solar auf historischen Gebäuden, immerhin gibt es in der Stadt insgesamt ca. 7.000 denkmalgeschützte Gebäude und Ensembles. Diese Baudenkmäler umfassen eine Vielzahl von historischen Strukturen, die von einzelnen Gebäuden bis hin zu ganzen Ensembles reichen. Die Denkmalliste wird vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege gepflegt und regelmäßig aktualisiert​.

Das Münchner Traditionshaus Kustermann (1798 gegründet) ist so ein prominenter Fall, denn seit Jahren gibt es Bemühungen, auf dem Dach des historischen Gebäudes direkt am Viktualienmarkt Solar installieren zu dürfen. Letztes Jahr gab es ‚grünes‘ Licht für dieses Pilotprojekt in München.

Mittlerweile hat auch Ampel-Koalition per Gesetz die Genehmigung von Solaranlagen auf Dächern denkmalgeschützter Häuser erleichtert. Damit dürfte München jetzt eine reelle Chance, seine ambitionierten Ziele in Sachen Energie zu erreichen. Ein Projekt wurde gerade im Juni 2024 verabschiedet:

  • Masterplan ‚Solares München‘

Der Stadtrat hat den Masterplan „Solares München“ beschlossen, der eine jährliche Photovoltaik-Zubauleistung von 100 Megawatt Peak ab 2030 vorsieht. Dieses Programm zielt darauf ab, bis 2035 etwa 25 Prozent des Stromverbrauchs der Stadt durch innerstädtische Solaranlagen abzudecken. Zudem gibt es zahlreiche Beratungs- und Informationsangebote, wie den Photovoltaik-Planungsleitfaden, um die Bürger bei der Installation von Solaranlagen zu unterstützen.

  • Intersolar Europe

München ist seit 2007 Gastgeber der weltweit führenden Fachmesse für die Solarwirtschaft, der Intersolar Europe. Diese Veranstaltung bringt Experten, Unternehmen und Interessierte aus der ganzen Welt zusammen, um die neuesten Innovationen und Trends im Bereich der Solarenergie zu präsentieren. Die Messe bietet eine Plattform für den Austausch von Wissen und fördert die Vernetzung innerhalb der Branche.

Die Solarblume ist gerade auf der Landesgartenschau in Kirchheim bei München zu sehen.
Die Solarblume ‚Smartflower‘ ist gerade auf der Landesgartenschau in Kirchheim bei München zu sehen. Sie öffnet und schließt sich vollautomatisch und richtet sich im optimalen 90-Grad-Winkel zur Sonne aus. Fotocredit: Helen Siegel
  • Landesgartenschau und innovative Solarprojekte

Ein aktuelles Highlight ist die Landesgartenschau in München Kirchheim, wo innovative Solartechnologien, wie eine ästhetisch ansprechende Solarblume, präsentiert werden. Diese Veranstaltung zeigt, wie Solarenergie nicht nur funktional, sondern auch als Designelement in städtische Umgebungen integriert werden kann. Solche Projekte erhöhen das öffentliche Bewusstsein und die Akzeptanz für erneuerbare Energien in der Bevölkerung.

Diese vielfältigen Anstrengungen und Projekte zeigen, dass München eine Vorreiterrolle im Ausbau der Solarenergie einnimmt und kontinuierlich daran arbeitet, erneuerbare Energien zu integrieren und zu fördern.

In diesem Kontext bieten Universaldach-Solaranlagen eine besonders attraktive Lösung. Diese flexiblen Solarsysteme sind so konzipiert, dass sie auf verschiedensten Dachtypen installiert werden können, was sie ideal für die vielfältige Architektur Münchens macht.

Neuer Trend zu Universaldach-Solaranlagen

Bei der ganzen Solar-Diskussion fällt auch immer der Bergiff ‚Universaldach‘. Eine Solaranlage nutzt die Energie der Sonne, um Elektrizität zu erzeugen, die sowohl für den sofortigen Gebrauch im Haushalt als auch für späteren Bedarf gespeichert werden kann. Das System besteht typischerweise aus mehreren Schlüsselkomponenten, wie Solarmodule und Wechselrichter. Herzstück ist der Speicher und um die optimale Position für die Module zu erreichen, braucht es ein intelligentes Montagesystem. Das Montagesystem sorgt dafür, dass die Solarmodule sicher und in der optimalen Ausrichtung und Neigung auf dem Dach installiert werden. Dies ist entscheidend, um die maximale Menge an Sonnenlicht einzufangen.

