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Kunst am Isarufer: München hat eine neue Brücke

Für die kommenden sechzehn Monate hat München eine neue Brücke. Fast. Denn die Konstruktion aus massiven Rundhölzern erstreckt sich von der dicht befahrenen Widenmayerstraße in Richtung der verwunschenen Schwindinsel, bricht jedoch jäh im Luftraum über der Kleinen Isar ab. Noch mehr Spektakel an der Isar ist jedoch nicht das Stichwort. Vielmehr geht es darum, urbanes Leben und eine Verbeugung vor der Natur neu oder ganz anders in Zusammenhang zu bringen. Alles über die neue Kunst am Isarufer!

Kunst am Isarufer
Die temporäre Installation wird es bis Ende 2021 geben. Fotocredit: ExklusivMünchen

„Architektur bezieht sich auf unser Verhalten und die Auswirkungen, die sie auf ihre Umgebung hat.“ Atelier Bow-Wow
Wie bei vielen ihrer Projekte geht das renommierte japanische Architekturbüro auch mit dieser temporären Intervention auf regionale Lebensweisen und Formensprachen ein. Diese reinterpretieren sie, um Gewohntes neu erlebbar zu machen. So bezieht sich „Bridge Sprout“ (übersetzt: Brücken-Spross) in Anmutung und Materialität auf die Tradition der Flößerei in München und die alte Symbiose zwischen dem Fluss Isar und dem Material Holz.

Fehlendes mit eigener Vorstellungskraft hinzuzufügen und zu diesem Zweck von einer erhöhter Holzplattform auf Wasser, Steine und Pflanzen zu blicken, sind nicht zuletzt auch wichtige Elemente der traditionellen Zen-Gärten Japans.

Kunst am Isarufer

Realisiert wurde „Bridge Sprout“ im Rahmen des neuen Programmformats „Carte Blanchefür die Kunst im öffentlichen Raum/Kulturreferat der LH München. In Zusammenarbeit mit dem Architekten Hannes Rössler, bereits Projektpartner für Atelier Bow-Wow’s Studentenwohnheim an der Brudermühlstraße München. Außerdem Holzbau Schmid aus dem oberbayerischen Trostberg.

 

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