Samstag , Dezember 5 2020
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Gefahren und Gesundheit von eZigaretten

Nicht nur in Deutschland, sondern auch dem Rest der Welt nimmt die Beliebtheit des elektronischen Glimmstängels immer mehr an Bedeutung an. Jene Menschen, die auf längere Zeit Tabak konsumiert haben und Schwierigkeiten mit der Entwöhnung haben, würden laut Expertenmeinungen von dieser Variante profitieren. Doch wie gefährlich oder harmlos ist die E-Zigarette im Endeffekt? Ein in München angesiedelter Suchtexperte hat sich eingehend mit diesem Thema befasst und kann zumindest etwas Licht ins Dunkel bringen.

Dass eZigaretten gesünder wären als herkömmliche Zigaretten stimmt leider nicht
Dass eZigaretten gesünder wären als herkömmliche Zigaretten stimmt leider nicht.

Weniger Schäden für die Gesundheit

Tobias Rüther, Suchtexperte und Leiter der Tabakambulanz an der Universitätsklinik München kann diesbezüglich relativ schnell aufklären. “Dass eZigaretten gesünder wären als herkömmliche Zigaretten stimmt leider nicht”, lautet das derzeitige Urteil. “Jedoch richten sie deutlich weniger Schäden an als normale Glimmstängel”. Der Grund dafür liege hauptsächlich in den genutzten Inhaltsstoffen. Die Gefährlichkeit würde nämlich erst beim Verbrennen der Substanzen entstehen – sage und schreibe 250 Giftstoffe würden dadurch freigesetzt, die allesamt krebserregend sein.

“Bei elektronischen Zigaretten wird lediglich eine Flüssigkeit, ein sogenanntes Liquid freigesetzt. Die Wolke aus Aerosol, die dabei entsteht, ist ebenfalls gesundheitlich bedenklich. Das Ausmaß im Vergleich zur normalen Zigarette ist jedoch wesentlich geringer”, kann beispielsweise auch Labor-Medizinerin und Medizintechnik-Fachfrau Jessica Theis bestätigen, die ihre Kenntnisse seines Fachwissens auch auf dem Portal “Medmeister” zur Verfügung stellt.

Das oft hier gerne verwendete Aerosol besitzt laut Expertenmeinungen eine bis zu 450 Mal geringere, toxische Auswirkung als herkömmlicher Tabakrauch. “Jene Personen, die bisher ausschließlich auf Tabak gesetzt haben, können daher maßgeblich von einem Umstieg profitieren”, kann auch Tobias Rüther versichern. Forschungsergebnisse können diese These untermauern. Ein verbesserter Blutdruck sowie auch eine erhöhte Lungenfunktion bei Asthmatikern seien dadurch bereits feststellbar.

Lohnt sich der Umstieg auf ezigaretten

Wer etwas für die Verbesserung seiner Gesundheit tun möchte, sollte daher ernsthaft über einen Wechsel zur elektronischen Zigarette nachdenken. “Sollten die üblichen Methoden zur Tabakentwöhnung keine Erfolge mit sich bringen, ist ein vollständiger Umstieg auf die E-Zigarette in jedem Fall zu empfehlen”, kann Tobias Rüther versichern. Allerdings warnt der in München ansässige Experte auch davor, dass sich Betroffene hier keinesfalls den Effekt eines Wundermittels versprechen sollten. “Jeder Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, kann sich lohnen. Ob die Methode letztendlich anschlägt, hängt von individuellen Faktoren ab.”

Dass eine eindeutige Aussage nicht getroffen werden könnte, hänge laut einem Sprecher des Bundesinstituts für Risikobewertung auch von der Vielfalt der verfügbaren Produkte ab. “„Inzwischen sind so viele unterschiedliche Produkte auf dem Markt, dass es schwer ist, allgemeingültige Aussagen zu treffen”, wird Verteter Frank Henkler-Stephani zitiert. Eine grundsätzlich höhere Gefahr bestehe allerdings bei jenen Modellen, die eine hohe Verdampferleistung und somit Überhitzungsgefahr beinhalten. Die Bildung von krebserregenden Substanzen ist somit wahrscheinlicher.

Noch zu wenig Studien

In welchem Ausmaß sich E-Zigaretten auf längere Zeit auswirken, sei aufgrund der derzeitigen Studienlage nicht wirklich einzuschätzen. “Mit der aktuellen Datenlage ist es leider nicht möglich, eine abschließende Entscheidung zu treffen”, teilt Rüther die Meinung von seinen Kollegen. Die Auswirkung des passiven Dampfens sei ebenfalls deutlich ungefährlicher als im Falle von Tabak – das endgültige Ausmaß ist allerdings auch hier eine große Unbekannte.

Gegenwärtig existieren zwar bereits Tierversuche, die eine entzündungsfördernde Wirkung von Aerosol bestätigen. Was dies für den Menschen bedeutet, sei jedoch nicht abzuleiten. Im Falle des Passivdampfens sollten vor allem Kinder und Allergiker ausreichend geschützt werden.

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