Universaldach-Solaranlagen unterscheiden sich von regulären Solaranlagen dabei vor allem durch ihre Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit. Und sie sind so konstruiert, dass sie auf unterschiedlichsten Dachtypen installiert werden können, was sie für eine breite Palette von Wohn- und Geschäftsgebäuden geeignet macht. Zudem ist eine Universaldach-Solaranlage mit Speicher meist als Komplettpaket konzipiert, das alle notwendigen Komponenten für die Installation und Inbetriebnahme umfassen.

Dies vereinfacht den gesamten Prozess von der Anschaffung bis zur Nutzung der Solaranlage und macht sie zu einer praktischen Lösung für viele Interessenten. Universaldach-Solaranlagen passen im Rahmen dieser Lösungen ideal zur architektonischen Vielfalt Münchens, bieten ökologische und ökonomische Vorteile und unterstützen die Energiewende.

Rechtliche Überlegungen beim Einsatz von Solar

Die Installation von Solaranlagen jeglicher Art ist in München wie in jeder anderen deutschen Stadt an spezifische rechtliche Vorschriften gebunden, die für eine erfolgreiche und regelkonforme Nutzung unerlässlich sind. Die wichtigsten Aspekte sind:

  • Genehmigungspflicht und Anmeldung: Jede Solaranlage muss genehmigt und bei den lokalen Netzwerkbetreibern angemeldet werden. Dies stellt sicher, dass alle baulichen und technischen Anforderungen erfüllt sind und die Anlage sicher betrieben werden kann. Eine Registrierung beim Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ist ebenfalls erforderlich, um Förderungen in Anspruch nehmen zu können.
  • Förderprogramme: München bietet spezifische Förderprogramme wie das „Klimaneutrale Gebäude“ Programm, das finanzielle Unterstützung für die Installation von Photovoltaikanlagen bietet. Dies erleichtert den Zugang zu Solartechnologie und reduziert die Anfangsinvestitionskosten erheblich.
  • Solarpotenzialkarte: Die Stadt München stellt eine Solarpotenzialkarte zur Verfügung, die den Bürgern zeigt, wie gut ihre Dachflächen für die Nutzung von Solarenergie geeignet sind. Diese Karte ist ein hilfreiches Werkzeug für die Planung und Optimierung der Solaranlage.

Eine weitere Innovation, welche auf der Landesgartenschau vorgestellt wird, sind Pflastersteine aus Solar:

Den Solarweg findet man zwischen Sphäre Wiese und Sphäre Wald in den Themengärten.
Den Solarweg findet man zwischen Sphäre Wiese und Sphäre Wald in den Themengärten.

Nicht zu vergessen das Tesla Solar Roof von Milliardär Elon Musk, hat in den letzten Jahren auch einige Entwicklungen durchgemacht. Die Solarziegel wurden erstmals 2016 angekündigt, aber die Implementierung verlief langsamer als erwartet. Bis 2022 installierte Tesla etwa 23 Solar Roofs pro Woche, was deutlich unter den ursprünglichen Zielsetzungen lag.

Trotz dieser Herausforderungen hat Tesla die Produktion und Installation des Solar Roofs kontinuierlich vorangetrieben. Die neueste Version der Solarziegel, die aus Glas-Solarkacheln und Stahlziegeln besteht, ist langlebig und wetterbeständig. Das Solar Roof wird jetzt standardmäßig mit Tesla Powerwall-Batterien geliefert, um die erzeugte Energie zu speichern und das Haus auch bei Stromausfällen zu versorgen.

Tesla hat Partnerschaften mit Dachdeckerfirmen und Bauunternehmen geschlossen, um die Installation zu beschleunigen. Trotz höherer Kosten im Vergleich zu traditionellen Dächern, macht das Solar Roof unter Berücksichtigung von Steueranreizen und langfristigen Energieeinsparungen finanziell Sinn. Wahrscheinlich können wir in den nächsten Monaten mit weiteren innovativen Entwicklungen in Sachen Solar rechnen!

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