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Neue Nationalgalerie Berlin: Museumscafé mit begehbarer Rauminstallation

Die Freiheiten und Grenzen der westlichen Moderne auszuloten, dafür bieten die Ausstellungen der Neuen Nationalgalerie in Berlin seit 2021 wieder einzigartige Voraussetzungen. Eine zeitgenössische Intervention bietet der kubanisch-US-amerikanische Künstler Jorge Pardo mit einer begehbaren Rauminstallation im Museumscafé. Gaggenau ist Förderer dieser künstlerischen Installation. 

Seit August wieder geöffnet: Die neue Nationalgalerie Berlin. Foto: David von Becker
Seit August wieder geöffnet: Die neue Nationalgalerie Berlin. Foto: David von Becker

Ikone der westlichen Moderne

Das Gebäude der Neuen Nationalgalerie wurde 1965 bis 1968 vom ehemaligen Bauhaus-Direktor Mies van der Rohe geplant und erbaut. Mit der weiten, transparenten Glashalle und dem fließenden Grundriss im Sammlungsgeschoss hat der Architekt seine lebenslange Suche nach dem „offenen Raum“ virtuos vollendet.

Die Neue Nationalgalerie gilt in diesem Sinne als Mies‘ Vermächtnis und Ikone der westlichen Moderne. Mit der Sanierung wurde das Berliner Büro David Chipperfield Architects beauftragt. Um dem Denkmalwert des Gebäudes Rechnung zu tragen, galt die Auflage, das originale Interieur und die Materialien möglichst zu erhalten. Gleichzeitig sollte die Neue Nationalgalerie ein Ort für die kritische Reflexion über die Kunst des 20. Jahrhunderts werden.

Museumscafe mit Kunstinstallation

Im Museumscafé greift der kubanisch-US-amerikanische Künstler Jorge Pardo die Architektur von Mies van der Rohe auf und entwickelt diese mit seinem Kunstwerk „Untitled“ (2021) auf seine Weise weiter. „Die von Mies van der Rohe konzipierte Ausstellungshalle mit ihren Wänden aus Glas ist eine Vitrine für Menschen und Kunst“, erläutert Jorge Pardo. „Meine Installation schließt an die formale Idee der Vitrine und an die Exponiertheit des Materials bei Mies an. Ich habe im Museumscafé eine Vitrine in der Vitrine geschaffen.“

Begehbare Kunstinstallation im Museumscafe @ neue Nationalgalerie Berlin
Die Installation macht das Museumscafe selbst zum Kunstwerk. Foto: David von Becker

Das fensterlose Museumscafé ist nun eine begehbare Rauminstallation, in der Kunst und das echte Leben der Gäste zu einem Spiel von Licht und Schatten verschmelzen. Pardo öffnet dabei die Grenzen der westlichen Moderne. Lichtskulpturen, die bis zum Türrahmen herabhängen, versammeln sich an der Decke des Cafés zu einer beeindruckenden Inszenierung. An den Wänden finden sich raumhohe Wandpaneele mit lasergeschnittenen mehrschichtigen Kacheln aus MDF in drei verschiedenen Orangetönen.

Pardo spielt mit der Überlagerung, Spiegelung und Rotation von Mustern sowie mit organischen Motiven. Der Künstler denkt ganzheitlich, er erfasst Räume als Ganzes. Dazu gehören eben auch die Besucher des Museumscafés, die während ihres Aufenthalts Teil des Kunstwerkes werden. Diese Auseinandersetzung zwischen der Kunst und dem realen Leben sucht Pardo in seinem Werk immer wieder.

Gaggenau als Föderer der Rauminstallation

Die Nähe zu derartiger Architektur und Kunst liegt in der DNA der Marke Gaggenau. „So wie mit den Ausstellungen in der Nationalgalerie Freiheiten und Grenzen der westlichen Moderne ausgelotet werden, hinterfragen auch wir Bestehendes immer wieder“, erläutert Gaggenau Chefdesigner Sven Baacke. Es ist charakteristisch für die Marke, mit Vorhandenem zu brechen und neue wegweisende Entwicklungen zu etablieren – aber auch nur dann, wenn es sinnvoll ist. Die Formensprache von Gaggenau ist reduziert auf das Wesentliche, durchdacht in jedem Detail, klar und einfach. Das hat sie mit der Architektur und dem Design von Mies van der Rohe gemeinsam.

Sie drückt eine Haltung zu Gestaltung und Qualität aus, die über kurzfristige Trends erhaben ist. Der Zeit voraus zu sein, hat für Gaggenau Tradition: Die Marke steht für Echtheit, Kompromisslosigkeit und Mut zum Außergewöhnlichen. „Dieser Gedanke ist bei allen unseren Geräten spürbar. Und er liegt den vier wichtigsten Gestaltungsprinzipien zugrunde, die für unser Design gelten: authentisch, skulptural, präsent und großzügig“, so Baacke.

Wie Pardo in seinen Werken erfasst auch Gaggenau den Raum, die Küche, als Ganzes – das bezieht natürlich auch die Menschen, die sich hier begegnen, mit ein. Kochen und Genießen verschmelzen zu einer kultivierten Lebensart. In den 25 Gaggenau Flagship-Showrooms. In München ist der Gaggenau Flagship-Showroom in der Arabellastraße/Arabellapark. Jeder einzelne Showroom berücksichtigt in Design und Architektur die Einzigartigkeit des jeweiligen Standorts und des lokalen Umfelds ebenso wie die Geschichte und das Erbe von Gaggenau.

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