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Diagnose Brustkrebs: Wissenswertes für Betroffene und Angehörige

Jedes Jahr erkrankt eine von acht Frauen an Brustkrebs. Auch Männer werden von der Diagnose Brustkrebs nicht verschont. Hinzu kommt, dass das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ab einem Alter von 50 Jahren deutlich steigt. Dennoch erkranken häufig auch jüngere Frauen daran. Glücklicherweise gibt es heutzutage jedoch umfassende Behandlungs- und Rekonstruktionsmöglichkeiten des betroffenen Gewebes. Hier haben wir einen kleinen Ratgeber erstellt, welcher Wissenswertes zum Thema Brustkrebs, unter Einbezug der Häufigkeit und gängigen Behandlungsansätzen enthält. Generell können Informationen aus dem Internet ausschließlich einem besseren Überblick zum Thema dienen, eine fachliche Beratung durch Ärzte und Ärztinnen aber nicht ersetzen können!

Die pinke Schleife steht für das Brustkrebs Bewusstsein. Diagnose Brustkrebs
Die pinke Schleife steht für das Bewusstsein für Brustkrebs. Fotocredit: Nattakorn Maneerat, iStock-1418215116

Diagnose Brustkrebs: Wie entsteht er?

Als Brustkrebs wird eine Krebserkrankung bezeichnet, die im Bereich der Brustdrüse entsteht. Die Zellen beginnen unkontrolliert zu wachsen, sodass sich in der Brust ein Tumor bildet. Sofern dieser invasive (zerstörerische) Ausmaße annimmt, indem er auch umliegende Gewebeschichten befällt und diese schädigt, wird er als bösartig bezeichnet. Spricht man von Brustkrebs, meint man damit ausschließlich die bösartige Krebsform.

In der Fachsprache bezeichnet man Brustkrebs auch als sogenanntes Mammakarzinom. Dieser Begriff setzt sich aus dem lateinischen Wort für weibliche Brust („mamma“) und dem Begriff Karzinom zusammen. Letzterer beschreibt dabei einen bösartigen Tumor der obersten Gewebeschichten, auch als Epithel bezeichnet.

Wie häufig kommt Brustkrebs vor?

In Deutschland stellt Brustkrebs mit Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen dar. Im Laufe ihres Lebens erkranken ungefähr 13 von 100 Frauen an Brustkrebs, sprich etwa jede 8. Frau in Deutschland. Dabei liegt das mittlere Erkrankungsalter, in dem Frauen eine solche Diagnose erhalten, bei rund 65 Jahren. Dennoch ist etwa 1 von 6 betroffenen Frauen noch jünger als 50 Jahre, wenn sie an Brustkrebs erkrankt. (Quelle 2023, krebsinformationsdienst.de)

Seitdem man die Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs in Deutschland eingeführt hat, wurden mehr Neuerkrankungen festgestellt. Gleichzeitig geht die Zahl der Brustkrebs-Diagnosen seitdem stetig zurück. Heutzutage werden Tumore dank moderner Technologien in viel früheren Stadien entdeckt. Ferner wird durch Rekonstruktive und Plastische Chirurgie ermöglicht, dass die betroffene Brust nach erfolgter Krebsbehandlung wieder vollständig rekonstruiert werden kann.

Die Propyläen ließ im Oktober 2023 Estee Lauder in Pink erstrahlen. Die ikonische Schleife war interaktiv und ein pink Laser reichte bis zum Karolinenplatz.
Die Propyläen ließ im Oktober 2023 Estee Lauder in Pink erstrahlen. Die ikonische Schleife war interaktiv und ein pink Laser reichte bis zum Karolinenplatz. Generell gilt der Oktober weltweit als der Monat gegen #TimeToEndBreastCancer

Brustkrebs in der Schwangerschaft

Immer häufiger bekommen Frauen erst im bereits fortgeschrittenen Lebensalter Kinder. Obwohl das Brustkrebsrisiko mit dem Alter ansteigt, ist eine Erkrankung während der Schwangerschaft insgesamt selten. So erkrankt etwa 1 von 3.000 schwangeren Frauen an Brustkrebs. Das Deutsche Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft forscht an den verschiedenen Tumorarten und bietet u.a. Informationsblätter zum besseren Verständnis und zum Nachlesen bei medizinischen Begriffen an.

Risikofaktoren und Ursachen von Brustkrebs

Genaue Ursachen von Brustkrebs sind bisher nicht bekannt. Dafür aber, dass das Risiko einer Erkrankung durch bestimmte Lebensumstände steigt. Das sind zum Beispiel die folgenden Faktoren:

  • Alter: Ab einem Alter von 50 Jahren tritt Brustkrebs häufiger auf.
  • Brustkrebs bei Familienmitgliedern: Eine oder mehrere Personen aus dem engeren Verwandtschaftskreis hatten ebenfalls Brustkrebs (zum Beispiel Mutter, Tochter, Schwester, seltener Vater oder Bruder). Die Ursache kann auch eine erbliche Veranlagung sein.
  • Einfluss durch Hormone: früh einsetzende Regelblutung, späte Menopause, späte oder keine Schwangerschaft, kombinierte Hormonersatztherapie in der Menopause und danach, die über mehrere Jahre vollzogen wurde.
  • Übergewicht
  • Strahlentherapie des Oberkörpers, beispielsweise nach anderer Krebserkrankung
  • Alkohol- und Tabakkonsum
  • erbliche Veranlagung: Bei manchen Betroffenen von Brustkrebs wird durch Untersuchungen, wie einem Gentest, festgestellt, dass es eine Veränderung im Erbgut in den Genen gibt. Ein Beispiel dafür ist die Mutation der BRCA-Gene.

Wie lässt sich Brustkrebs behandeln?

Wenn man die Diagnose Brustkrebs erhält, bekommt man eine Behandlung, die exakt auf das Krankheitsbild zugeschnitten ist. Anhand folgender Merkmale bestimmen Ärztinnen und Ärzte über die genaue Behandlungsmethode:

  1. Welche Größe hat der Tumor?
  2. Wo genau in der Brust befindet sich der Tumor?
  3. Welchen Aufbau hat das Tumorgewebe? Sind auch Lymphknoten betroffen oder kommen weitere Tumorzellen (Metastasen) in anderen Bereichen des Körpers vor?

Je nach Art und Umfang des Brustkrebses kommen zum Beispiel die folgenden Behandlungsverfahren zum Einsatz:

  1. Operation: Dabei entfernen Ärztinnen und Ärzte den Tumor aus der Brust. Häufig kann die Brust dabei erhalten werden.
  2. Bestrahlung: Diese bezweckt, dass weitere Tumorzellen abgetötet werden.
  3. Medikation: Auch mit Medikamenten lassen sich Tumorzellen im Körper bekämpfen. Infrage kommen zum Beispiel Chemotherapien, antihormonelle Therapien, Immuntherapien und andere, zielgerichtete Therapien.

Häufig werden die aufgezählten Behandlungen miteinander kombiniert.

Das Fazit: Brustkrebs lässt sich heute oft gut behandeln

Viele Frauen, aber auch Männer, erkranken im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Natürlich ist es zunächst ein Schock, eine solche Diagnose zu erhalten. Dennoch gibt es heute viele Behandlungsmethoden, mit denen der bösartige Tumor besiegt werden kann. Dazu zählen zum Beispiel eine operative Entfernung, Bestrahlungen und die Medikation, wie eine Chemotherapie. In der Regel werden die verschiedenen Behandlungsmethoden miteinander kombiniert.

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